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Alle ziehen an einem Strang

Gemeinderat Karlskron Für das Haus der Begegnung in Pobenhausen wurden alle Interessen berücksichtigt

Neuburger Rundschau vom 30.03.2011 (RAMONA SCHITTENHELM)

   

Kirche, Gemeinde und Bürger aus dem Ortsteil Pobenhausen werden beim geplanten „Haus der Begegnung“ in Pobenhausen an einem Strang ziehen. Sowohl die kirchlichen Belange als auch die der Bevölkerung sollen in dem neuen Bau Berücksichtigung finden, erklärte Bürgermeister Friedrich Kothmayr bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die letzten Unklarheiten wurden mit Leader-Manager Harald Müller während der Gemeinderatssitzung ausgeräumt, so dass in den nächsten Wochen der Trägerverein des Bürger- und Pilgerzentrums gegründet werden kann. Mit der örtlichen Kirchenstiftung Sankt Quirinus konnte bereits eine Nutzungsvereinbarung für die Räumlichkeiten des neuen Zentrums getroffen werden. Dies ermöglicht der Kirchenstiftung, die Räume 30 Jahre lang entsprechend zu nutzen.

Ein weiteres Thema aus dem Ortsteil Pobenhausen war der Straßenname im Baugebiet Pobenhausen Süd-West. In Abstimmung mit den Bürgern hat man sich auf den Namen „Am Kornberg“ geeinigt. Weitere Themen der Gemeinderatssitzung waren:

Mittelschule

In der nächsten Schulverbandsversammlung Anfang April wird sich der Schulverbund Karlshuld–Karlskron mit dem Kooperationsvertrag rund um die neu geschaffene Mittelschule befassen. Der Gemeinderat von Karlskron musste in der Sitzung entscheiden, ob Karlskron dem Mittelschul-Verbund beitreten soll. Dazu ist es erforderlich, dass man die Grundschule und die Hauptschule in Karlskron rein rechtlich eigenverantwortlich stellt. Dem stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich zu. Nun obliegt es dem Schulverband, die vertraglichen Details wie den Namen der Mittelschule oder die planerischen Feinabstimmungen zu vereinbaren.

Kinderkrippe

Die Kosten-Feinabstimmung rund um die Kinderkrippe in Karlskron wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen erfolgen. Die Gemeinderäte wurden in der aktuellen Sitzung über die Notwendigkeit einer raumlufttechnischen Anlage sowie der Warmwasserbereitung informiert. Denn nach den Worten von Ingenieur Ludwig Donabauer sei ausreichend frische Luft gut und wichtig für die Konzentrations- und Lernfähigkeit. Um die optimale Lufthygiene erzielen zu können, benötige man ein passendes Lüftungssystem, das in das Bauwerk integriert sei und im Idealfall ohne viel Geräuschpegel arbeite. Der Ingenieur geht hier von Kosten von knapp 50000 Euro aus, die jedoch nicht als Mehrkosten zu verstehen seien. Die Gesamtkosten für sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Kinderkrippe werden nun ermittelt und dann den Gemeinderäten vorgestellt.

Verkehr

Das Thema kommunale Verkehrsüberwachung ist in Karlskron ebenfalls ein Thema. Raimund Steckermeier von der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft war in der Sitzung anwesend und erläuterte den Gemeinderäten die Möglichkeiten.

Alternativ zu einem Beitritt zu einem kommunalen Verkehrsverein könnte die Gemeinde mithilfe eines Unternehmen wie beispielsweise der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft die Abwicklung auch selbst durchführen. Im Falle Karlskrons könnte aus Kostengründen auch eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden im Rahmen einer Zweckvereinbarung sinnvoll sein. Die organisatorische Abwicklung würde über die Partnerkommune laufen und entsprechend den Vereinbarungen intern abgerechnet werden. Maßgabe für alle Verkehrsverfehlungen sind der amtliche Bußgeldkatalog sowie die verkehrsrechtlichen Vorgaben. Die gewünschten Messstellen werden von der Gemeinde festgelegt, ebenso die Messzeitpunkte. Das Dienstleistungsunternehmen stellt letztlich die Messtechnik und das dafür notwendige Personal. In der nächsten Sitzung wird entschieden, welche Form der kommunalen Verkehrsüberwachung man wählen möchte

828 Menschen wollen helfen

Großer Ansturm bei Typisierungsaktion

Donaukurier vom 29.03.2011 (mue)

   

Ein paar Milliliter Blut ffr die Hoffnung: Ueber 800 Buerger aus Karlskron und Umgebung nahmen am Sonntag in der Volksschule an der Typisierungsaktion ffr den 16-jjhrigen Marcel Eichhorn teil. Viele Arzthelferinnen und weitere Ehrenamtliche uebernahmen die Organisation.

Großer Ansturm auf die Schule Karlskron: 828 Spendenwillige, unter ihnen sehr viele Jugendliche, drängten sich am Sonntag am Schultor zur Typisierungsaktion. Sie alle wollen dem schwer kranken Leukämiepatienten Marcel Eichhorn aus Karlskron helfen.

Die Organisatorinnen Sonja Schmid und Claudia Guttenberger freuten sich über die große Resonanz, die die Chancen des 16-jährigen Marcel im Kampf gegen die tückische Krankheit erhöhen soll. Dabei hatte es Ende der vergangenen Woche bereits einen Hoffnungsschimmer für den jungen Karlskroner gegeben: Unter den Teilnehmern der Typisierung kursierte die Geschichte von einem angeblich passenden Spender, der über die Datenbank gefunden worden, jedoch nicht zu der wohl nötigen Knochenmarkspende bereit sein soll. Demnach käme für diesen Spender wohl nur eine Stammzellenspende über eine Blutwäsche in Frage, doch die scheint momentan für Marcel nicht ausreichend zu sein.

Also muss die Suche erst einmal weiter gehen. Und die über 800 Typisierungsteilnehmer vom Sonntag haben das ihre dazu getan, die Hoffnung aufrecht zu erhalten. Ein Arzt der Neuburger Klinik St. Elisabeth leitete die Aktion. Viele Arzthelferinnen aus der Umgebung führten die Blutentnahmen durch. Freiwillige Helfer und Helferinnen aus der Gemeindeverwaltung, den Kindergärten und des Elternbeirats der Schule Karlskron bereiteten die Spendenwilligen vor und erfassten ihre Daten. Diese mussten eine Einverständniserklärung abgeben, bevor sie im zum Sanitätsraum umfunktionierten Mehrzweckraum zur Ader gelassen wurden. Bei der Typisierung werden den Spendern fünf Milliliter Blut entnommen und die Gewebemerkmale bestimmt. Andrea Gewallig von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) oblag die Gesamtorganisation. Alles lief wie am Schnürchen ab, es gab keinerlei Zwischenfälle. Dafür sorgte auch Bürgermeister Friedrich Kothmayr als Schirmherr. Franz Froschmeir jun. war ebenfalls anwesend, um eventuelle Fragen zu klären. Er hatte, wie am Samstag berichtet, erst kürzlich über eine Blutwäsche Stammzellen gespendet.

Wie der Ort die Aktion unterstützte, bewiesen der Burschenverein Karlskron mit zehn Teilnehmern und der Sportverein, der mit der kompletten ersten und zweiten Fußballmannschaft zur Typisierung angetreten war.

Die Kosten für die Typisierung – je Fall 50 Euro – beliefen sich auf circa 40 000 Euro. Etwa die Hälfte der Typisierten brachten ihren Betrag selber auf, der Fehlbetrag von etwa 16 000 Euro soll aus der DKMSKasse und auch aus erhofften weiteren Spenden abgedeckt werden. Viele Kuchen wurden für die Cafeteria spendiert.

Wurstsemmeln zur Stärkung der Typisierungsteilnehmer gab es ebenfalls. Hier traten die Bäckerei Lederer aus Karlshuld, die Metzgerei König aus Reichertshofen, die Metzgerei Winkler aus Vohburg und die Firma Landes aus Ingolstadt als Spender auf.

Eine Spende, die ankommt

Sonntag Typisierungsaktion in Karlskron: Interview mit einem Stammzellenspender

Donaukurier vom 26.03.2011

   

Franz Froschmeir hat es getan: Im vergangenen Januar hat der 26-jjhrige Karlskroner durch eine Blutfilterung Stammzellen fuer ein an Leukaemie erkranktes Maedchen aus den USA gespendet

An diesem Sonntag läuft von 11 bis 16 Uhr in der Karlskroner Volksschule die Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten 16-Jährigen Marcel. Die Organisatoren hoffen auf möglichst breite Beteiligung, um die Chancen für eine Rettung des Lehrlings aus der Donaumoosgemeinde zu erhöhen.

Dass es in solchen Fällen Spender zu finden sind, zeigt die Geschichte des 26-jährigen Karlskroners Franz Froschmeir jun. Der Mechatronikingenieur, bei der Firma Bauer in Schrobenhausen beschäftigt, spendete im vergangenen Januar Stammzellen für einen Kranken. Er war über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) als Lebensretter gefunden worden. DK-Mitarbeiter Hans Mühldorfer sprach mit ihm über seine Erfahrungen.

