Krieger- und Soldatenverein Pobenhausen

 

 

Vereinsgeschichte

Die Entstehung der Kriegervereine

Die ersten Kriegervereine entstanden bereits um das Jahr 1815 in der Zeit nach den Koalitionskriegen. Seit 1842 bildeten sich besonders in Preußen solche Vereinigungen. Da es sich hierbei jedoch nur um sogenannte Militär-Begräbnisvereine handelte, konnten sich diese nicht lange halten, da eine echte Bindung innerhalb des Vereins fehlte.

Erst 1866, anlässlich des Deutschen Krieges zwischen dem Deutschen Bund und dem Königreich Preußen, setzte in Bayern ein neuer Aufschwung der Kriegervereine ein, der durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahr 1868 noch verstärkt wurde. Der nationale Gedanke bekam somit einen neuen Stellenwert.

Nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges 1871 und damit dem Ende der französischen Vorherrschaft in Europa, hatte dies auch bei den Kriegervereinen strukturelle Änderungen zur Folge. Seit dieser Zeit durften erstmals auch Soldaten beitreten, die noch nicht an Feldzügen beteiligt waren.

Im Jahre 1874 wurde nach der Gründung des Deutschen Kriegerbundes auch das bayerische Gegenstück, der Bayerische Kriegerbund gegründet. Aus diesem ist auch der heutige Dachverband, die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) e. V. hervorgegangen.

Die Vereinsgründung 1909

Auch in Pobenhausen machte der Aufschwung der Kriegervereine nicht halt, was am 16. Mai 1909 13 Gründungsmitglieder dazu veranlasste, einen örtlichen Krieger- und Veteranenverein zu gründen.

Aus dem Mitgliederbuch ersieht sich die erste Vorstandschaft wie folgt:

1. Vorstand Alois Regner, 2. Vorstand Xaver Kreitmeyr, Schriftführer Martin Heigl, Kassier Ludwig Grabmair und Fähnrich Xaver Kronthaler.

Außerdem werden folgende Veteranen in dieser Reihenfolge genannt:

Leonhard Bergsteiner, Martin Forster, Johann Gumpert, Josef Kneißl, Xaver Pichler, Alois Regner, Franz Schierl, Quirin Spies und Georg Stapf.

Von diesen werden Leonhard Bergsteiner und Josef Kneißl später auf der Kriegschroniktafel 1914/1918 als "Krieger von 1870/71" bezeichnet. Des Weiteren bezeichnen die aufgefundenen Sterbebilder von Alois Regner und Johann Gumpert diese als "Kriegsveteranen von 1870/71", was darauf hinweist, dass die genannten neun Veteranen im Gründungsprotokoll damals noch lebende Teilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges waren.

Bereits kurze Zeit später hatte sich die Mitgliederzahl des neugegründeten Vereins auf 38 erhöht. Damals zählte das Dorf Pobenhausen etwa 370 Einwohner.

Die Gründungsmitglieder entschlossen sich in einer konstituierenden Sitzung am 27. Juni 1909 zur Anschaffung einer Vereinsfahne, die den Symbolen dieser Zeitepoche entsprechen sollte. Für 950,- Mark wurde dieselbe in München gekauft.

Als Fahnenbraut werden Maria Dallmeir und als Festjungfrauen Barbara Baumgartner, Theres Dallmeir, Theres Kaltenhauser, Katharina Kreitmeyr und Maria Rusch genannt.

Die Fahnenweihe fand am 11. Juli 1909 bei den Linden neben dem Kirchhof statt. Die Feldmesse hielt Pfarrer August Bill.

Die Patenschaft übernahm der Veteranenverein Karlskron, aus dessen damaligen Kassenbuch auch noch der oben genannte Termin der Fahnenweihe ersichtlich ist (Der "Taferlträger" erhielt 1,50 Mark).

Ein weiteres Festprogramm fand auf dem Kalvarienberg statt, nachdem der Festumzug allerdings wegen schlechter Witterung ausfiel.

Schon nach kürzester Zeit brachte es der Verein durch kameradschaftliche Geschlossenheit zu hohem Ansehen in der Dorfgemeinschaft.

In der Vorstandschaft wurden bis heute bestehende Traditionen geschaffen, wie die statutengemäße Kranzniederlegung und Begleitung von Fahnenabordnung und Kapelle bei Begräbnissen von Mitgliedern.

