„Ja, irgendwie glaube ich schon an Gott...“
Wann ist ein Christ ein Christ?
(Predigt zum GoSpecial in Pöttmes am 26.3.2000
von Pfarrer Horst Schall)

Ich habe in der letzten Zeit mal bewußt hingehört, wann Menschen das Wort "irgendwie" benutzen. Und wissen Sie was? Wenn einer dieses Wort benutzt, sollte man besser in Deckung gehen. Dann ist Vorsicht geboten.



Würden Sie sich etwa in ein Flugzeug setzen, in dem der Mann im Cockpit sagt: "Hey Leute, irgendwie bin ich auch Pilot?" - Ich persönlich würde nicht einmal meine Haare jemandem anvertrauen, der von sich behauptet: „Irgendwie kann ich schon Haare schneiden." (Aber das gilt nicht für alle: man schaue sich nur Peter oder Josef an).
Oder was halten Sie von einem, der sagt: "2 x 2 ist irgendwie auch 5." Klingt interessant, philosofisch betrachtet, aber würden Sie so einem ihre Finanzen anvertrauen?

Sobald das Wort "irgendwie" auftaucht, ist einer im Blindflug. Er weiß nicht genau, wovon er redet oder was er tut, aber "irgendwie" hat er die vage Hoffnung, dass es schon klappen wird, dass er sich schon durchmauscheln wird. Irgendwie eben.
Darum gibt es auch kaum ein besseres Wort, um sich vor Entscheidungen zu drücken oder um sich eine Lebenslüge zurechtzuzimmern als dieses Wort "irgendwie":
„Irgendwie bin ich schon Vegetarier. Okay, das Wiener Schnitzel gestern, aber das war mit ganz viel Salat. Ehrlich. Und überhaupt: Vegetarier sein heißt doch nicht, dass man nur noch von Tofu und so'n Kram frißt, oder?“
„Und irgendwie bin ich auch Feminist. Ich liebe die Frauen! Solange sie sich wie Frauen benehmen. (Und wie sich eine Frau zu benehmen hat, das bestimme ich.)“
„Irgendwie bin auch Demokrat. Ich gehe zwar nicht zur Wahl. Und ich übernehme auch keine soziale Verantwortung. Die da oben machen eh, was sie wollen. Aber grundätzlich bin ich für die Demokratie.  Irgendwie bin ich schon demokratisch eingestellt.“ Merken Sie, wie bequem das ist. Merken Sie, dass es nicht aufrichtig ist? Merken sie, dass man damit den anderen nicht ernst nimmt?

Mit dem Wort "irgendwie" können wir alle Begriffe so zurechtstutzen, dass sie uns in den Kram passen. Egal, was man anschaut, es gibt überall Grauzonen und verschwimmende Ränder. Und wenn man sagt: Irgendwie passe ich da auch rein - dann hat man immer ein Schlupfloch, durch das man verschwinden kann, wenn´s brenzlig wird und wenn Entschiedenheit und ein Standpunkt verlangt wird.
Ganz ähnlich ist es bei vielen mit ihrem Glauben. Oft höre ich oder spüre ich bei anderen folgendes: "Irgendwie glaube ich auch an Gott. Ich habe nichts gegen die Kirche - solange ich da nicht hin muss. Manchmal bete ich sogar. Gott sei Dank habe ich das nicht so oft nötig. Okay, viel Einfluss hat Gott auf mein Leben nicht, aber irgendwas gibt´s da oben ganz bestimmt, und ich finde es einfach anmaßend, dass da ein paar Fanatiker meinen, ich sei kein Christ. Die halten sich wohl für 'was Besseres!“

