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Jusos planen für Europa- und Bundestagswahl
Treffen mit der JUSO-Arbeitsgemeinschaft Ingolstadt


Jusos luden zur Podiumsdiskussion: „Politik für die Jugend in Stadt und Landkreis?“

Neuburg (  ) JUSO-Kreisvorsitzender Siegfried Sibinger (Aresing) eröffnete die Diskussion und wies auf Schwierigkeiten der Jugend wie zu wenige Ausbildungsplätze hin. Auch sei er der Überzeugung, dass die CSU in Bayern mit der Einführung von Studiengebühren die letzten Reste von Chancengleichheit an Bayerns Schulen und Hochschulen beseitigt habe. Dann gab er das Wort an Konrad Bauer, den Leiter des Kreisjugendamts im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen weiter.

Einleitend zeigte Konrad Bauer an einigen Zitaten, dass „die Jugend“ durch die Jahrtausende hindurch – wer kennt nicht das bekannte Zitat Sokrates von der Jugend – von „den Erwachsenen“ mit gewissem Misstrauen gesehen wurde. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahren mit 28.850 Personen einen Anteil von 31,6% an der gesamten Einwohnerschaft von rund 91.000. Die Altersgrenze von 27 Jahren ziehe das Jugendamt deswegen, weil bis dahin noch bestimmte Maßnahmen und Förderungen des Jugendamts möglich seien.

Das Kreisjugendamt bestehe aus dem Jugendhilfeausschuss mit 25 Personen (darunter 8 Kreisräte) und der Verwaltung mit 24 Personen. Diese Konstellation sei so eigentlich einmalig.

43 verschiedene Maßnahmen werden im Landkreis von Jugendamt angeboten und betreut, wobei hier die Aktivitäten des Kreisjugendrings nicht dazugezählt werden. Allein rund 730 Amtspfleg- und Beistandschaften sind zu betreuen, durchzuführen zu veranlassen sind 600 Personen mit Unterhaltszuschuss, Beurkundungen, Kindergarten, -krippen und Horstaufsicht, Tagespflegewesen, wirtschaftliche Jugendhilfe und Jugendschutz im Bereich der Verwaltung. Bei den sozialen Diensten geht es um 450 Personen mit erzieherischen Hilfen, Jugendpflege, Heimunterbringung usw. Im Jahr summiert sich das auf über 3.000 Fälle. Dafür gab das Kreisjugendamt im Jahr 2006 insgesamt 7,8 Millionen EURO aus, allein in der Jugendhilfe netto 4,08 Millionen EURO.

Bauer machte an einigen Beispielen deutlich, dass es etliche Eltern gebe, die mit der Erziehung ihrer Kinder nicht mehr klar kämen, gerade in der Pubertät. So kämen Eltern und geben praktisch ihr Kind ab nach dem Motto „wir haben es jetzt lang genug gehabt“. „Wir erleben  einen Wandel in der Gesellschaft“, so Bauer. 1993 seien die Jugendhilfe kosten noch knapp unter 1 Million EURO gelegen und seien übrigens Pflichtaufgaben und Pflichtausgaben der Landkreise.

Der Gesetzgeber habe natürlich auch neue Instrumente in der Jugendhilfe geschaffen, um auf den gesellschaftlichen Wandel zu reagieren. Auch im Landkreis sei man neue Wege gegangen, weg von der Heimunterbringung hin zur offenen Jugendarbeit oder begleitenden Maßnahmen in der Familie, wenn irgendwie möglich. Dies stelle die 11 Sozialpädagogen im Jugendamt oft vor schwierige Entscheidungen. Seit 2003 konnte der Anteil der stationären Maßnahmen von 64,6% auf 50,3% (Ansatz 2997) gesenkt werden, der Anteil der ambulanten und teilstationären Maßnahmen stieg entsprechend von 35,4% auf 49,7% an. Dies spare nicht nur Geld, so Bauer, sondern habe sich in den meisten Fällen für die Jugendlichen als effizientere Hilfe erwiesen. Deswegen wolle man in Zukunft auf diesem Weg weitergehen.

Landratskandidat Michael Kettner unterstützte Konrad Bauer in diesem Anliegen. Er wäre gut, wenn verstärkt auf diesem Weg Schulsozialarbeit eingesetzt würde. Dies müsse an Hauptschule und Berufsschule Standard werden, so Kettner. Heinz Schafferhans bestätigte, dass sich der offene Treff bei der Arbeiterwohlfahrt bewährt habe und von den Jugendlichen gerne angenommen werde.

Modelle wie Familienhof und Verselbständigungshilfen fanden Isabella Katter und Christina Plehanova als sinnvolle neue Ergänzung in der Jugendhilfe. OB-Kandidat Horst Winter und SPD-Kreisvorsitzende Astrid Welter-Herzberger wollten den Familienverband ebenfalls stärken und dafür eventuell auch mehr Geld und Personal ausgeben, Krippen- und Hortkosten sollten als freiwillige Leistung des Landkreises für bedürftige Familien bezuschusst werden, langfristig müssten hier die Gebühren, auch bei den Kindergärten, abgeschafft und die Kosten von den Bundesländern übernommen werden. Dies seien nämlich auch Bildungseinrichtungen.

