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Geschmäcker sind nicht nur verschieden - sie verändern sich auch laufend. Van Gogh - zu seiner Zeit verlacht - ist heute ein Star unter den Künstlern, umgekehrt sind Nierentisch und Elvistolle, die in den 50er Jahren für Furore sorgten, aus der Mode gekommen. „Warum rülpset und furzet ihr nicht“, soll Martin Luther seine Gäste gefragt haben, „hat es euch nicht geschmacket?“ Das war im 16. Jahrhundert. Heutzutage wäre es geschmacklos, wollte man mit Verdauungsgeräuschen signalisieren, das man mit dem Essen zufrieden war. Aber nicht nur beim Benehmen, auch in der Kunst, im alltäglichen Miteinander, in Mode und Design gibt es Geschmacksveränderung. Den Spuren dieses Wandlungsprozesses zu folgen ist das Ziel der Ausstellung, die von Irene Stadler, Dipl.-Soziologin und vhs-Dozentin (Studium Generale), kozipiert wurde
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