Der Jahresbeitrag wurde im Jahre 1910 mit 1,- Mark beziffert.

Der 1. Weltkrieg 1914-1918

Das Vereinsleben kam nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zwangsläufig fast zum Erliegen, was auch die fehlenden Einträge im Protokollbuch zwischen 1910 und 1924 erklärt.

In dem "Ehren-Buch der Gemeinde Pobenhausen" wurden allerdings die heimgekehrten und die insgesamt 16 gefallenen Soldaten schriftlich und zum Teil auch bildlich erfasst.

Die Gefallenen und Kriegsgefangenen des 1. Weltkrieges 

Gefallene

Name

gefallen

Datum

1

Thomas Rusch

Lazarett Nürnberg (verwundet 23.09.1914 bei Werry)

23. Februar 1915

2

Josef Hackner

in der Schlacht von Verdun bei Thiaumont, Frankreich

23. Juni 1916

3

Thomas Baumgartner

in der Schlacht von Verdun bei Thiaumont, Frankreich

27. Juni 1916

4

Alois Weichselbaumer

Festungslazarett bei Mametz (Verwundungsfolge)

5. Juli 1916

5

Johann Ostermeier

in der Schlacht an der Somme bei Péronne, Frankreich

12. August 1916

6

Michael Winkler

in der Schlacht an der Somme, Frankreich

15. August 1916

7

Georg Dallmeier

in der Schlacht an der Somme bei Maurepas, Frankreich

18. August 1916

8

Johann Dallmeier

bei Perisani, Rumänien

2. November 1916

9

Josef Baumgartner

bei Laon, Frankreich

16. September 1917

10

Leonhard Bergsteiner

bei Rumbelle in Flandern, Frankreich

23. Oktober 1917

11

Karl Gumpert

in der Schlacht zwischen Oise und Aisne, Frankreich

30. Mai 1918

12

Xaver Triebenbacher

Feldlazarett (Folgen eines Kopfschusses), Frankreich

17. August 1918

13

Johann Kracklauer

bei Rethel in der Champagne, Frankreich

26. September 1918

14

Martin Weber

in Gefangenschaft bei Lille, Frankreich

(Festnahme 04.11.1918)

25. Februar 1919

15

Anton Sperl

vermisst in Frankreich

1916

16

Martin Kaltenhauser

vermisst in Frankreich

29. September 1918

Kriegsgefangene

 

Ort der Gefangenschaft

zurückgekehrt

1

Kaspar Ganser

Frankreich (Festnahme 08.07.1915)

Ende 1919

2

Anton Pichler

Camp Handforth, England (Festnahme 25.09.1915)

11. November 1919

3

Mathias Triebenbacher

Frankreich (Festnahme 28.09.1918)

Ende 1919

Die Zeit zwischen den Weltkriegen

Der Glaube an Frieden und Freiheit lies die Wunden nach Kriegsende schnell wieder verheilen und das Vereinsleben stabilisierte sich wieder.

Im Jahre 1920 wurde die neue Große Glocke "St. Ludwig" ("Wirts-Glockn") der Pfarrkirche Pobenhausen mit der Aufschrift "In eiserner Zeit dem Herrn geweiht, uns zur Seligkeit" und den Namen der Gefallenen von Ludwig Grabmair und Adam Häckl "zum ehrenden Gedächtnis" gestiftet.


Die "Wirts-Glockn" von 1920 mit der Aufschrift der Gefallenen des 1. Weltkrieges nach dem Abhängen des alten Geläutes im Juni 2008.


Mit der Vorstandswahl am 27. April 1924 erfolgte gleichzeitig der erste Generationswechsel. In dem mittlerweile 50 Mitglieder zählenden Verein wurde Martin Rusch zum neuen Vorstand gewählt.

Des Weiteren setzte sich die Vorstandschaft folgendermaßen zusammen:

2. Vorstand Anton Kreil, 1. Fähnrich Johann Ganser, 2. Fähnrich Georg Kraus, Fahnenbegleiter Johann Progner und Josef Tyroller, Kassier und Schriftführer Ludwig Grabmair und Vereinsdiener Anton Wieser.