Herr Froschmeir, wie kamen Sie dazu, sich für eine Stammzellenspende registrieren zu lassen?

Franz Froschmeir: Mein Vater war bereits seit Jahren registriert und machte mich darauf aufmerksam. Meine drei Geschwister und ich ließen uns 2008 registrieren.

Und dann wurde ein Empfänger gefunden . . .

Froschmeir: Meistens ist ja bei großen Typisierungsaktionen der Empfänger schon bekannt. In meinem Fall kannte ich den Empfänger vorher nicht. Im Oktober 2010 erhielt ich einen Anruf von der DKMS, dass meine Gewebemerkmale für einen Empfänger passen. Die Wahrscheinlichkeit ist ja nicht gerade hoch; laut DKMS gibt es unter einigen Millionen nur einen genetischen Zwilling.

Froschmeir: Bei „meinem“ Patienten waren es vier Personen, deren Gewebemerkmale ähnlich waren. Ich musste dann zu einer genaueren Bestimmung meiner Merkmale zum Hausarzt zur Blutentnahme. Ihre Merkmale passten optimal.

Wie ging es dann weiter?

Froschmeir: Ich musste zunächst zu einer Voruntersuchung in das Klinikum Nürnberg. Dabei wurden nochmals genauere Untersuchungen durchgeführt, auch mit Ultraschall. In einem Gespräch mit einem Arzt wurden dann der Ablauf und die möglichen Nebenwirkungen besprochen.

Sie hatten dabei niemals Bedenken?

Froschmeir: Ein Freund von mir hatte etwa ein halbes Jahr zuvor Stammzellen gespendet – ohne irgendwelche Probleme. Bei der Voruntersuchung wurde mir auch der Separationsapparat gezeigt, einige andere Spender ermutigten mich ebenfalls. Ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn der Empfänger mit Chemotherapie für die Transplantation vorbereitet wird, gibt es auch kein Zurück mehr. Beim Patienten werden ja alle eigenen Stammzellen abgetötet.

Diese sollen ja dann durch Ihre ersetzt werden, damit der Empfänger zukünftig selbst gesunde Abwehrzellen nachbilden kann. Wie lief dann ihre Stammzellenentnahme ab?

Froschmeir: Um genügend Stammzellen zu mobilisieren, musste ich fünf Tage vor meiner Spende beginnen, mir den Wachstumsfaktor G-CSF zu spritzen. Am 18. Januar wurde ich dann um ca. neun Uhr an den Apparat angeschlossen. Mein gesamtes Blut wurde viermal durch die Maschine gepumpt – das dauerte knapp fünf Stunden. Während dieser Zeit kann man aber fernsehen oder Filme anschauen. Lesen geht schlecht, da an einem Arm das Blut abgenommen wird, und in den anderen fließt es zurück.

Das war bestimmt anstrengend, hatten Sie denn gesundheitliche Probleme?

Froschmeir: Für die Mobilisierung werden durch die Spritzen grippeähnliche Symptome erzeugt. Dies kann unter anderem zu Gliederschmerzen führen. Ich konnte aber mit zwei Schmerztabletten am Samstag und Sonntag ohne große Probleme den normalen Alltag gestalten. Auch nach der Separation werde ich weiterhin regelmäßig vom Hausarzt untersucht. Und schließlich ist es ja für einen guten Zweck.

Wissen Sie denn, wer der Empfänger ihrer Stammzellen ist?

Froschmeir: Die Transplantationsgesetze legen fest, dass die Spende anonym stattfinden muss. Je nach Land ist es möglich, wenn beide Parteien einverstanden sind, dass die Anonymität nach zwei Jahren aufgehoben werden kann. Nach der Spende erfährt man jedoch gewisse Daten. So habe ich zum Beispiel erfahren, dass mein Patient ein zehnjähriges Mädchen aus den USA ist.

Sie haben sich für die periphere Stammzellenentnahme entschieden, aber es ist auch eine Entnahme des Knochenmarks möglich.

Froschmeir: Ja, viele verwechseln das aber mit dem Rückenmark. Das Knochenmark wird jedoch unter Narkose aus dem Becken entnommen. Je nach Patient kann es sein, dass keine periphere Stammzellenentnahme möglich ist. Als Spender wird man dazu befragt, welches Verfahren man bevorzugt. Dies wird auch berücksichtigt. Können aber nicht genug Stammzellen durch die Separation gewonnen werden, muss man auch mit einer kurzfristigen Knochenmarkentnahme rechnen.

JEDER KANN ETWAS FÜR MARCEL TUN

Wer dem 16-jährigen Marcel aus Karlskron helfen möchte, zwischen 18 und 55 Jahre alt ist und nicht bereits bei einer früheren Typisierungsaktion in die Kartei der DKMS aufgenommen worden ist, der kommt an diesem Sonntag zwischen 11 und 16 Uhr in die Volksschule Karlskron, Bürgermeister-Stoll- Straße 1. Die Registrierung und Typisierung eines potenziellen Spenders kostet 50 Euro. Im Idealfall zahlt ein Typisierungsteilnehmer diesen Betrag selber. Da das vielleicht nicht jeder kann, der ansonsten guten Willens ist, werden aber auch Geldspenden benötigt, um die aufwendigen Aktionen finanzieren zu können.

Wer aus bestimmten Gründen nicht selber für eine Typisierung zur Verfügung stehen kann, grundsätzlich aber helfen möchte, der kann unter der Kontonummer 3 279 316 bei der Raiffeisenbank Donaumooser Land (BLZ 72 169 764) speziell für die Karlskroner Aktion spenden.

Für Fragen zum Ablauf einer Stammzellenspende steht während der Typisierungsaktion am Sonntag auch der Karlskroner Franz Froschmeir jun., der kürzlich gespendet hat (siehe Interview oben), zur Verfügung. Grundsätzliche Informationen gibt es auch im Internet unter www.dkms.de. DK

Grundwasser stoppt Arbeiten

Schrobenhausener Zeitung vom 26.03.2011 (bdh)

   

Beim zweiten Rückhaltebecken, das der Donaumoos-Zweckverband im Bau hat, ruhen derzeit die Arbeiten. Zwischen Niederarnbach, Kleinhohenried und Pobenhausen, ganz am Rande des Brunnener Gemeindegebiets, soll hier am Hauptkanal ein vergleichsweise kleines Becken entstehen. Es soll, so Hafner, bis zu 15 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können und rund 90 000 Euro kosten. Der Humus sei hier bereits abgetragen, doch Arbeiten am sandigen Untergrund seien bisher wegen des zu hohen Grundwasserstands noch nicht sinnvoll gewesen. Nun soll abgewartet werden, bis der Untergrund etwas trockener geworden ist.

Besserer Schutz für Karlskron

Becken am Schreinergraben entsteht

Schrobenhausener Zeitung vom 26.03.2011 (Bernd Hofmann)

   

Ein Rueckhaltebecken entsteht neben dem Schreinergraben bei Karlskron. Es soll die Haeuser im Hintergrund vor Ueberflutungen schuetzen. Wenn es fertig ist, soll das Becken zum Biotop werden der flache Damm, ganz links im Bild, duerfte dann kaum mehr zu sehen sein

Größere Erdbewegungen geschehen derzeit zwischen Adelshausen und Karlskron. Der Donaumoos- Zweckverband lässt dort, neben dem Schreinergraben, ein Rückhaltebecken anlegen, das 36 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann.

Beim großen Hochwasser vom März 2006 hatten Schmelzwasserfluten, die von den Hängen bei Adelshausen kamen, Teile von Karlskron überflutet. Auf eine Jahrhundertflut wie diese ist das neue Rückhaltebecken zwar nicht ausgelegt, doch ein so genanntes zehnjährliches Hochwasser soll es abfedern können. Dazu wird, wie Michael Hafner vom Donaumoos-Zweckverband erklärt, ein Drosselbauwerk im Graben installiert, ein recht einfaches Holzbalkenwehr, das zugleich den Notüberlauf darstellt. Ab einer bestimmten Wassermenge staut sich der Schreinergraben am Wehr auf und Wasser läuft über eine Flutmulde ins Becken. Nimmt das Hochwasser ein größeres Ausmaß an als das, für das das Becken ausgelegt ist, läuft das Wasser bereits im Graben über das Holzbalkenwehr – das ist der Notüberlauf. Die Flächen für den neuen Retentionsraum, insgesamt 6,5 Hektar, stellt nicht nur der Donaumoos- Zweckverband zur Verfügung. Auch die Gemeinde Karlskron habe Grundstücke bereitgestellt, lobt Hafner. Das Areal soll übrigens nicht nur eine Rückhaltefunktion erfüllen, sondern auch ökologisch aufgewertet werden und – wie bereits die drei bestehenden Becken des Zweckverbands – zu einem Rückzugsort für Flora und Fauna werden.

