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Unter dem Motto „Das Leben der nordamerikanischen Indianer“ stand das große Sommerzeltlager der Pfaffenhofener und Wolnzacher Bund Naturschutz-Kindergruppen. Dieses Jahr waren auf Einladung der Organisatorin Martina Körner (BN Wolnzach) das erste Mal die BN-Kindergruppen aus Neuburg und Schrobenhausen dabei.
Bei strahlendem Sonnenschein genossen insgesamt über 50 Kinder zwischen vier und siebzehn Jahren und ca. 15 Gruppenleiter und –leiterinnen den Wochenendaufenthalt an der frischen Luft.
Der Zeltplatz des Kreisjugendrings in Langenbruck bot die ideale Kulisse für ein Clan-Treffen der besonderen Art. Ihr Lager, bestehend aus zwölf großen Tipis, hatten die „Biber“, die „Füchse“, die „Frechdachse“, die „Lieben Dachse“, die „Brennnesselbande“ und der „Eisvogel-Clan“ aus Schrobenhausen rund um eine große Feuerstelle inmitten der Waldlichtung aufgeschlagen.
Nachdem die Kinder sich standesgemäße Kleidung gefertigt und mit indianischen Motiven und Ornamenten verziert hatte, gab es zum gegenseitigen Kennen lernen ein großes Begrüßungspalaver am Feuer. Die Kinder und Jugendlichen gaben sich indianische Namen, von Klassikern wie „Schlauer Wolf“ bis zu originellen Schöpfungen wie „Wahnsinniges Rind“ oder „Riechender Fisch“.
Am Samstag wurden Workshops angeboten. So konnten Trommeln gebaut, Speere, Holzmesser, Pfeil und Bogen geschnitzt, Indianerschmuck, Lederbeutel, Stirnbänder, und vieles mehr gebastelt werden. Alles wurde sofort ausprobiert und in’s Lagerleben integriert.
Der Höhepunkt eines jeden Pfaffenhofener BN-Kindergruppen-Zeltlagers ist ein Nachtspiel, welches diesmal von den Jugendgruppen mit Geschichte und Darstellern versehen wurde.
Bei anbrechender Nacht mussten die Clans einen im Wald versteckt lebenden Schamanen finden, der den Pfeil des Jägers mit magischen Kräften versehen sollte. Nur dann konnte das Lichtmonster besiegt werden, welches alles Licht zu fressen drohte. Um die notwendigen Utensilien für das magische Elixier zu erwerben, mussten unterwegs im dunklen Wald Aufgaben gelöst werden. Die verkleideten Jugendlichen verteilten sich an verschiedenen Stellen, um die Suchenden auf den richtigen Pfad zu geleiten oder ein bisschen zu erschrecken!
Auch der „Eisvogel-Clan“ aus Schrobenhausen mit seinen Häuptlingsfrauen Brigitte Streber und Renate Schwäricke war bei dieser nächtlichen Mission erfolgreich, weshalb selbstverständlich auch am Sonntag die Sonne wieder aufging. Fast echte, ziemlich müde Indianer nahmen dann nach diesem friedlichen aber aufregenden Wochenende Abschied voneinander.
Mittendrin beim großen Powwow der Pfaffenhofener BN-Kindergruppen: der Schrobenhausener "Eisvogel-Clan" mit Häuptlingsfrau Renate Schwäricke (Mitte)
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In diesem Jahr war Sebastian Schönauer, stellvertretender Landesvorsitzender des Bund Naturschutz als prominenter Passagier mit an Bord. Schönauer ist gebürtiger Pörnbacher und hat nach eigenen Worten „in der Paar schwimmen gelernt“. Im Bund Naturschutz leitet er den Arbeitskreis Wasser und setzt sich auch hier für den Schutz und die Entwicklung naturnaher Fließgewässer ein. Unterstützt wird er u. a. von Umweltwissenschaftlerin Renate Schwäricke aus der Ortsgruppe Schrobenhausen, deren Einladung zur Kaperfahrt in der alten Heimat, er gerne folgte.
Flüsse wie die Paar, die im Abschnitt zwischen Weichenried und Freinhauser Mühle weder begradigt und verbaut, noch durch Triebwerke oder Wehre zerstückelt ist, sondern sich naturnah durch die Landschaft schlängelt, sind mittlerweile Deutschland weit selten geworden. Die Paar ist deshalb ein Refugium für viele vom Aussterben bedrohte und gefährdete Pflanzen- und Tierarten, die auf unverbaute Ufer, nicht aufgestaute Fließgewässer und eine Verbindung zur intakten Flussaue als Lebensraum angewiesen sind. Auch an der Paar sind solche Abschnitte rar.
Bei traumhaftem Wetter erfreuten sich die 30 kleinen und großen BN-Leichtmatrosen nichts desto trotz an der idyllischen Natur. Tief herabhängende Äste, quer liegende Baumstämme, fast ein Mann über Bord, Biberfraßspuren, kreuzende Eisvögel und die rasante Fahrt über Abstürze machten die Bootstour zu einem aufregenden, unvergesslichen Flussabenteuer. Ein kleiner Halt zur Halbzeit mit Lagerfeuer, Stockbrot und Biobratwurst rundeten den gelungenen Ausflug ab.
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Die Überwindung von Hindernissen, wie hier eines umgestürzten Baumes, stellte höchste Anforderungen an die Crew und machte die Tour zum echten Abenteuer Wildnis |
Kollegen im BN-Arbeitskreis Wasser: Renate Schwäricke und Sebastian Schönauer, stellvertretender Landesvorsitzender des BN in Bayern, genießen zur Abwechslung mal ganz praktisch einen Tag am Wasser |
V.i.S.d.P.
Bund Naturschutz, Ortsgruppe Schrobenhausen,
i.A. Renate Schwäricke (r.schwaericke@gmx.de)
Tel. 08252 – 90 94 94