Der bisherige Vorstand Alois Regner wurde auf Lebenszeit zum Ehrenvorstand ernannt, verstarb jedoch schon im Oktober desselben Jahres.

Die Aufnahmegebühr für Kriegsteilnehmer belief sich damals auf 2.- Mark, die für Ehrenmitglieder auf 3,- Mark.

Nach dem Tod von Kassier Ludwig Grabmair am 13. September 1935 wurde sein Sohn, August Grabmair, in der "Veteranenwahl" desselben Jahres zum neuen Kassier und Schriftführer gewählt.

Die jährliche Mitgliedsgebühr wurde mit 10,- Mark ausgewiesen und die Zahl der Vereinsmitglieder erhöhte sich mittlerweile auf 70.

Das Vereinsleben wurde zu damaliger Zeit von Frohsinn und kameradschaftlicher Geschlossenheit geprägt, was sich bei jeder bietenden Gelegenheit offenbarte. Als Beispiele lassen sich die Feierlichkeiten zu den Kriegerjahrtagen und sonstige Vereinsfeste nennen, die oftmals im Vereinslokal Grabmair abgehalten wurden.

Der 2. Weltkrieg 1939-1945

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verlor der Verein mit den im Hitler-Regime vorherrschenden Ideologien seine freiheitliche Grundbasis. Soldatenverbände wurden aufgelöst oder im NS-Reichskriegerbund gleichgeschaltet, an die Stelle der altehrwürdigen Fahnen traten Embleme mit dem Hakenkreuz.

Aus diesem Grund wurde die Vereinsfahne zu Beginn des Krieges an einem geheimen Ort versteckt, um zu verhindern, dass die Nationalsozialisten diese einziehen und zerstören.

In den Wirren der Nazi-Zeit fehlen ab 1935 bis über die Kriegszeit hinweg Eintragungen im Protokollbuch, das Vereinsleben kommt ein weiteres Mal zum Erliegen.

Unter all den Millionen Menschen, die diesem Krieg zum Opfer fielen, befanden sich auch 20 Kameraden aus Pobenhausen.

Mit dem Einrücken amerikanischer Truppen in Pobenhausen ging am 28. April 1945 auch hier der Krieg vorbei. Alle Kriegerverbände und deren Organisationen wurden noch im selben Jahr von den Alliierten aufgelöst und verboten, Aufzeichnungen im Protokollbuch ließen noch weitere sechs Jahre auf sich warten.

Die Gefallenen und Kriegsgefangenen des 2. Weltkrieges

Gefallene

Name

gefallen

Datum

1

Georg Hiller

in Konduja, Russland

14. März 1942

2

Josef Hader

in Herzogstein, Eismeerfont, Russland

7. Mai 1942

3

Josef Pichler

in Medwedewo, Russland

13. September 1942

4

Albert Ganser

am Bahnhof Waluiki, Russland

19. Januar 1943

5

Anton Glöckl

in Peskowka, Russland

14. März 1943

6

Max Holdenried

Feldlazarett Orel, Russland

17. Juli 1943

7

Thomas Kalteneker

in Ssoskalowa, Russland

27. August 1943

8

Kaspar Ettl

Lazarett in Nikolajew, Ukraine (verwundet 04.03.1944)

7. März 1944

9

Sebastian Kalteneker

in Ardea, Italien

19. März 1944

10

Quirin Hiller

in Golm, Polen

12. Mai 1944

11

Thomas Limmer

in Ostrowice, Polen

31. August 1944

12

Martin Kneißl

Lazarett in Nazzkaroly, Ungarn

11. September 1944

13

Anton Ettl

in Parvo, östlicher Kriegsschauplatz

13. September 1944

14

Ludwig Glöckl

in Gory, Polen

31. Oktober 1944

15

Jakob Hader

in Kriegsgefangenschaft in Dsheskagan, Kasachstan

8. Dezember 1946

16

Josef Bodensteiner

vermisst (am 28.04.1967 für tot erklärt)

1945

17

Egon Raith

vermisst

1945

18

Josef Rusch

vermisst bei Leningrad, Russland

1945

19

Johann Jund*

unbekannt

1945

20

Michael Schwarzbauer*

unbekannt

1945

Kriegsgefangene

Die meisten der sich zum Kriegsende noch im Dienst befindlichen etwa 60 Soldaten aus Pobenhausen gingen zumindest zeitweise in Gefangenschaft.