Ökologisch wertvoll sieht das Gelände derzeit allerdings nicht aus. Bagger haben große Wunden in die Landschaft gerissen. Das ist, wie Hafner erläutert, zum einen nötig, um den Damm auf tragfähigem Boden zu gründen, zum anderen müsse auch die Flutmulde ausgebaggert werden. Überschüssiges Material wird abtransportiert – den Sand darf die Baufirma behalten, den Humus bekommen Landwirte. Torf gebe es in diesem Bereich des Donaumooses praktisch nicht mehr. In den Damm wird übrigens ein Geotextil eingearbeitet, um ihn stabiler zu machen, wenn er bei einem Hochwasser durchweicht.

Die Kosten für Planung und Bau liegen, wie Hafner berichtet, bei rund 190 000 Euro. Fertig sein soll das Becken Ende Juni, und das dürfe realistisch sein, denn man liege bisher gut in der Zeit, freut sich der Fachmann vom Zweckverband. Auch der Denkmalschutz habe das Areal schon unter die Lupe gefunden, offensichtlich aber nichts Bedeutendes gefunden

Neues Ehrenmitglied

Gerhard Müller ausgezeichnet

Donaukurier vom 25.03.2011 (tur)

   

FFr sein grooes Engagement wurde Gerhard Mueller (Mitte) bei der Hauptversammlung des Vereins zum Ehrenmitglied des SV Karskron ernannt. Mueller hier im Kreis des Vorstands ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert ehrenamtlich taetig.

Der SV Karlskron ehrte auch dieses Jahr verschiedene Mitglieder aller Abteilungen für ihre langjährige Treue. Ganz besonders freute sich der ehemalige Fußballabteilungsleiter, Hauptkassier und Vorstand Gerhard Müller. Der Vorstand des SV Karlskron ernannte ihn unlängst auf der Jahresversammlung zum Ehrenmitglied.

Gerhard Müller war von 1984 bis 1988 Spielertrainer, von 1988 bis 1996 in der Abteilungsleitung Fußball, 1996 bis 2008 Hauptkassier und von März 2008 bis 2010 im Vorstand. Während seiner aktiven Zeit war er unter anderem auch mit verschiedenen Aufgaben bei der Realisation des neuen Sportheims beauftragt und organisierte als Frontmann das 50-jährige Jubiläum.

Der Vorstand des SV Karlskron würdigte seine 30-jährige Vereinszugehörigkeit und sein Wirken mit den Worten „Er hat diesen Verein geprägt wie kaum ein anderer. Das ist eine großartige Leistung.“ Im Rahmen der Hauptversammlung des Vereins wurden außerdem zahlreiche andere langjährige Mitglieder für 20, 30, 40 und 50 Jahre Treue zum Sportverein geehrt.

Ärger mit Bibern, Hunden und Müll

Klagen der Karlskroner Jagdgenossen

Donaukurier vom 25.03.2011 (tur)

   

Muessen dringend saniert werden: Verschiedene Flurwege und Feldstrassen im Gebiet der Jagdgenossenschaft Karlskron sind in desolaten Zustand.

Die Jagdgenossenschaft wartet mit der Vermessung des Jagdkatasters ab. Dies beschlossen die Mitglieder auf der Jahresversammlung. In den nächsten Monaten werden die Flurwege und Feldstraßen saniert. Für zunehmende Konflikte sorgen auch undisziplinierte Hundehalter und der Biber.

Die Berichte von Jagdvorsteher Johann Öckl, von Kassier Ludwig Schwarzbauer sowie der Kassenrevisoren wurden auch heuer ohne Beanstandungen angenommen. Auf Vorschlag des Vorstandes wird auch dieses Jahr auf die Auszahlung des Jagdschillings verzichtet. So werden Rückstellungen für wichtige Projekte geschaffen. Wie Öckl in seinem kurzen Jahresbericht resümierte, habe sich die Anschaffung der neuen Cambridge-Walze für die Jagdgenossenschaft gelohnt. „Im vergangenen Jahr wurden mit der neuen Walze bereits rund 100 Hektar Land gewalzt.“

Für regen Gesprächsstoff sorgten die desolaten Flurwege und Feldstraßen. Bedingt durch ungünstiges Wetter und aus zeitlichen Gründen wurden die für 2010 geplanten Instandsetzungsarbeiten jedoch bis heute aufgeschoben. In den kommenden Wochen werden die Flurwege und Feldstraßen inspiziert. Die benötigten 400 Tonnen Schotter sollen in den nächsten Wochen bestellt und geliefert werden. Nach der Ramadama- Aktion „Saubere Landschaft“ am Samstag, 26. März, werden die Mitglieder mit der Instandsetzung der Flurwege beginnen. Vor allem die Schlaglöcher in den Flurwegen im Ortsteil Bofzheim direkt neben der Bahnstrecke, die Kirchstraße in Karlskron, die Aretinstraße in Brautlach, die Feldstraße zwischen Mändlfeld Richtung Karlskron und Mändlfeld Richtung Weiherfeld sowie der Ziegelgraben in Grillheim müssen dringend saniert werden. Für Zündstoff sorgten einmal mehr die undisziplinierten Hundehalter, welche ihre Hunde frei herumlaufen ließen: „Sie verrichten nicht nur ihr Geschäft in die Ackerlandschaften, sondern stören auch das Wild“, hieß es. Deshalb appelliert die Jagdgenossenschaft Karlskron an die Vernunft aller Hundehalter und bittet die Hundebesitzer, ihre Vierbeiner nicht ohne Leine frei herumlaufen zu lassen, damit Wildtiere nicht gestresst werden“, so Öckl. Verschiedene Mitglieder monierten zudem, dass die Flurwege und Feldstraßen immer wieder als Abfalldeponien missbraucht würden. Fast- Food-Verpackungen, Glasflaschen, Zigarettenschachteln und kleine Schnapsfläschchen sowie anderer Unrat seien an bestimmten Flurwegen und Feldstraßen keine Seltenheit. Nach Auskunft der unteren Jagdbehörde sind im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erst 20 Jagdgenossenschaften im Besitz eines aktuellen Jagdkatasters des staatlichen Vermessungsamtes. Karlskron gehört nicht dazu. Da die neue Flurordnung Pobenhausen noch nicht genehmigt wurde, will die Jagdgenossenschaft mit der Vermessung eines neun Katasters zuwarten.

Für Konfliktpotenzial sorgte das Thema Wildgans- und Biberschäden: „Wer solche Schäden feststellt, könne diese mittels Formular, die beim Vorstand erhältlich sind, anmelden“, erklärte Öckl. Es könne auch nicht sein, dass man im Jagdgebiet immer wieder Biberschäden feststellen müsse und niemand etwas dagegen unternehme, so der Grundtenor nach der Versammlung. Bürgermeister Friedrich Kothmayr appellierte am Ende der Versammlung an die Vernunft der Bauern und stellte fest: „Viele Bauern halten sich nicht ganz an die Regeln. Die Ackerflächen werden derart ausgeweitet, dass die Flurstraßen und Flurwege immer enger werden. Dass muss sich ändern“, so Kothmayr abschließend.

Schon erste Spenden für Marcel

16-Jähriger aus Karlskron an Leukämie erkrankt: Typisierungsaktion am Sonntag

Donaukurier vom 25.03.2011 (mue)

   

Im Beisein von Buergermeister Friedrich Kothmayr (links) ueberreichten Vorstand Stefan Thaler (rechts) und Kommandant Michael Gloeckl von der FFW Pobenhausen den Organisatorinnen Sonja Schmid und Claudia Guttenberger einen Scheck ueber 200 Euro ffr die Typisierungsaktion am kommenden Sonntag in Karlskron.

Die Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten 16-jährigen Marcel aus Karlskron hat schon zahlreiche Unterstützer gefunden. Die Freiwillige Feuerwehr Pobenhausen mit Stefan Thaler als Vorstand und Micheal Glöckl als Kommandant an der Spitze ging mit gutem Beispiel voran und spendete aus der Vereinskasse 200 Euro. Das Geld wurde im Feuerwehrhaus von Pobenhausen an die Organisatorinnen der Typisierungsaktion, Sonja Schmid und Claudia Guttenberger, überreicht.

Es wird aber dringend noch weitere finanzielle Hilfe benötigt: Wer spenden will, zahlt bitte auf das Konto der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ein: Das Spendenkonto trägt die Nummer 3 27 93 16 bei der Raiffeisenbank Donaumooser Land, BLZ 72 16 97 64.

Wie bereits berichtet, ist der 16.jährige Marcel an Leukämie erkrankt. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei am Sonntag, 27. März, von 11 bis 16 Uhr in der Volksschule Karlskron, Bürgermeister-Stoll-Straße 1, eine Typisierungsaktion. Jeder kann helfen und sich als potenzieller Spender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierung finanziert werden kann. Marcel kann nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen gibt, der als Spender geeignet ist und dazu auch bereit ist.

Um Marcel zu helfen, organisieren Freunde, Nachbarinnen und die Familie gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei diese Typisierungsaktion und hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellenspender in die Datei aufnehmen lässt, stellt eine weitere Chance für Patienten auf der ganzen Welt dar und kann vielleicht schon morgen zum Lebensretter werden. Unterstützt wird die Aktion von Karlskrons Bürgermeister Friedrich Kothmayr, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, das dann untersucht und bestimmt (typisiert) wird.