1. Irrtum: Für´s Christsein reicht es, „Irgendwie an Gott zu glauben“
Nein, das reicht nicht! Sie können auch nicht "irgendwie“ schwanger sein. Entweder Sie sind es oder Sie sind es nicht! Das Wort "Christsein" ist für viele ja noch etwas Positives. Und deshalb ist es auch schön, wenn Leute da gerne dazugehören möchten! Aber das können Sie nicht so machen, indem sie die Begriffe einfach schieben und dehnen, bis sie da irgendwie reinpassen und sagen: "Wer es anders festlegt, der ist intolerant." - Das klingt vielleicht gut und man weiß nicht mehr viel drauf zu sagen, aber es ist nicht seriös.
Natürlich gibt es auch, was das Christsein anbetrifft, Grauzonen und verschwimmende Ränder. Aber im Großen und Ganzen ist es klar, was ein Christ ist, (dazu noch später) und eins will ich Ihnen sagen: "Irgendwie an Gott zu glauben" macht einen noch nicht zum Christen. Man wird auch nicht zu einem Philharmoniker, nur weil man "irgendwie" auf einem Kamm blasen kann.

2. Irrtum: Ich kann auch ohne Kirche Christ sein
Oft höre ich: „Meinen Glauben kann ich auch daheim leben, Herr Pfarrer.“ Und viele setzen noch eins drauf: „Und eins sage ich Ihnen: So gut wie die, die jeden Sonntag hier in die Kirche rennen, bin ich schon lange!“ -
Und sie stehen mit ihrem Abstand von der Gemeinschaft damit sogar aufeinmal als die besseren Christen da, weil sie zu den „Heuchlern“ nicht gehören.
Ich halte dagegen: Es geht nicht ohne Kirche, es geht nicht ohne die Gemeinschaft der anderen, die auch glauben, die mit auf dem Weg sind.
Mit „Kirche“ meine ich nicht nur die evang. Kirche, mit „Kirche“meine ich jede Gemeinschaft von Menschen, katholisch, freikirchlich, baptistisch, usw.... die glauben, und in deren Mitte Gott mit seinem Geist, seiner Kraft und seiner Liebe lebendig ist und wirkt.
„Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter euch“, da ist Kirche!- so hat es Jesus versprochen. Und er hält seine Versprechen. Alle! Und er hat dieses Versprechen nicht an eine bestimmte Konfession gebunden.
Christsein ohne Kirche ist so ähnlich wie ein Fußballer, der immer nur gegen die Wand bolzt. Das wird sehr bald öde, er lernt nichts mehr, hat keinen Spass mehr. Er gibt auf.
Er braucht die Mannschaft, er braucht seine Positon im Team, das Training, das Spiel. Christsein ohne Kirche ist genauso undenkbar wie ein Fußballspiel ohne Mitspieler. Für die Christen aller Zeiten war diese Mannschaft nötig, absolute Grundbedingung, sonst hätten sie nicht spielen können.

3. Irrtum: Für´s Christsein reicht es, Kirchenmitglied zu sein
Aber Vorsicht: Für´s Christsein reicht es noch nicht, Kirchenmitglied zu sein. Diese Argumentation würde noch nicht mal im Sportverein durchgehen. Sie können noch so sehr am Stammtisch über das letzte Fußballspiel g´schaftln, sie werden dadurch kein Lothar Matthäus. Sie können dem Roten Kreuz einen dicken Betrag überweisen, aber dadurch sind Sie kein Rettungssanitäter. Und Sie können noch so lange im Hühnerstall sitzen, Sie werden dadurch kein Huhn!
Kirche ist notwendig, aber die Mitgliedschaft allein reicht nicht!