Die Spanne lag zwischen einem halben Tag und mehreren Jahren. Rückkehrer aus Russland kamen erst ab 1947 wieder zurück.

Der letzte Kriegsgefangene Jakob Rusch kehrte am 5. Oktober 1949 von der russischen Kriegsgefangenschaft nach Pobenhausen zurück.

zurückgekehrt

im Zeitraum

von 1945 bis 1949

*Bei Kriegsbeginn bereits in anderer Gemeinde gemeldet, daher später nicht mehr auf Denkmal verzeichnet.

 

Die Nachkriegszeit bis heute

Die 1950er Jahre: Neugründung des Vereins 1951

Infolge der raschen Normalisierung in den Jahren nach dem Krieg, konnten sich die Kriegervereine trotz Diffamierungen ab 1949 wieder neu formieren.

Das Protokoll nennt den 11. November 1951 als Tag der Vereinsneugründung, welche den heimgekehrten Soldaten und den aufgeschlossenen Veteranen zu verdanken war.

Zum 1. Vorstand wurde Martin Rusch wiedergewählt, als 2. Vorstand fungierte Franz Forster.

Die Aufnahmegebühr belief sich auf 3,- DM, der Jahresbeitrag wurde mit 2,- DM beziffert.

In der Vorstandswahl am 16. Mai 1954 wird Josef Kreitmeyr zum neuen 1. Vorstand gewählt, nachdem der bisherige Vorstand Martin Rusch im Dezember 1953 verstorben war. Franz Forster wurde als 2. Vorstand wiedergewählt.

Die Mitgliederzahl betrug zu dieser Zeit etwa 60 Mitglieder.

In der Generalversammlung am 16. März 1958 wurde die amtierende Vorstandschaft in ihrem Amt bestätigt, mit der Änderung, dass diese von nun an alle vier Jahre gewählt wurde statt wie vorher alle drei Jahre.

Des Weiteren wurde die Durchführung des 50-jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe, der bis dahin restaurierten Vereinsfahne im darauf folgenden Jahr beschlossen.

Das 50-jährige Jubiläum mit Fahnenweihe 1959

Zum 50. Jubiläum am 7. Juni 1959 konnte die in der Taubstummenanstalt Hohenwart restaurierte Fahne präsentiert werden.

Zugleich wurden auf die Fahnenseite mit dem Königswappen die Namen der verlustreichsten Schlachten der letzten Kriege angebracht, um das Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden weiterhin hochzuhalten.

So lesen wir noch heute auf unserer Fahne die Namen der vier größten Schlachten:

Sedan und Paris im Deutsch-Französischem Krieg 1870/71, die große Materialschlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg und Stalingrad, die Schicksalsschlacht im Zweiten Weltkrieg.

Pfarrer Frommelt aus Tegernbach weihte die Fahne auf dem Kalvarienberg, die weiteren Festlichkeiten wurden im Festzelt im Garten des Anwesens Kraus abgehalten.

Als Fahnenmutter fungierte Juliane Thaler, Zenta Bodensteiner als Fahnenbraut. Die Festjungfrauen waren Maria Siegl, Maria Kaltenhauser, Resi Ostermeier und Pauline Schreistetter.

Die 1960er bis 1980er Jahre: Konstante Phase und Beitritt zum BKV

Jubelverein hatte zu der Zeit der 50-Jahrfeier eine Stärke von 65 Mitgliedern, welche sich bis in die 1980er Jahre weitgehend konstant hielt.

Folgende Vorstandschaftsmitglieder konnten in diesen Jahren langjähriges Engagement aufweisen:

August Grabmair (Schriftführer und Kassier 1935-1986, 1987 Ehrenmitglied)

Josef Kreitmeyr (2. Vorstand 1951-1970)

Franz Forster (1. Vorstand 1954-1962)

Josef Wenger (Fahnenbegleiter 1954-1992, 1994 Ehrenmitglied)

Johann Roauer (1. Fähnrich 1954-1966)

Alois Brummer (1. Vorstand 1962-1977, 1977 Ehrenvorstand)

Xaver Rusch (Fahnenbegleiter 1966-1974, 2. Vorstand 1974-1977 und 1988-1992, 1.Vorstand 1977-1988, 1994 Ehrenmitglied)

Anton Kreil (2. Fähnrich 1966-1988, Vorstandsmitglied bis 1996, 1996 Ehrenmitglied)

Martin Heckner (1. Fähnrich 1966-1990)

Franz Roauer (2. Vorstand 1977-1988)

Die Aktivitäten im Verein beschränkten sich zu dieser Zeit überwiegend auf die jährlichen Kameradschaftsversammlungen, die Teilnahme an Gründungsfesten und die Beerdigungen von Vereinsmitgliedern.