Genauso wichtig ist aber auch die finanzielle Unterstützung der Aktion. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die Deutsche Knochenmarkspenderdatei auf Geldspenden angewiesen.

Sammlung für neue Orgel

Schrobenhausener Zeitung vom 25.03.2011 (mue)

   

Der Orgelförderverein der Pfarrei St. Trinitas in Karlskron führt am morgigen Samstag eine Altmetallsammlung im Bereich der Gemeinde Karlskron durch. Die Aktion erstreckt sich auch auf mehrere Ortsteile außer Pobenhausen, Adelshausen und Aschelsried. Die Bürger können im Rahmen der Sammlung ihr Altmetall (Eisen, Kupfer, Aluminium und ähnliches) am alten Feuerwehrhaus (Kirchplatz) in einen eigens aufgestellten Container werfen oder den Schrott vor das eigene Grundstück stellen, wo er dann ab 9 Uhr abgeholt wird. Bei größeren Gegenständen wird gebeten, Werner Schmidt unter Telefon (0 84 50) 8414 oder Rudolf Quass, (0 84 52) 82 16, anzurufen. Es werden übrigens auch Autobatterien angenommen. Der Reinerlös der Altmetall- und Schrottsammlung kommt der Beschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit in Karlskron zugute.

Schulverbund Thema im Rat

Schrobenhausener Zeitung vom 25.03.2011 (oh)

   

Am kommenden Montag, 28. März, findet ab 19 Uhr im Karlskroner Rathaus eine Sitzung des Gemeinderates statt. Die Tagesordnung sieht im öffentlichen Teil unter anderem Beratungen über eine kommunale Verkehrsüberwachung, über Detailplanungen zur neuen kommunalen Kinderkrippe und zum Bürgerhaus/Pilgerzentrum „Haus der Begegnung“ in Pobenhausen vor. Bei Letzterem geht es um die Nutzungsvereinbarung mit der Kirchenstiftung St. Quirinus. Neben diversen Bauanträgen wird sich die Bürgervertretung dann auch noch mit dem Kooperationsvertrag für den neuen Mittelschulverbund Karlshuld- Karlskron befassen.

Minimale Verschuldung

Schrobenhausener Zeitung vom 25.03.2011 (tur)

   

Eigentlich können die Bürger von Karlskron mit ihrem Bürgermeister Friedrich Kothmayr und ihrem Gemeinderat zufrieden sein, denn die Rahmendaten der Gemeindeentwicklung sind durchaus positiv: Die Bevölkerung stieg im vergangenen Jahr erneut an, und zwar von 4822 auf 4869 Personen; Tendenz weiter steigend. Trotz hoher Investitionen in den vergangenen Jahren konnte die Pro- Kopf-Verschuldung auf geradezu minimale 4,75 Euro gesenkt werden.

Wie Kothmayr in seinem Rechenschaftsbericht darlegte, ist die kommunale Finanzierung für die kommenden Jahre gesichert, auch wenn man mittelfristig 3,5 Millionen Euro Schulden machen muss. Der Bürgermeister: „Demgegenüber stehen jedoch die Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Die Gemeinde hat damit entsprechende Immobilienwerte als Gegenwert.“

Scherm sorgt für rote Köpfe

Emotionsgeladene Bürgerversammlungen in Karlskron

Schrobenhausener Zeitung vom 25.03.2011 (tur)

   

Autotransporter zur Firma Scherm sind laengst ein vertrautes Bild auf den Strassen rund um Karlskron. Durch die Erweiterung des Betriebesbefuerchten einige Anwohner aber jetzt eine Verdoppelung des Schwerlastverkehrs vor ihren Haustueren.

Nach den Lichtenauern haben auch etliche Karlskroner erhebliche Bedenken gegen den verstärkten Lkw- Verkehr rund um die Firma Scherm. Die Erweiterung des Logistikbetriebes war zentrales Thema bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend.

Bürgermeister Friedrich Kothmayr informierte in drei Bürgerversammlungen in Aschelsried, Pobenhausen und Karlskron ausführlich über die Arbeit der Gemeinde sowie deren Vorhaben. Anders als bei früheren Versammlungen meldeten sich diesmal recht viele Fragesteller, was teils zu emotionsgeladenen Diskussionen mit roten Köpfen führte.

Wie schon berichtet, sind in Lichtenau und Karlskron etliche Bürger durch die Erweiterung des Scherm-Geländes und das dadurch erwartete höhere Schwerlastaufkommen aufgeschreckt. Sie befürchten, dass sich der Lkw-Verkehr vor ihren Haustüren glatt verdoppeln könnte. Wenn die Querspange komme, müssten die Karlskroner mit einer Lkw-Flut von zunächst 47 000 Fuhren pro Jahr rechnen. Einige Anwohner aus dem Ortsgebiet Deubling unterstellten dem Bürgermeister gar, dass die von der Firma Scherm geplante Erweiterung schon längst beschlossene Sache gewesen sei und ebenso eine mögliche Umfahrung. Doch Kothmayr ließ sich diese Vorwürfe nicht gefallen und konterte: „Es ist gar nichts abgesprochen worden, schon gar nicht während meiner Amtszeit!“ Außerdem sei zurzeit noch alles offen: „Es ist nichts geplant. Auf dem Papier stehen nur Überlegungen, wie man den Verkehr umleiten könnte. Es wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Danach wird geplant, und jeder Bürger hat dann die Möglichkeit, seine Bedenken zu äußern“, so der Bürgermeister. Das Thema sorgte bei der Versammlung in Karlskron bis gegen Mitternacht für eine teils hitzig geführte Diskussion, bei der sich allerdings vieles im Spekulativen bewegte. Ein weiteres Thema, das nicht nur die Bürger, sondern auch die Gemeinde stark beschäftigt, ist die Schaffung eines gemeindeeigenen Glasfasernetzes. Da die Telekom scheinbar nicht in der Lage ist, in Karlskron eine Breitbandversorgung zu realisieren, beabsichtigt die Gemeinde, dies selbst an die Hand zu nehmen. In ein bis zwei Jahren soll die Infrastruktur für einen eigenen, superschnellen Internetzugang in der Kommune geschaffen werden. Die Gemeinde hat für diesen Zweck europaweit eine Ausschreibung lanciert und nun ein Angebot auf dem Tisch.

Ob das schnelle Netz realisiert werden kann, hängt aber auch vom Interesse der Bürger ab. Friedrich Kothmayr dazu: „Für die Bürgerinnen und Bürger lohnt sich ein Vertragsabschluss allemal. Wer von Anfang an dabei ist, muss nur die Monatsgebühr entrichten sowie eine minimale Anschlussgebühr bezahlen.“ All diejenigen, die später ans Netz angeschlossen werden wollen, müssten mit Anschlusskosten in Höhe von rund 800 bis 1000 Euro rechnen.

Auch der Bürgermeister wurde derbleckt

Starkbierfest und Fastenpredigt der Theatergruppe des SV Karlskron

Donaukurier vom 24.03.2011 (tur)

   

Wieder einmal in Bestform: Dieter Bruederle alias Bruder Barnabas am Starkbierfest.

Das zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders gehörende Starkbierfest der Theaterabteilung des SV Karlskron lockte auch heuer viele Besucher in den Saal des Landgasthofs Haas. Geboten wurden unterhaltsames Theater und Derblecken.

Mit großer Spannung wartete das Publikum auf Dieter Brüderle alias Bruder Barnabas, der in den letzten Wochen mit anderen derbe Sprüche für seinen jährlichen Starkbierfest- Auftritt gesammelt hat. Der Schwerpunkt lag im regionalen Bereich, wie etwa das im Bau befindliche Boarding House des Landgasthof Haas: „Hotel hätt’ ma früher gsagt, aber das klingt nicht amerikanisch genug. Boarding House: Ich hab’ gleich g’meint, das wär was unanständiges. Aber mir kann’s ja wurst sein. Weil wenn ich Nichtschwimmer bin, kann’s mir auch egal sein, wenn’s ein Schwimmbad hinbauen. Wenn er jetzt noch Lammburger im Drive-in anbietet, dann werd’s interessant.“

Aber auch der Bürgermeister wurde heuer wieder auf die Schippe genommen: „Eigentlich sollte die Arbeit ja den ernähren, der arbeitet und nicht den, der einem Arbeit vermittelt. Der Bürgermeister hat aus reiner Solidarität zu Zeitarbeitern schon mal seine Thuja-Hecken im Garten rausg’haut. Er ist ganz schön konzentriert auf seinem Minibagger gesessen und seine Frau, die Doris, ist daneben g’standen mit der Schaufel. Die schweren Arbeiten lässt man halt doch lieber machen.“ Haare lassen mussten auch Parteien, Vereine und Unternehmen der Region: „Die Automobilindustrie brummt, Audi fährt Sonderschichten und ich weiß jetzt auch, wo diese Autos hinkommen: nach Probfeld. Und dass man diese Autos auch zu jeder Zeit wieder findet, beleuchtet die Firma Scherm das halbe Donaumoos. Einen Vorteil hat’s: Stanzen gibt’s in Karlskron nicht mehr, die orientieren sich am Licht in Probfeld. Angeblich soll im Donaumoos schon mal aus Versehen ein Airbus A 380 gelandet sein, weil er die Firma Scherm und ihr Licht für eine Landebahn gehalten hat. Man spricht ja von Erleuchtung. Von Lichtenau her kommend direkt zum Glockenturm von Sankt Hedwig.“

