Die Pfarrgemeinde St. Quirinus Pobenhausen
mit der Wallfahrtskirche auf dem Kalvarienberg
Der Ort Pobenhausen zählt 552 Einwohner, davon sind 491 Katholiken. Pfarrei und St.-Quirinus-Kirche haben eine
mehrere Jahrhunderte alte Geschichte. Der hochragende Kirchturm der relativ kleinen Pfarrkirche, ist von weitem schon
sichtbar. Seit ein paar Jahren ist dieser schöne Turm beleuchtet.
In der Pfarrgemeinde Pobenhausen findet man immer wieder aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die
ehrenamtlichen Dienste. Vorsitzende des Pfarrgemeinderates ist Brigitte Schurius. Kirchenpfleger ist Peter Ostermeier,
in dessen 16-jährigen Dienstzeit viele Renovierungs- und Bau-arbeiten fielen.
Am 1. Oktober 2000 feierte unser Mesner Hans Schauer sein 25-jähriges Mesner-jubiläum. Er leistet seinen
Mesnerdienst sowohl in der Pfarrkirche, als auch auf dem Kalvarienberg.
Über 25 Ministranten beleben durch ihren Einsatz die Gottesdienste. Seit zwei Jahren besteht eine Jugendgruppe
unter der Leitung von Bettina Pichler. Durch ihre Liedbeiträge verschönert die Jugendgruppe verschiedene
Gottesdienste.
Aus Altersgründen gab Willi Ganser nach über 50 Jahren seine erfolgreiche Tätigkeit als Organist und Chorleiter ab.
Auch unter der jungen engagierten Organistin und Chorleiterin Bettina Walter-Heinz ist der Kirchenchor voll bei der
Sache und die Kirchenmusik lebt weiter.
Intensiv hat sich die Gemeinde auf die Jahrtausendwende vorbereitet. Vom 1. Dezember 1999 bis Jahresende waren die
Gemeindemitglieder täglich zu Gebeten, Meditationen und Gesprächen eingeladen. Diese Angebote wurden lebhaft
angenommen.
In einem feierlichen Rahmen wird jährlich das Patrozinium mit Beteiligung von Ortsvereinen gefeiert. Nach dem
Festgottesdienst gibt’s ein gemütliches Bei-sammensein für die Pfarrgemeinde.
Bekannt ist der kleine Ort Pobenhausen aber vor allem wegen seiner über 300-jährigen Wallfahrtstradition. Die „Pobenhauserl“
sind nicht etwa kleine Menschen, sondern aus früherer Tradition süße „Mitbringsel“ vom Kalvarienberg, über die
sich die Kinder freuten.
Die Wallfahrtskirche auf dem Kalvarienberg ist der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht. Sie ist auch heute
noch Ziel vieler Pilgergruppen oder einzelner Pilger. Die Fastenfreitage bringen Priestern und Pilgern der
umliegenden Pfarreien das Ostergeheimnis näher. Viele Priester empfinden es als Ehre, hier auf dem Kalvarienberg die
Fastenpredigt zu halten.
Die jährliche Jugendwallfahrt an Christi Himmelfahrt, bei der viele Jugend-liche aus allen
Himmelsrichtungen sternförmig auf den Kalvarienberg zugehen, ist mittlerweile schon Tradition.
Doch besonders an Pfingsten heißt es: “Der Berg ruft!“ Der Pfingstmontag ist seit Generationen der Tag
des großen Ereignisses. Der Wallfahrtsort lädt Tausende von Wallfahrern aus den umliegenden Ortschaften auf den
Kalvarienberg ein. Die Fußwallfahrer verbinden ihren Glauben mit dem Leiden des Herrn und der Mutter Gottes und
kommen so zu einem überzeugenden Pfingsterlebnis. Kalvarienberg ist der Höhepunkt des Vertauens und des Glaubens
für viele Pilger aus nah und fern.
Zu den Ehrengästen und Predigern auf dem Kalvarienberg zählten u.a. Pater Rupert Mayer, Bischof Josef Stimpfle,
Weihbischof Rudolf Schmid und Generalvikar Konstantin Kohler. Bischof Viktor Josef Dammertz hat in seinem Terminbuch
vermerkt, dass er im Jahr 2001 am Pfingstmontag den Fest-gottesdienst und die Predigt halten wird.
Während der Sommer- und Herbstzeit findet einmal im Monat der Sonntags-gottesdienst nicht in der Pfarrkirche,
sondern auf dem Kalvarienberg statt. Die gemeinsame Maiandacht der Kommunionkinder der drei Pfarreien ist seit einigen
Jahren ein fester Bestandteil der Pfarreiengemeinschaft. Vom Kal-varienberg aus hat man einen Rundblick nach Berg im
Gau über Schönesberg, Neuburg, Ingolstadt, Reißberg, Vohburg, Kehlheim bis Reichertshofen.
Wenn man sich die Zeit nimmt, kann man an den Kreuzwegstationen im Gebet innehalten, sich einen Platz zur
Meditation suchen und die Stille des Berges genießen.
In lieber und lebendiger Erinnerung behalten die Pfarrkinder auch ihren früheren langjährigen Pfarrer Geistl. Rat
Sebastian Wolf, der diesen heiligen Ort liebte und die Pfarrei über 23 Jahre betreute. Seit dem gesundheits-bedingten
Weggang von Pfarrer Wolf gehört die Pfarrei Pobenhausen zur Pfarreiengemeinschaft Karlskron.
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