4. Irrtum: Für´s Christsein reicht es, ein anständiger Mensch zu sein
Das Problem fängt schon damit an, dass dieses "Anständigsein" für jeden etwas anderes sein kann. Ein Metzgermeister versteht unter „anständig“ etwas anders als ein Vegetarier, ein Kernkraftingeneur versteht etwas anders darunter als ein Atomkraftgegner, und ein PDS - Mitglied versteht darunter wahrscheinlich etwas anderes als ein Mitglied der Bayernpartei. Alle halten sich für anständig und darum auch für Christen.
Und wahrscheinlich sind auch alle, je nach ihrem Verständnis anständig. Aber mit dem Christsein hat das erst mal noch gar nichts zu tun. Ich will es vielmehr umgekehrt machen. Ich habe in meinem Leben Zighunderte von Christen getroffen und kennengelernt. Und ich sage Ihnen eins: Es war nicht ein einziger "anständiger Mensch" dabei. Von xy vielleicht abgesehen. Hey, wer hat denn hier in meinem Manuskript rumgeschmiert?
Verstehen Sie mich nicht falsch: Es waren viele nette Leute dabei. Aber es war nicht ein einziger dabei, der auch nur halbwegs den Maßstäben der Bibel, das heißt den Maßstäben Gottes genügt hätte. Nicht ein einziger, der nicht Abgründe in sich getragen hätte. Nicht ein einziger, der seinen Mitmenschen nicht auch unendlich viel zu schaffen gemacht hätte.
Vielleicht schockt Sie das. Aber eigentlich sollte es das nicht. Denn Jesus sagt: "Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten. Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, zu suchen, was verloren ist."
Wenn man das Ernst nimmt, müsste man, was man sosnt so hört, eigentlich umdrehen:
Nicht: "Der rennt immer in die Kirche, der hält sich wohl für etwas Besseres"
Sondern: "Der rennt immer in die Kirche, der hält sich wohl für einen Sünder."
Nicht: "Schau dir mal den an. So was will Christ sein und macht und dies und jenes."
Sondern: "Der erlaubt sich aber was. Kein Wunder, dass der Christ ist. Der hat’s nötig!“
Das ist ein wichtiger Wesenszug von Kirche: Eine Ansammlung von Sündern, von Menschen, die meilenweit davon entfernt sind, den Maßstäben Gottes oder auch nur unserer bürgerlichen Moral zu entsprechen, und die Jesus deswegen eingesammelt hat, um sie trotzdem zu retten.
Ich glaube nicht, dass in der Kirche schlechtere Menschen sind als wo anders. Was ich sagen will, ist, dass wir Sünder sind - ausnahmlos. Und die Kirche ist für mich der Ort, wo man sich das endlich mal eingestehen darf, dass man Ecken, Kanten und Abgründe hat.

5. Irrtum: Zum Christ sein reicht es, etwas für wahr zu  halten...
"Ein Christ", so sagen viele, "ist jemand, der ..." - und jetzt gibt es verschiedene Stufen -
a)  der glaubt, dass es Gott gibt,
b) der alles oder das meiste für wahr hält, was in der Bibel steht - bis hin zu
c) der glaubt, was die Kirche sagt.
Obwohl ziemliche Unterschiede zwischen diesen Positionen sind, gibt es eine Gemeinsamkeit: "Christ ist jemand, der ganz bestimmte Aussagen für wahr hält."
Das Missverständnis dabei ist: Glauben = Fürwahrhalten. Das stimmt einfach nicht.
Stellen Sie sich vor, jemand fragt mich: "Bist du verheiratet?" Und ich sage:
a)  "Natürlich. Ich glaube an die Existenz einer Frau namens Petra."
 "Nee, nee, nee", antworten Sie, "ich will wissen, ob du verheiratet bist." -
b)  "Nun, sage ich: Ich halte alles für wahr, was ich über sie gelesen habe." -
 Und weil der immer noch wie ein Auto guckt, würde ich schnell hinterherschicken:
c) "Und ich glaube auch alles, was ihre Mutter über sie sagt."
Ich glaube, der würde dann meinen, dass bei mir Hopfen und Malz verloren ist.
Der Knackpunkt ist bei der Frage des Verheiratetseins genau der selbe wie beim Christsein. Die Frage ist nicht, ob ich an die Existenz dieser Person glaube oder irgendwas über sie für wahr halte, sondern ob ich eine persönliche Beziehung zu ihr habe und wie diese Beziehung aussieht.
 

Lauter Missverständnisse. Die Frage bleibt: Wann ist ein Christ nun ein Christ? Und die Bibel gibt uns da eine eindeutige Antwort:
Ein Christ ist jemand, der eine persönliche Beziehung zu Gott  / zu Jesus Christus hat.