Auch Kirche kam nicht zu kurz. Bruder Barnabas dazu: „Früher war ja die Kirche für die Ängste zuständig. Die ist aber mittlerweile nur noch dabei, jedes Loch zu stopfen, damit keine neuen Enthüllungen mehr an die Öffentlichkeit kommen. Dieses traurige Kapitel meiner Kollegen möchte ich euch an dieser Stelle ersparen.“ Über eine Stunde lang zielte Bruder Barnabas mit viel Witz und Fingerspitzengefühl auf die Bürgerinnen sowie Bürger und ihre Eigenheiten ab. Mit Karl Valentins Stück „Der Apotheker“ und zwei weiteren Einaktern, wahren Attacken aufs Zwerchfell, unterhielt die Theatergruppe das Publikum aufs Beste. Entsprechend lang war auch der Applaus.

Neue Turnhalle frühestens 2014

Hauptversammlung des SV Karlskron / Akuter Platzmangel

Donaukurier vom 24.03.2011 (tur)

   

Der seit einem Jahr amtierende Vorstand des Sportvereins Karlskron hat gute Arbeit geleistet. Zu diesem Schluss kamen die Mitglieder jetzt bei der Jahresversammlung. Für Unmut sorgen dagegen die Raser hinter dem Sportplatz. Nun soll es den Temposündern an den Kragen gehen.

Es war die erste Jahresversammlung für den vor einem Jahr gewählten Vorsitzenden Stefan Kumpf, der im Sportheim über das vergangene Jahr resümierte. Besonders erfreulich sei die konstante Zahl der Mitglieder (rund 1200) und Betreuer (40). Das älteste Mitglied ist 86, das Jüngste ein Jahr, wobei das Durchschnittsalter bei 34,2 Jahren liegt.

Nach dem Bericht des Hauptkassiers Matthias Kothmayr bescheinigten die Kassenrevisoren Josef Rinberger und Anton Krammer eine einwandfreie Kassenführung. Besonders erfreulich sei, dass im vergangenen Jahr eine Sondertilgung von 20 000 Euro geleistet werden konnte. „Das zeigt, dass die geleistete Arbeit Früchte trägt“, so Rinberger. Viel zu hoch sei allerdings die Heizkostenabrechnung, die mit rund 12 000 Euro zu Buche schlage. Analog kritisierte auch der Vorsitzende. „Wir müssen unbedingt die Heizkosten senken und die bestehende Gasheizungsanlage schonen“, so Kumpf. Außerdem will der Vorstand zusammen mit der Gemeinde klären, ob das Vereinsheim an die Hackschnitzelheizung angeschlossen werden könnte. Dadurch könne der Karlskroner Sportverein die Energiekosten jährlich um 20 Prozent senken.

Im Mai 2010 stellte der SV Karlskron bei der Gemeinde einen Antrag, die Geschwindigkeit im Bereich der Brücke beim Tennisheim zu begrenzen, doch eine Umsetzung sei bis heute ausgeblieben. Erst im Dezember 2010 habe sich dort eine kritische Situation ereignet – dem Vorstand sind offenbar gewisse Raser bekannt. Man werde in den kommenden Wochen mit ihnen das Gespräch suchen. Sollte sich die Situation nicht bessern, fasse man polizeiliche oder bauliche Maßnahmen ins Auge, hieß es. Denkbar wären verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Bremspoller oder ähnliches. Dies bedürfe jedoch Abklärungen mit der Polizei, gab Bürgermeister Friedrich Kothmayr zu bedenken. Im Zuge des Stockschützen- Erweiterungsbaus plädierte Heinrich Hilpert für die Installation einer Fotovoltaik-Anlage. Diese soll auf dem Dach des Stockhäuschens installiert werden. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund 17 500 Euro. Die Versammlung beschloss, das Projekt weiter zu verfolgen und beauftragte den Vorstand, weitere Angebote einzuholen.

Den Jahresberichten der Abteilungsleiter Fußball, Tennis, Turnen, Theater, Leichtathletik und Stockschießen war zu entnehmen, dass auch im vergangenen Jahr verschiedene Spitzenleistungen erreicht wurden. Sorge bereitet dem SV Karlskron der akute Platzmangel. Wie von Jugendbetreuer Hubert Reitberger und Stefan Kumpf zu erfahren war, fehlen dem Verein weitere Trainingsplatzkapazitäten. „Ein normaler Spielbetrieb oder ein geordneter Trainingsablauf mit beispielsweise fünf bis sieben Mannschaften an einem Trainingsabend ist nicht mehr möglich“, so Reitberger. Das Ausweichen in die benachbarte alte Turnhalle sei aus Gründen der Belegbarkeit ebenfalls nicht machbar. Mit einer neuen 2,5-fach- oder Dreifachturnhalle könnten genügend Kapazitäten geschaffen werden. Bürgermeister Kothmayr betonte, dass die Realisierung einer neuen Turnhalle, an der sich der Sportverein beteiligen könne, frühestens 2014 oder 2015 in Betracht komme: Dabei stünden nicht nur finanzielle, sondern auch bauliche und architektonische Gründe im Vordergrund: „So eine Planung braucht eine gewissenhafte Abklärung, die nicht in der Kürze durchgezogen werden kann. Bei einem Investitionsvolumen von circa drei bis vier Millionen Euro bedarf es einer sehr genauen und sorgfältigen Planung“, erklärte der Bürgermeister. Dass der früheste Baubeginn erst für 2014/2015 geplant werde, habe mit den anderen anstehenden Bauvorhaben im Gemeindegebiet nichts zu tun. Das Projekt sei nicht aufgehoben, nur aufgeschoben.

Sammlung für neue Orgel

Donaukurier vom 24.03.2011 (mue)

   

Der Orgelförderverein der Pfarrei St. Trinitas in Karlskron führt am kommenden Samstag, 26. März, eine Altmetall-Sammlung im Bereich der Gemeinde Karlskron durch. Die Aktion erstreckt sich auch auf die gesamten Ortsteile außer Pobenhausen, Adelshausen und Aschelsried.

Die Bürger können im Rahmen der Sammlung ihr Altmetall (Eisen, Kupfer, Aluminium und ähnliches) am alten Feuerwehrhaus (Kirchplatz) in einen eigens aufgestellten Container werfen oder den Schrott vor das eigene Grundstück stellen, wo er dann ab 9 Uhr abgeholt wird. Bei größeren Gegenständen bitte Werner Schmidt unter Telefon (0 84 50) 8414 oder Rudolf Quass (0 84 52) 82 16 anrufen. Es werden übrigens auch Auto-Batterien angenommen. Der Reinerlös der Altmetallund Schrottsammlung kommt der Beschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit in Karlskron zugute.

Neue Turnhalle frühestens 2014/2015

Hauptversammlung des SV Karlskron / Akuter Platzmangel

Donaukurier vom 23.03.2011 (tur)

   

Der SV Karlskron ehrte auch dieses Jahr verschiedene Mitglieder ffr ihre langjaehrige Mitgliedschaft und Leistungen.

Der seit einem Jahr amtierende Vorstand des Sportvereins Karlskron hat gute Arbeit geleistet. Zu diesem Schluss kamen die Mitglieder auf der Jahresversammlung. Für ständigen Unmut sorgt die Raserei hinter dem Sportplatz. Nun soll es den Temposündern an den Kragen gehen.

Es war die erste Jahresversammlung für den vor einem Jahr gewählten Vorsitzenden Stefan Kumpf, der im Sportheim über das vergangene Jahr resümierte. Besonders erfreulich sei die konstante Zahl der rund 1200 Mitglieder und 40 Betreuerinnen und Betreuer. Das älteste Mitglied ist 86, das Jüngste ein Jahr, wobei das Durchschnittsalter bei 34,2 Jahren liegt.

Nach dem Bericht des Hauptkassiers Matthias Kothmayr bescheinigten ihm die Kassenrevisoren Josef Rinberger und Anton Krammer eine einwandfreie Kassenführung. Besonders erfreulich sei, dass im vergangenen Jahr eine Sondertilgung von 20 000 Euro geleistet werden konnte. „Das zeigt, dass die geleistete Arbeit Früchte trägt“, so Rinberger. Viel zu hoch sei allerdings die Heizkostenabrechnung, die mit rund 12 000 Euro zu Buche schlage. Analoges kritisierte auch der Vorsitzende. „Wir müssen unbedingt die Heizkosten senken und die bestehende Gasheizungsanlage schonen“, so Kumpf. Außerdem will der Vorstand zusammen mit der Gemeinde klären, ob das Vereinsheim an die Hackschnitzelheizung angeschlossen werden könnte. Da durch könnte der Karlskroner Sportverein die Energiekosten jährlich um 20 Prozent senken.