Mit dem Entschluss in der Jahresversammlung am 2. April 1984, dem bayerischen Dachverband BKV e. V. im Folgejahr beizutreten, wurde ein neuer Aufschwung eingeleitet.

Verdiente und langjährige Mitglieder konnten seither standesgemäß ausgezeichnet werden. Außerdem waren seit dieser Zeit auch regelmäßige Aktivitäten wie die Teilnahme an Bezirkskameradschaftsfesten und Kreisverbandsschießen mit auf dem Programm.

Die große Spendenbereitschaft der Dorf- und Gemeindebewohner ermöglichte zudem die vollständige Restaurierung der Vereinsfahne, welche die Fahnenstickerei Kössinger aus Schierling durchführte.

Das 80-jährige Gründungsfest 1989

Am 27. März 1988 wurde Rudolf Watzl zum 1. Vorstand und Karl Roauer zum Kassier und Schriftführer gewählt. Der frische Wind in der Vorstandschaft mündete alsbald in der Planung eines größeren Vereinsereignisses – die Feier des 80-jährigen Jubiläums.

Nach der Gründung eines 13-köpfigen Festausschusses am 16. November 1988, fand unter dessen Leitung bereits ein Jahr später das 80-jährige Gründungsfest am 8. und 9. Juli 1989 in der Maschinenhalle der Familie Grabmair statt.

Am ersten Festtag wurde ein gemütlicher Dorfabend, musikalisch umrahmt von dem Ilm-Duo, abgehalten. Tags darauf folgte zusammen mit den Gastvereinen ein Kirchzug zur Pfarrkirche, nach dem Gottesdienst folgte die Totenehrung. Der Nachmittag bescherte den zahlreichen Gästen und den mittlerweile 100 Mitgliedern des Vereins mit der Blaskapelle Hohenried und etlichen Mitgliederehrungen weitere unvergessliche Stunden.

Das vergangene Jahrzehnt bis heute

Am 12. Dezember 2001 verstarb plötzlich und unerwartet 1. Vorstand Rudolf Watzl. Nach 13-jähriger umsichtiger und kameradschaftlicher Leitung der Vereinsgeschicke, wurde er mit allen Ehren zur letzten Ruhe geleitet wie es der Tradition entspricht.

Zur Jahresversammlung am 16. Februar 2002 wurde der seit 1992 als 2. Vorstand tätige Johann Häckl jun. zum 1. Vorstand gewählt. Mit ihm lenkt seither Erwin Spies als 2. Vorstand den Traditionsverein.

In kürzester Zeit wurde das Vereinsleben mit vielen Neuerungen belebt. Seither gehören Aktivitäten wie das "Steckerlfischgrillen" am Karfreitag sowie das Pokalschießen in Neuburg-Bittenbrunn mit zum Vereinsleben. An Letzterem nimmt unser Verein seit dem Jahre 2005 alljährlich in kameradschaftlicher Verbundenheit mit dem Veranstalter KSV Aresing, unserem Patenverein bei unserem Gründungsfest 2010, teil.

Dass der Verein dadurch auch für die Jugend immer interessanter wurde, zeigte sich durch die erneute Erhöhung der Mitgliederzahl auf mittlerweile 119 Kameraden.

Dem Engagement der jetzigen Vorstandschaft ist es mit zu verdanken, dass das 100-jährige Gründungsfest im Mai 2010 in so großen Umfang zusammen mit den Hubertusschützen gefeiert werden konnte.

Das vier Tage lang andauernde Fest konnte die Vereinsgeschichte und die Kameradschaft im Verein in erheblichem Maße bereichern und ging mit seinem beeindruckenden Festumzug am Festsonntag in die Dorfgeschichte ein.