Darum geht es, das macht einen Menschen zum Christen.
Aber wie bekomme ich so etwas?
Im Johannesevangelium heißt es einmal (Joh 1,12): "Die ihn (=Jesus) aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein.“
Ich bekomme eine persönliche Beziehung  zu Gott, indem ich Jesus - nun rede ich mal ganz fromm - in mein Leben aufnehme.Ich werde Christ, indem ich ihn in mein Leben einlade, indem ich ihm mein Herz öffne und indem ich zum Beispiel folgendes Gebet sage:
"Jesus, komm du in mein Leben. Ich werde den Maßstäben Gottes nicht gerecht. Ich werde nicht einmal meinen eigenen Maßstäben gerecht, wenn ich ehrlich bin. Aber du, Jesus, bist gekommen, um Leute wie mich zu sammeln, zusammenzuführen zu einer Gemeinde.
Herr, ich gebe dir meine Vergangenheit. Mache alles heil, was es da gibt an Verletzungen, an Schuld und an Not. Ich gebe dir meine Vergangenheit mit der Bitte, dass du mir zum "Heiland" wirst. Ein altmodisches Wort, aber es drückt genau das aus, was ich brauche, wenn ich auf meine Vergangenheit schaue.
Und ich lege meine Zukunft in deine Hand. Ich möchte meinen Weg nicht mehr ohne dich gehen. Ich möchte mehr und mehr lernen von dir, ich möchte mich mehr und mehr an dir orientieren. Ich möchte, dass du mein - jetzt wieder so ein altmodisches Wort - "Herr" wirst, dass du die uneingeschränkte "Nummer 1" in meinem Leben wirst, dass nichts und niemand mir wichtiger wird als du.
Herr, ich lade dich in mein Leben ein, verändere mich und lass‘ uns zusammen gehen! Sei der Heiland meiner Vergangenheit und der Herr meiner Zukunft."

Liebe Freunde, wenn Sie irgendwann einmal so ein Gebet aufrichtig und von Herzen gesprochen haben oder wenn Sie dieses Gebet leben, auch wenn Sie es so vielleicht noch nie ausgesprochen haben, dann sind Sie ein Christ.

Ganz sicher. Und mehr braucht es dazu nicht, aber auch nicht weniger!
Noch einmal anders formuliert, auch mit einem biblischen Begriff: Christ ist man dann, wenn man sich bekehrt hat. Christ wird man durch Bekehrung. Und durch nichts anderes. „Bekehrung“ heißt, dass ein Mensch eine Lebenswende vollzieht. Der Mensch kehrt sich von einem Leben ab, das hauptsächlich auf sich selber oder auf andere Dinge ausgerichtet war. Er kehrt um und richtet sein Leben aus auf Christus.
Und das kann auf zwei Arten und Weisen passieren: Entweder Knall auf Fall, oder in einem sich über einen längeren Zeitraum hinziehenden Prozess.
Bekehrungsmodell A:  „Knall auf Fall“
Da gibt es Leute wie Paulus vor Damaskus. Der Mann ist ein Christenverfolger und hat plötzlich eine Christusoffenbarung. Er fällt geblendet von einem gewaltigen Licht hin und bekehrt sich. Eben noch Christenverfolger, jetzt Jesusanhänger. Die klassische Bekehrung. Für einen Mann wie  Paulus gab es einen "Tag X" - der übrigens nicht im Voraus planbar ist - und für viele gab und gibt es das auch. Sie können den Tag nennen, an dem ihr Leben die entscheidende Wende genommen hat.
Bekehrungsmodell B: „Eile mit Weile!“
Ist sehr viel häufiger. So sah auch mein Weg zum Glauben aus. Jemand bekehrt sich nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt und richtet sich mehr und mehr auf Christus aus. Wie so eine Waagschale, wo ein Steinchen nach dem anderen drauf gelegt wird, und sie senkt sich langsam. Und irgendwann kippt die Waage, und man hat es gar nich so richtig gemerkt. . Über 70% aller Christen sagen: „So bin ich zum Glauben gekommen. Irgendwann einmal habe ich festgestellt, dass die 'Waage gekippt‘ ist, dass ich eigentlich schon längst glaube.“ Da war kein Tag X, aber sie haben sich bekehrt. Ihr Leben hat eine neue Ausrichtung bekommen. Sie sind nicht "auf dem Absatz" umgekehrt, aber sie sind umgekehrt. Ihr Leben hat die neue Ausrichtung auf Christus. Die hatte es vorher nicht.