Im Mai 2010 stellte der SV Karlskron bei der Gemeinde einen Antrag, die Geschwindigkeit im Bereich der Brücke beim Tennisheim zu begrenzen. Leider blieb eine Umsetzung bis heute aus. Wie der Vorstand mit Bedauern feststellen musste, ereignete sich dort erst im Dezember 2010 eine kritische Situation. Dem Vorstand seien gewisse Raser bekannt. Man werde in den kommenden Wochen mit ihnen das Gespräch suchen. Sollte sich die Situation nicht bessern, fasse man polizeiliche oder bauliche Maßnahmen ins Auge. Denkbar wären verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Bremspollern oder ähnliches. Dies bedürfe jedoch Abklärungen mit der Polizei, gab Bürgermeister Friedrich Kothmayr zu bedenken.

Im Zuge des Stockschützen- Erweiterungsbaus plädierte Heinrich Hilpert für die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Diese soll auf dem Dach des Stockhäuschens installiert werden. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund 17 500. Euro. Die Versammlung beschloss, das Projekt weiter zu verfolgen und beauftragte den Vorstand, weitere Angebote einzuholen. Aus den Jahresberichten der Sportabteilungsleiter Fußball, Tennis, Turnen, Theater, Leichtathletik und Stockschießen war zu entnehmen, dass auch im vergangenen Jahr verschiedene Spitzenleistungen erreicht wurden.

Sorge bereitet dem SV Karlskron auch der akuter Platzmangel. Wie von Jugendbetreuer Hubert Reitberger und Stefan Kumpf zu erfahren war, fehlen dem Verein weitere Trainingsplatz-Kapazitäten. Ein normaler Spielbetrieb oder ein geordneter Trainingsablauf mit beispielsweise fünf bis sieben Mannschaften an einem Trainingsabend ist nicht mehr möglich“, so Reitberger. Das Ausweichen zur benachbarten alten Turnhalle sei aus Gründen der Belegbarkeit ebenfalls nicht machbar. Mit einer neuen 2,5-fach- oder Dreifach-Turnhalle könnten genügend Kapazitäten geschaffen werden.

Bürgermeister Kothmayr betonte, dass die Realisierung einer neuen Turnhalle, an der sich der Sportverein beteiligen könne, frühestens 2014/2015 in Betracht komme: Dabei stünden nicht nur finanzielle, sondern auch bauliche und architektonische Gründe im Vordergrund: „So eine Planung braucht eine gewissenhafte Abklärung, die nicht in der Kürze durchgezogen werden kann. Bei einem Investitionsvolumen von circa drei bis vier Millionen Euro bedarf es einer sehr genauen und sorgfältigen Planung“, erklärte der Bürgermeister. Dass der früheste Baubeginn erst für 2014/2015 geplant werde, habe mit den anderen anstehenden Bauvorhaben im Gemeindegebiet nichts zu tun. Das Projekt sei nicht aufgehoben, nur aufgeschoben.

Jubilare

Die Jubilare des SV Karlskron: 20 Jahre: Karin Helmerich, Stefan Gundlfinger, Johann Schurius, Johann Galster, Herbert Schlagbauer, Sebastian Brüderle, Bettina Brüderle, Brigitte Münderlein, Johann Glöckl, Silvia Kaltenegger, Johann Rath, Franziska Kopp, Walter Hess,Karlheinz Frei, Beate Schmid, Ludwig Bachhuber, Matthias Karg, Laura Mühldorfer, Rita Schmid, Sabine Kaltenecker, Angelika Hofbeck (n.A.), Fritz Schwaiger, Silvia Schwaiger, Rita Höhnl, Christine Dietz, Kerstin Hartwig, Angelika Tautz, Wolfgang Holzbecher. 30 Jahre: Rita Sommer, Herbert Öttinger, Gerhard Müller, Otto Sommer, Josef Schadl, Thomas jun. Brüderle, Renate Schurius, Sabine Koch, Helga Motzet, Ute Kaltenecker.

40 Jahre: Herbert Leyh, Heinrich Kübler, Martin Triebenbacher, Karlheinz Bezdeka, Peter Gietl. 50 Jahre: Franz Brandstetter, Ludwig Schweiger, Herbert Bauer, Anton Lehner.

Haus im Moos schafft den „Turnaround“

Neue Projekte, Finanzen im Plus, steigende Akzeptanz: Weigert sieht für Umweltbildungsstätte eine gute Zukunft

Schrobenhausener Zeitung vom 22.03.2011 (Bernd Hofmann)

   

Eine ganze Menge Optimismus versprühte Landrat Roland Weigert gestern bei der Sitzung des Stiftungsrats der Stiftung Donaumoos. Bei den Finanzen sei das Haus im Moos im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit seinem Geld ausgekommen, der „Turnaround“, wie es Weigert betriebswirtschaftlich ausdrückte, sei damit erreicht.

Außerdem werde die Umweltbildungsstätte mit der Biberfreianlage und der Erlebniswelt „Heimische Tiere“ (siehe gesonderten Bericht) eine weitere Aufwertung erfahren. Das Jahr 2010 hat die Stiftung Donaumoos mit einem vorläufigen Betriebsergebnis von 87 000 Euro deutlich im Plus abgeschlossen. „Die Betonung liegt auf vorläufig“, sagte Steuerberater Thomas Graf, der sich seit vergangenem Jahr um die Finanzen kümmert. Denn zum Beispiel im Bereich Brandschutz seien auf der Habenseite bereits Zuwendungen eingebucht worden, denen noch nicht die vollständigen Ausgaben gegenüberstehen. Dennoch werde im Jahresabschluss, der im Mai vorliegen soll, ein positives Ergebnis stehen, wenn auch eventuell nur noch im vierstelligen Bereich.

Die „zahlreichen Restrukturierungsmaßnahmen“ hätten, so Weigert, Wirkung gezeigt, weil die Stiftung „mit dem Geld deutlich besser auskommt als in den vergangenen Jahren“. Für Pankraz Wechselberger, seit September 2009 Stiftungsleiter, seien die vergangenen eineinhalb Jahre sicherlich nicht leicht gewesen, würdigte der Landrat Wechselbergers Engagement. Auch Steuerfachmann Graf lobte: „Es ist meines Erachtens hervorragend gearbeitet worden.“ Und Bezirkstagspräsident Josef Mederer freute sich, dass die Stiftung großen Wert auf die Wirtschaftlichkeit lege – „der Weg ist absolut richtig“.

Auf einem guten Weg sieht Roland Weigert, der Vorsitzender des Stiftungsrats ist, das Haus im Moos auch bei der Akzeptanz in den umliegenden Gemeinden – nicht nur, weil es nun kein Minus mehr erwirtschafte. Durch die stärkere Einbindung der drei Donaumoosbürgermeister aus Karlshuld, Karlskron und Königsmoos solle das lokale Geschehen eine stärkere Gewichtung in den Aktionen der Umweltbildungsstätte erhalten. Weigert verwies auf die Überlegungen, die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Haus im Moos unterzubringen oder auch das Thema Imkerei hier zu präsentieren. „An strategischen Ansätzen mangelt es nicht“, sagte Weigert, man könne „guter Dinge in die Zukunft blicken“. Die Schließung der Umweltbildungsstätte sei jedenfalls kein Thema mehr.

Zuwendungen bleiben

Schrobenhausener Zeitung vom 22.03.2011 (bdh)

   

Auch im laufenden Jahr soll das Haus im Moos mit dem zur Verfügung stehenden Geld auskommen. Stiftungsleiter Pankraz Wechselberger und Steuerberater Thomas Graf präsentierten gestern einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan – obwohl kurzfristig noch Änderungen eingearbeitet werden mussten.

So werde die Mottenbekämpfung – die Tiere hatten sich in Präparaten und in der als Dämmmaterial dienenden Schafwolle eingenistet – teurer als ursprünglich gedacht, berichtete Wechselberger. Da Umschichtungen beim Posten Bauunterhalt möglich seien, ändere das aber nichts am Gesamtergebnis. Insgesamt sind für die Mottenbekämpfung heuer 114 000 Euro veranschlagt. Außerdem liege der Stiftung eine Rückforderung des Bayerischen Umweltministeriums vor. In den Jahren 2001 bis 2006 seien 37 000 Euro zu viel an Zuschuss eingenommen worden. Das sei, so Wechselberger, erst einmal nicht ersichtlich gewesen, bis bei einer Rechnungsprüfung eine Doppelförderung festgestellt worden sei. Das Umweltministerium habe der Stiftung aber zugesichert, zu prüfen, ob ihr die Rückzahlung nicht erlassen werden könnte. „Da gibt es ja durchaus eine Argumentationslinie im Hintergrund“, bestätigte Landrat Roland Weigert, ohne näher darauf einzugehen.

