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Neuburg an der Donau - online
Neuburger Geschichte

Die Stadt Neuburg - heute Mittelzentrum mit über 28.000 Einwohnern - hat eine reiche Geschichte. Die Lage am Fluß bot schon den Steinzeitmenschen gute Voraussetzungen, Kelten und Römer errichteten gut befestigte Ansiedlungen auf dem Stadthügel, der heute die Altstadt Neuburgs umfaßt.

Im Jahr 798 wird Neuburg zum ersten Mal in altdeutscher Schreibweise als "Niwinburg" erwähnt. Neuburg gehört zu den ältesten bayerischen Stadtsiedlungen: Bereits im Jahr 1269 wird es zum ersten Mal in einer Einzelurkunde als Stadt bezeichnet. Nach dem Landshuter Erbfolgestreit und Erbfolgekrieg wird in einem Schiedsspruch im Jahr 1505 für die beiden noch unmündigen Prinzen Ottheinrich und Philipp (die beide im Neuburger Stadtwappen abgebildet sind) ein eigenes Fürstentum geschaffen, das als "Junge Pfalz", später als Pfalz-Neuburg bezeichnet wird.

Es umfaßt zuerst Gebiete um Neuburg, an der oberen Donau um Lauingen und Teile der Oberpfalz, später auch größere Gebiete der Rheinpfalz, zeitweise auch die Fürstentümer Jülich, Cleve und Berg am Niederrhein. Herzog Karl Theodor vereint beide Herzogtümer wieder unter gemeinsamer Herrschaft.

Nach den großen Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts kommt Neuburg zuerst zum Oberdonaukreis, später entsteht der Regierungsbezirk "Schwaben und Neuburg". Schon immer spielte das Militär für Neuburg eine wichtige Rolle. Seit 1828 ist Neuburg Sitz eines Regiments, zeitweise besteht bis zu einem Drittel der Bevölkerung aus Militärpersonen. Der Verlust der Garnison nach dem Ersten Weltkrieg bringt herbe wirtschaftliche Nachteile.

Die Industrialisierung Neuburgs beginnt zaghaft. Die um die Jahrhundertwende entstandenen Kreidebetriebe blieben bis zur Jahrhundertmitte die einzigen größeren Betriebe. Bis heute noch fördert die Firma Hoffmann Mineral die weltweit einzigartige Neuburger Kieselkreide, die Firma Globol (heute zur Firmengruppe Jeyes gehörig) dagegen hat ihre Produktion ganz auf chemische Produkte umgestellt.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit bringen auch für Neuburg einen enormen Bevölkerungszuwachs durch Evakuierte, Flüchtlinge und Vertriebene. Die Stadt dehnt sich rapide aus: Neue Siedlungen entstehen, z. B. die Ostend- und Schwalbangersiedlung.

Seit den fünfziger Jahren beginnt die planmäßige Ansiedlung von Industriebetrieben, zum Teil von überregional und international tätigen Werken: Europa-Carton, Eternit, Oberlandglas, Rockwool, Perlite, Bertrand Faure, Leonische Drahtwerke sind nur einige wichtige Namen.

Neuburg bietet eines der schönsten Altstadtensembles in Bayern, ist überregional bekannt durch seine kulturellen Einrichtungen wie Stadttheater, Jazzclub und Sommerakademie sowie das alle zwei Jahre stattfindende Schloßfest, ein historisches Stadtfest in der Tradtion der Renaissance.

Die Bevölkerungsentwicklung Neuburgs:
(jeweiliger Gebietsstand)


JahrEinwohnerzahl
18406.352
19008.036
19257.564
19399.616
194614.085
197018.699
197923.945
199527.112
200128.447


Die Oberbürgermeister der Stadt Neuburg seit 1954:

AmtszeitOberbürgermeister
1954 -1956Max Rucker
1956 -1959Oskar Wittmann
1960 -1984Theo Lauber
1984 -2002Hans-Günter Huniar
seit 2002Dr. Bernhard Gmehling


wm,AS, 03.10.98/11.09.2002
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