Wenn's mal wieder etwas länger
dauert ..., dann könnte der Grund auch ein Volleyballkrimi sein; Ganze zwei
Stunden dauerte gleich das erste Match der Herren III in der Saison
2004/2005. In Manching traten am Samstag, 23.10. die Neuburger zunächst
gegen die Hausherren von der MBB-SG sowie anschließend gegen den SSV
Schrobenhausen 2 an.
Und auch dieses Mal konnten die Neuburger nur mit sieben Spielern antreten -
ohne Auswechselmöglichkeiten auf der Mittelblock- und der
Zuspieler-Position.Diese Personalnot hatten Trainer Helmut Fleißner und Käptn Dieter Reischl
bereits vor einigen Wochen prognostiziert, als wir einen Spieler an Team
Herren 1 abgeben mussten. Aber es half ja nichts, und so taten wir Sieben
(Dieter R., Christoph R., Helmut F., Alfons E., Robert Ch., Alwin G. und
Detlev S.) in Manching unser Möglichstes für einen gelungenen Saisonstart
des TSV Neuburg III.
Die MBB-SG Manching stellte sich schon nach wenigen Punkten als
gleichwertiger Gegner dar und damit waren es in allen Phasen des
Spiels jeweils nur wenige Punkte oder auch nur wenige Fehler, die dann
jeweils die Entscheidungen zu Gunsten einer Mannschaft herbeiführten.
Während aber im ersten Satz wir TSVler eine 21:19-Führung nicht nutzen
konnten und den Satz mit 21:25 verschenkten, waren die Manchinger im zweiten
Satz sehr wohl in der Lage, ihre knappe 23:21-Führung in einen Satzgewinn zu
verwandeln (25:22). Nur etwas zu wenig Entschlossenheit in der Abwehr und
mangelnde Konzentration in einigen Phasen (vor allem immer wieder bei den
Aufschlägen und in der Aufschlagannahme) waren auschlaggebend für den
0:2-Satzrückstand.
Aber wie schon erwähnt, taten wir Sieben alles Mögliche,
um den Tag doch noch feiern zu können! Zwar blieb das Spiel jederzeit sehr
ausgeglichen, aber wir wussten mit dieser Tatsache von jetzt an besser umzugehen: Die
knappen Spielstände von 22:22 im dritten Satz oder 21:19 im vierten Satz
konnten uns nicht mehr derart beeindrucken, und wir schafften es in beiden
Sätzen, unser nunmehr sehr variables Angriffsspiel durchzuziehen. Mit 25:22
und 25:19 entschieden wir Satz drei und vier für uns, sodass ein fünfter
Satz (bis 15 Punkte) die Entscheidung gegen Manching bringen musste.
Unser Herren-III-Team ging mit Riesenstimmung und großer Euphorie in diesen
Entscheidungssatz - verständlicherweise war Manching etwas konsterniert,
denn keiner hatte mit dieser Energieleistung der Neuburger nach dem 0:2
gerechnet.
So war zwar auch der fünfte Satz heiß umkämpft, aber wir
schafften uns von Anfang an einen kleinen, feinen 2-Punkte-Vorsprung, den
wir durch großen Einsatz und Siegeswillen bis zum 15:13-Spielgewinn - nach
fast 2 Stunden Spielzeit - halten konnten! Cool, hhö, hhö, hhö.
Ein ganz anderes Kaliber hatten wir aber danach noch als zweiten Gegner zu
bewältigen: den SSV Schrobenhausen 2, eine Mischung aus Spielern der letztjährigen Zweiten und der Ersten, also des Bezirksligateams der
vergangenen Saison. Dementsprechend hatten die Schrobenhausener schon im
ersten Spiel des Tages die Manchinger mit 3:1 Sätzen relativ klar bezwungen.