Das Haus im Moos mit den beiden Bereichen Umweltbildungsstätte und Freilichtmuseum finanziert sich vor allem aus den Zuwendungen von Landkreis (190 000 Euro), Bezirk (66 000 Euro) sowie der Gemeinden Karlshuld (35 000 Euro), Karlskron und Königsmoos (jeweils 25 000 Euro), die heuer in der Höhe allesamt unverändert bleiben. Dazu kommen zweckgebundene Zuschüsse, heuer zum Beispiel für die Mottenbekämpfung (90 000 Euro). Die Betriebseinnahmen – unter anderem Eintrittsgelder, Unterricht und Beherbergung von Jugendlichen – machen gut 100 000 Euro aus.

Weitere Einnahmequellen sind zum Beispiel die Donaumoostage (18 000 Euro) und die Einspeisevergütung für Solarstrom (10 000 Euro). Zudem stellen, wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer herausstellte, Bezirk und Landkreis 10 000 Euro für Verwaltungscoaching zur Verfügung – „um die Verwaltung fit zu halten“. Gut angelegtes Geld, meinte Mederer angesichts der Aufbruchsstimmung in der gestrigen Stiftungsratssitzung, denn: „Die ersten Erfolge stellen sich ja schon ein.“

Auf die richtigen Worte kommt es an

Feuerwehr Karlskron über Notfallseelsorge sensibilisiert

Donaukurier vom 19.03.2011 (tur)

   

Weiss, wie was zu sagen ist: Monika Last, Mediatorin und Notfallseelsorgerinaus Schrobenhausen, und Markus Schardt, stellvertretenderKommandant der Freiwilligen Feuerwehr Karlskron

Polizei, Feuerwehr, THW und Sanitäter werden oft mit den traurigen Folgen von Unfällen konfrontiert. Traumatische Folgen wurden aber bislang kaum behandelt. Monika Last betreut mit ihrem zehnköpfigen Notfallseelsorge-Team Angehörige von Opfern und traumatisierte Einsatzkräfte. Die Initiative, das Thema Notfallseelsorge zu diskutieren, ging auf den Vorschlag des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Karlskron, Herbert Krusch zurück. Dass der Vortrag gerade zum Zeitpunkt der gegenwärtigen Katastrophe in Japan stattfand, war rein zufällig, führte aber deutlich vor Augen, dass die Notfallseelsorge eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Mit der Notfallseelsorge kennt sich die Schrobenhausener Prädikantin und Mediatorin Monika Last bestens aus, ist sie doch mit ihrem Team im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen dafür zuständig. Ziel eines Infoabends im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Karlskron war es kürzlich, Feuerwehrangehörige für die Nachbetreuung zu sensibilisieren und dafür Verständnis zu erwecken.

In den vergangenen Jahren mussten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder Opfer von schrecklichen Unfällen aus ihren Fahrzeugen befreien und bergen. Bei großen Schadensereignissen werden speziell ausgebildete Notfallseelsorger und Pfarrer für die psychologische erste Hilfe aufgeboten. Zum Team gehören Pfarrer beider Landeskirchen und Prädikantinnen, die in verschiedenen Kursen auf ihren Einsatz vorbereitet wurden. Den Anstoß zur Notfallseelsorge am Ort eines Unfalls oder anderen Unglücks gaben vor Jahren kirchliche Kreise.

Monika Last erläuterte, dass es nach einem schweren Unglück oder Ereignis sowohl bei Direktbetroffenen wie Helfern darum gehe, seelische und körperliche Folgeschäden zu verhindern. Ein Trauma könne das ganze körperliche System eines Betroffenen in Lebensgefahr bringen. In der psychischen Traumatisierung entstehen Eindrücke, in der Verantwortung versagt zu haben oder sogar die Überzeugung, ungerechtfertigt überlebt zu haben: „Besondere Betroffenheit entsteht bei Tod oder Verletzung von Kindern. Das Ziel müsse sein, miteinander in der Gruppe das Erlebte zu verarbeiten. Das Aufräumen nach einem Schadensfall bezieht sich nicht nur auf den Unfall- oder Brandort, so Last. Es müsse auch in der Seele aufgeräumt werden. „Dabei ist aber das ‚Gewusst, wie etwas sagen‘ ganz wesentlich. Manchmal würden schon ganz einfache Sachen helfen. Es braucht Leute für solche Hilfen, die das richtige Gespür dazu haben“, ergänzt Last . Der Abend wurde von den zahlreichen, freiwillig erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehrheitlich positiv aufgenommen.

Voraussetzungen und Ausbildung

Viele Feuerwehrseelsorgerinnen und -Seelsorger sind Pfarrer, Diakone oder Pastoralreferenten und versehen ihren Dienst in der Feuerwehr ehrenamtlich, wie auch die anderen Feuerwehrleute. Feuerwehrseelsorger und -Seelsorgerinnen werden von der Feuerwehr ernannt. Voraussetzung ist eine kirchlich anerkannte Seelsorgeausbildung und die feuerwehrinterne Fortbildung zum Feuerwehrseelsorger.

In anderen Rettungsorganisationen gibt es ähnliche Ämter (etwa die Standortseelsorger der Johanniter oder Malteser oder die Polizeiseelsorger) mit ähnlichen Aufgaben. Eine enge – auch ökumenische – Zusammenarbeit ist absolut sinnvoll. Durch ihre Bekanntheit und durch ihr spezielles Fachwissen eignen sich Feuerwehrseelsorger besonders gut, um den Einsatz von mehreren Seelsorgern bei Großschadensfällen zu koordinieren. Deshalb erwerben viele die Qualifikation des Leitenden Notfallseelsorgers.

Kothmayr informiert

Schrobenhausener Zeitung vom 17.03.2011 (SZ)

   

Drei Bürgerversammlungen gibt es in diesem Jahr in der Gemeinde Karlskron. Los geht es bereits heute Abend mit dem Termin für den Gemeindeteil Adelshausen. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Gasthaus Felber in Aschelsried. Weitere Termine sind am Dienstag, 22. März, im Schützenheim Pobenhausen und am Mittwoch, 23. März, um 19.30 Uhr im Landgasthof Haas in Karlskron. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. In allen drei Versammlungen wird Bürgermeister Friedrich Kothmayr über die Projekte und Finanzen der Gemeinde informieren, bevor die Bürger selbst das Wort ergreifen können.

Mehr Platz für Scherm

Gemeinderat Karlskron Logistikfirma darf um weitere 12,5 Hektar erweitern

Neuburger Rundschau vom 16.03.2011 (Ramona Schittenhelm)

   

Im Karlskroner Ortsteil Probfeld darf die Firma Scherm ihr Betriebsgelände vergrößern. Die Erweiterung beträgt 12,5 Hektar, erläuterte Ursula Burkhard vom Planungsbüro Wipfler aus Pfaffenhofen, die sich um die Umsetzung des Bebauungs- und Flächennutzungsplans kümmert. Andreas Kottermeier, zuständig für Lärmschutzgutachten, sieht bei einer Erweiterung keine Probleme für die Anwohner. Der Gemeinderat beauftragte im Zuge der aktuellen Erweiterung bereits eine komplette Begutachtung der Fläche: Sollte eine weitere Erweiterung anstehen, so Kottermeier, müsste man die einzelnen Anwesen im Außenbereich, die an das Firmengrundstück anschließen, in die Planung mit einbeziehen. Das ursprüngliche Betriebsgelände der Firma Scherm war etwa 28 Hektar groß, die erste Erweiterung betrug 15 Hektar. Bereits damals ging es vor allem um Stellflächen für Autos. Für die Fläche geplant ist Trennasphalt, also dasselbe Material, das bereits beim Bau der ersten Erweiterungsfläche verwendet wurde.

Darüber hinaus wurden folgende Themen im Gemeinderat beraten: Baugebiet Das Baugebiet Pobenhausen Süd-West wird aktuell. Bei entsprechender Nachfrage könnten noch dieses Jahr die ersten Bauvorhaben begonnen werden. Die Träger öffentlicher Belange hatten keine nennenswerten Einwände, sondern lediglich redaktionelle Änderungswünsche.

Autohaus Zugestimmt hat der Gemeinderat der geplanten Erweiterung eines Autohauses im Ortsteil Brautlach. An die bestehenden Gebäude sollen an allen Seiten Flächen angebaut werden, damit der Besitzer die Werkstatt und vor allem die Ausstellungsflächen erweitern kann.

Kinderbetreuung Anerkannt wurde auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Karlskron: Nachfrage besteht für 150 Plätze in den bestehenden Kindergärten (Haus Regenbogen und Haus Josef) sowie 36 Plätze in der neu zu schaffenden Kinderkrippe im Ort. Dazu kommen zehn Plätze für die Tagespflege.

Haus der Begegnung Das „Haus der Begegnung“ in Pobenhausen wird in einer der nächsten Sitzungen noch einmal thematisiert. Besprochen werden sollen dabei unter anderem die Nutzungsauflagen und Bedingungen, die die Gemeinde aufgrund der verschiedenen Förderprogramme für das Bauvorhaben bekommen hat. Angeregt wurde dies durch Gemeinderätin Christa Froschmeier (CSU), um im Vorfeld des Baues mögliche Probleme bereits klären zu können.