In unserer Gemeinde legen wir Sie nicht auf einen bestimmten Weg fest. Klar scheint uns, dass man nur über eine wie auch immer geartete Bekehrung Christ wird. Aber kein Mensch wird Sie festnageln, wie Sie zum Glauben kommen sollen. Sie bekommen bei uns alle Zeit der Welt, um einen langsamen Bekehrungsprozess zu durchlaufen. Aber von einem kann sie keiner entbinden: Nämlich, dass Sie Jesus in ihr Herz aufnehmen.
Für heute Abend lade ich Sie ein, einen dieser beiden Wege zu gehen. Nehmen Sie sich und ihr Gefühl ganz wichtig. Sie spüren es, wieviel Zeit sie brauchen.
Wenn Sie Christ in dem oben beschriebenen Sinne werden wollen, aber noch ein wenig Zeit brauchen, dann laden wir Sie ein auf eine Reise. Wir bieten für den Herbst wieder einen Alfa - Kurs an, - wenn sie sich dafür interessieren, kreuzen sie das in unserem Fragebogen an und geben sie uns ihre Adresse. Wenn sie eher vorsichtig sind und für sie Sie ein solcher Kurs zu viel ist, werden wir in nächster Zukunft einen Schnupperabend anbieten, in dem man ohne Vorkenntnis, ohne Angst, irgend etwas nicht zu wissen oder dumm dazustehen, in einer lockeren Atmosfäre, erste Kontakte mit biblischen Texten und mit anderen Christen aufnehmen kann. Auch dazu können sie sich bei Interesse im Fragebogen eintragen.
Wenn Sie aber so ein Paulus sind, der gerne schnell ganze Sache macht, dann nehmen Sie sich so eine Karte mit: Darauf ist ein Gebet abgedruckt, das Sie nachsprechen können. Auch hier gilt: Sie können es heute abend alleine im Bett vor sich beten, oder kommen Sie jetzt direkt nach dem Gottesdienst auf mich und unsere Mitarbeiter zu, und wir sprechen gemeinsam das Gebet und segnen Sie gleich für diesen neuen Lebensabschnitt.
Und zum Schluss noch eine letzte Bitte: Lassen Sie sich niemals von jemandem einreden, Christsein sei mühselig oder etwas, wovor man Angst haben müsste.

6. Irrtum:Christsein ist langweilig oder mühselig!
Viele Leute haben solche Ängste, und das Theaterstück hat das sehr schön thematisiert. Vergessen Sie es!
Selbst wenn manche Leute, die sich Christen nennen, nicht so aussehen: Christsein ist eine unglaubliche Daseinssteigerung. Christsein ist ganz sicherlich kein Ritt auf Wolken, aber Ihr Leben wird froher und erfüllter, und Sie erfahren ein vorher nie gekanntes Maß an Freiheit. Manche haben Angst, dass sie sich selbst verlieren oder dass ihre Persönlichkeit sich verändert. Das ist, wie wenn Sie Angst vor dem Verliebtsein hätten. Völlig unnötig. Wer sich an Gott verliert, findet sich selbst, verliert nicht, sondern er gewinnt an Persönlichkeit. Er wird das entwickeln, was in ihm von Gott her angelegt ist.
Und wenn ich vorhin gesagt habe: "In der Kirche sind lauter „unanständige“ Leute, lauter Sünder, dann war das nur die halbe Wahrheit. Denn gerade, weil wir uns das hier eingestehen dürfen, erlebe ich die christliche Gemeinde als etwas ungemein Befreiendes, und ich wüsste keine Gemeinschaft, in der ich lieber leben  würde. --- Vielen Dank.

p.s.: Wenn  Sie Fragen zu dieser Predigt haben, versuchen wir sie gerne, sie  zu beantworten:
Evang. Pfarramt Ludwigsmoos, Ludwigstr. 145, 86669 Ludwigsmoos
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