Die psychisch und körperlich anstrengenden fünf Sätze gegen Manching merkte
man uns denn auch vor allem zu Anfang der Begegnung gegen den SSV an. Kurze
Phasen mit schlechter Annahme oder schlechten Pässen hatten wieder
ausgereicht, um 8:13, 13:20, 16:21 zurückzuliegen und den ersten Satz klar
mit 17:25 Punkten abzugeben. Aber wie üblich bei Neuburgs Dritter: Wir
kommen zurück!
Und gerade unsere bisherigen Schwächen, die Aufschlagannahme und die Abwehr
sollten in diesem Spiel zu einem echten Grundstein für ein spannendes
Spiel gereichen. Absolut ausgeglichen spielten beide Mannschaften in
Manching vor immer mehr Zuschauern auf - ein
Unikum im Volleyballsport, denn die dritte Begegnung der beiden
Gastmannschaften gegeneinander stößt im allgemeinen nie auf besonderes
Interesse des jeweils heimischen Publikums.
Die Ausgeglichenheit spiegelt
sich auch im Satzverlauf wieder: Über 9:9, 14:15 und 20:19 bis zum 23:23 und
zu einem glücklichen 25:23-Satzgewinn - für Schrobenhausen! Leider konnten
wir auch in diesem Satz nicht alles "richtig" machen: Viele eigene
Aufschlagfehler und einige unnötige Leichtsinnsfehler im eigenen Angriff
hatten uns den ebenso möglichen Satzgewinn gekostet.
Natürlich gaben wir uns
nicht auf, so ärgerlich der erneute Satzverlust auch war. Aber der
Kräfteverschleiß war nun in beiden Teams zu spüren und die Schrobenhausener
nutzten jetzt ihren Vorteil einer "gut gefüllten, vollwertigen Ersatzbank"
mit frischen, ausgeruhten Spielern. Umso erstaunlicher war unsere Führung,
die wir im dritten Satz über ein 10:4 bis zu einem 13:6 aufbauen konnten.
Aber im Volleyballsport ist so eine Führung noch kein Garant für den
Satzgewinn - unser abermaliger Leistungseinbruch, auch diesmal vor allem in
punkto Aufschlag und Angriff, aber auch mit Defiziten im Zusammenspiel der
Steller, kostete uns Punkt um Punkt, bis Schrobenhausen auf 15:20 und 20:20
herangekommen war. Während die Lenbachstätter wussten, dass sie nur mehr
wenige Punkte zum Matchgewinn brauchten, war bei einigen von uns die
Psyche
nach acht aufeinanderfolgenden Punkten des Gegners wohl völlig geknickt und
ein paar weitere Eigenfehler bis zum 21:25 und zum 0:3-Endstand für
Schrobenhausen waren die unausweichliche Folge. Hmm.

Noch können wir nicht wissen, wieviel unser Sieg gegen Manching wert ist und
wie schlimm unsere Niederlage gegen Schrobenhausen ist, da die Runde noch
ganz am Anfang steht.
Schon am 6. November werden wir aber in Lenting zu
Spielen gegen den TSV Lenting 2 und gegen den SV Baar antreten, und an
diesem Spieltag wird sich dann wohl auch eine Tendenz in der Tabelle
herausstellen.
Schließlich konnten wir aber wenigstens mit drei Erfolgsmeldungen nach Hause
fahren:
Erstens ein gewonnenes Spiel, zweitens die Gewissheit, dass wir
mit größerer Besetzung, den damit verbundenen Wechselmöglichkeiten und
dadurch höherer Konzentration und Sicherheit auch stärkste Gegner schaffen
können.
Drittens wussten wir schon, dass unser Detlev noch etwas zu
feiern hatte!
(Hier seht ihr ein altes Foto von seinen früheren
Höhenflügen...)
So sind wir also recht beschwingt in einen gemütlichen Abend gegangen, und es ist übrigens noch
eine lange, rauschende Nacht geworden ... - ... Hhö, hhö, hhö.
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