Diskutierten mit beim Thema Jugendpolitik (von links nach rechts): JUSO-Kreisvorsitzender Siegfried Sibinger, die Kreistags- bzw. Stadtratskandidaten Christina Plehanova, Isabella Katter und Heinz Schafferhans, SPD-Kreisvorsitzende Astrid Welter-Herzberger, Landratskandidat Michael Kettner und OB-Kandidat Horst Winter.

Konrad Bauer, der Leiter des Kreisjugendamts, stellte die umfangreichen Aufgaben seiner Amts vor.


Stimmung beim JUSO-Rock-Konzert: Nachwuchsgruppen überzeugten das Publikum

Neuburg (oh). Unplugged – es ist so etwas wie der Ritterschlag für eine Band. Ab den frühen 90’ern adelte der Musiksender MTV Legenden wie Eric Clapton, Nirvana oder jüngst auch KORN mit ihrer Konzertreihe MTV-unplugged. Legenden sind die Jungs und Mädels der Neuburger Bands „April Orange“ und „The Stereons“ gewiss noch nicht, aber bei ihrem gemeinsamen unplugged-Auftritt im Gewölbe P.A. wehte weit mehr als nur ein  Hauch jener legendären Musik-Sessions herüber.

Der Auftakt zum, von den JuSo’s Neuburg-Schrobenhausen inszenierten Konzert-Event, bildeten aber zunächst einmal wesentlich härtere Klänge. Aus München waren „The Prophecy“ angereist, um mit einem kraftvollen Gig einmal mehr ihre Live-Qualitäten unter Beweis zu stellen. In einer für manch Neuburger Konzertohr wohl etwas ungewohnten Dynamik ließen die Landeshauptstädter harte Gitarrenriffs mit sphärischen, mystisch anmutenden, Keyboardmelodien und mehrstimmigem Gesang aneinanderprallen. Heraus kam ein abwechslungsreicher Auftritt und Songs mit der von den Münchnern versprochenen „Ohrwurmgarantie“.

Schon in der darauf folgenden Umbaupause kündigte sich für das Publikum ein extremer Stilwechsel an. E-Gitarre und Keyboard machten Platz für Akustikgitarre und Bongos. Tisch und Stühle wurden auf die Bühne gestellt und ein leicht antik anmutender Kerzenständer komplettierte schließlich das Ambiente. Dicht gedrängt stimmten „April Orange“ und „The Stereons“ nun wesentlich sanftere Klänge an. Anstatt jeweils selbst aufzutreten hatten sich die beiden Neuburger Bands zu dieser gemeinsamen, sicherlich etwas ungewöhnlichen Session entschlossen. Ungewöhnlich aber durchaus eindrucksvoll. Nahezu in Perfektion, harmonierten die einzelnen Parts. Vor allem Lucie Schafferhans brillierte mit ihrer kraftvollen  Stimme. Lediglich bei den andern Gesangparts hätte sich der ein oder andere sicher etwas mehr Dynamik gewünscht. Bestätigt durch ein um Zugabe forderndes Publikum, zeigte sich dieses Experiment dennoch als mehr als gelungen. Ein Experiment, von dem sich das gros der Zuhörerschaft nach diesem Abend mit Sicherheit  eine Fortsetzung erhofft.

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„Erststudium muss gebührenfrei bleiben!“
Podiumsdiskussion der Kreis-Jusos Neuburg-Schrobenhausen

Neuburg (  ).  Während sich 1982 noch 23 Prozent der Studierenden aus sozial niedrigen Schichten rekrutierten, waren dies 2003 lediglich mehr 12 Prozent. Die soziale Selektion an Deutschlands Hochschulen schreitet weiter voran. Dennoch will die Bayerische Staatsregierung vermutlich schon im kommenden Jahr Studiengebühren einführen. Gegen diese Pläne regt sich vor allem an den Universitäten Widerstand. Der Juso-Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen hatte deswegen zu einer Podiumsdiskussion, moderiert von Kreisvorsitzendem Siegfried Sibinger, zum Thema „Studiengebühren – Entscheidet der Geldbeutel über die Bildung?“ ins Pfarrheim der Neuburger Christuskirche geladen.        mehr ...  


Studiengebühren - Entscheidet der Geldbeutel über die Bildung?

 
Jeseník: Partnerschaft auch auf Parteiebene
Kontakte SPD Neuburg und CSSD Jeseník vertieft   mehr ..
 
Regionaltreffen der Jusos in Neuburg
Auf Initiative des JUSO-Kreisvorsitzenden Siegfried Sibinger
(Aresing) trafen sich Vertreter der JUSO-Kreisverbände Eichstätt, Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen in Neuburg, um eine intensivere Zusammenarbeit zu vereinbaren  

  Youth for future
6 Punkte zur Jugendpolitik  

 




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