Auf Leben und Tod

Marcel Eichhorn hat Leukämie / Typisierung Ende März

Donaukurier vom 09.03.2011 (DK)

   

Die Typisierungsaktion haben Sonja Schmid (links) und Claudia Guttenberger (rechts) zusammen mit Buergermeister Friedrich Kothmayr und Yvonne Renz von der DKMS organisiert.

Der 16-jährige Marcel Eichhorn aus Karlskron ist an Leukämie erkrankt. Um ihm und auch anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Sonntag, 27. März, in der Schule Karlskron eine Typisierungsaktion. Seit 2002 wohnt Marcel Eichhorn (Foto) mit seinen Eltern an der Unteren Hauptstraße in Karlskron. Er besuchte die örtliche Volksschule und absolvierte erfolgreich die Hauptschule, die er mit dem Quali abschloss. Dann trat er eine Lehre als Schreiner in einer hiesigen Möbelfirma an: ein ganz normaler Bub wie viele andere auch. Bis ihn im Oktober vergangenen Jahres ein schwerer Schicksalsschlag ereilte: Marcel Eichhorn ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend geeignete Stammzellen.

Alle können helfen und sich als potenzielle Stammzellenspender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierungen finanziert werden können. Marcel Eichhorn kann nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellenspender zur Verfügung stehen. Wer sich nicht in eine Spenderdatei aufnehmen lässt, kann nicht gefunden werden. Bislang war die weltweite Suche nach einem passenden Stammzellenspender für Marcel erfolglos. Um ihm zu helfen, organisieren seine Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS eine Typisierungsaktion.

Bürgermeister Friedrich Kothmayr und die Nachbarinnen Sonja Schmid und Claudia Guttenberger scheuten keinen Einsatz und hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen (typisieren) lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden. Jeder Einzelne zählt.

Die Aktion findet statt am Sonntag, 27. März, von 11 Uhr bis 16 Uhr in der Volksschule in Karlskron. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Millimeter Blut abgenommen, welches dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilzunehmen.

Genauso wichtig ist allerdings auch die finanzielle Unterstützung der Aktionen. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen.

LEUKÄMIE

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie, darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen – wie für Marcel Eichhorn aus Karlskron – ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Bereits mehr als 2,3 Millionen Menschen haben sich als potenzielle Stammzellspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Sie ist die weltweit größte Datei und vermittelt täglich mindestens zehn Stammzellspender.

Dennoch kann noch immer für jeden fünften Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es auch außerordentlich wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen. mue

Narren ziehen durch die Straßen von Adelshausen

Neuburger Rundschau vom 08.03.2011 (Ramona Schittenhelm)

   

Die Faschingsbegeisterten aus Adelshausen haben sich für ihren Umzug am Wochenende bei der Gestaltung der Wagen einiges einfallen lassen. Auch die Aktualität hat sie dabei nicht überrollt, wenn man an die derzeit intensive Debatte um den Treibstoff „E10“ denkt. In Adelshausen hatte man prompt die Lösung: Hier fliegt man zukünftig mit dem Ballon.

München kann bei der Olympiabewerbung auch auf Adelshausen und Aschelsried zählen, denn für die Bob-Wettkämpfe sind die Bewohner waren kreativ kostümiert und bunt. Im Ortszentrum entlang der Schlossstraße bis zur Veranstaltungshalle war traditionell der größte Auflauf an Zuschauern, die die Motivwagen anfeuerten, mitsangen, mittanzten und sich natürlich darüber freuten, die geworfenen Süßigkeiten (und Spirituosen) aufzufangen. In der Veranstaltungshalle wurde im Anschluss an den Umzug noch kräftig gefeiert.

Es regnete Süßigkeiten

Zwölfter Adelshausener Faschingsumzug mit viel tiefsinnigem Humor

Schrobenhausener Zeitung vom 07.03.2011 (SZ)

   

Mutant heroes und Schnuller: Die Damenabteilung des SV Karlskron und ihre Babys on tour.

Ein selbst gebauter Bob ist der Beitrag der Adelshausener Musikanten zur Diskussion um die Olympia- Bewerbung.

Gespannt warteten am Samstagnachmittag über 2000 teils kostümierte Besucher entlang der Route auf den Adelshausener Faschingsumzug. Bei strahlendem Prachtwetter ertönte punkt 13.30 Uhr in Aschelsried der laute Startschuss für den Faschingsumzug mit über 20 Wagen- und Fußgruppen.

Besondere Beachtung fanden dabei Bürgermeister Fritz Kothmayr, der als Leithammel eine kleine Schäfchenhorde anführte, und Spargelkönig Florian I. auf seinem farbenprächtigen Thron. Aber auch die Adelshausener Musikanten, die für eine Winterolympiade 2018 in Adelshausen warben, bestachen durch großen Ideenreichtum.

Anders als in den vergangenen Jahren fanden sich heuer auch politische Anspielungen. So zum Beispiel der Castor- Transporter des Burschenvereins Karlskron. In großer Aufmachung war zu lesen: „Gelbschwarz macht nur Müll“ oder „Castor – nicht nur strahlend, sondern rein!“ Alle Themenwagen, die die Vereine und Gruppen in vielen Stunden mit sehr viel Herzblut hergerichtet hatten, warben nebenbei für die Typisierungsaktion für den erst 16-jährigen an Leukämie erkranken Marcel aus Karlskron, die Ende März in der Turnhalle stattfinden soll. Schade, dass aus dem liebevoll geschmückten Spargelkönigsgefährt, dem fahrenden Höllenwagen, der Raketenabschussrampe der Space Girls und der fahrenden Ölplattform bald wieder normale Anhänger werden. . .

Die Adelshausener Musikanten sowie der Paartaler Fanfarenzug aus dem benachbarten Reichertshofen fesselten mit traditionellen Fasnachtsrhythmen das Publikum. Nicht nur rosa Prinzessinnen, grimmige Piraten, stolze Häuptlinge, geheimnisvolle Zauberer, bunte Clowns, süße Häschen und allerliebste Kätzchen, Fliegenpilze, Hühner, Biene Maya oder andere Tierchen tummelten sich im Geleit ihrer Eltern im Regen der Süßigkeiten. Auch viele Erwachsene hatten sich in aufwendige Kostüme gewagt. Ein Thema, das erstmals präsentiert wurde, ist der neue Biosprit E 10, den keiner tanken will. „Manege frei“ hieß das Motto der Karlskroner Weibsen, die mit ihrem Wagen Zirkus Kroncalli wahre „Zirkusweiberei“ präsentierte.

Traditionsgemäß endete der Gaudiwurm vor der Spitzauerhalle, bei der das bunte Faschingstreiben bis in den späten Nachmittag seinen Verlauf nahm. Für diejenigen, die in der voll gepfropften Halle noch einen Sitzplatz ergattern konnten, ging es dann mit musikalischen Leckerbissen der Partyband Let’s fetz und Showeinlagen der Egweiler Eggspatzen bis in frühen Morgenstunden weiter.

Castor und Olympia

Narrenmeile von Aschelsried bis Adelshausen

Donaukurier vom 07.03.2011 (tur)

   

Schneewittchen in Adelshausen: Laienschauspieler Christian Finkenzeller (links) mit einem der gar nicht zwergenhaften Begleiter. Die Ballonfahrerinnen taten sich mit dem Abheben schwer.

Rund 2000 Faschingsfreunde säumten bereits am Samstagnachmittag den Zug von Aschelsried nach Adelshausen. Bei herrlichem Wetter ertönte punkt 13.30 Uhr der Startschuss. Wie schon im vergangenen Jahr waren gut 20 Wagen- und Fußgruppen aufgeboten. Besondere Beachtung fanden dabei vor allem Bürgermeister Fritz Kothmayr als Leithammel in seiner Schäfchenherde und Spargelkönig Florian I. auf seinem farbenprächtigen Thron. Aber auch die Adelshausener Musikanten, die für eine Winterolympiade 2018 in ihrem Ort warben, bestachen als Bobfahrer durch Ideenreichtum.

Politische Anspielungen gab es mit dem Castor-Transporter des Burschenvereins Karlskron. „Gelb-Schwarz macht nur Müll“ oder „Castor – nicht nur strahlend, sondern rein!“ war da zu lesen. Praktisch alle Themenwagen der Vereine warben nebenbei noch für eine Typisierungsaktion für den 16-jährigen an Leukämie erkranken Marcel aus Karlskron Ende März. Schaden nur, dass aus dem liebevoll geschmückten Spargelkönigsgefährt, dem fahrenden Höllenwagen, der Raketenabschussrampe der Space Girls und einer fahrenden Ölbohrinsel bald wieder normale Anhänger werden . . . Neben den Adelshausener Musikanten sorgte der Paartaler Fanfarenzug aus Reichertshofen mit bewährten Rhythmen für gute musikalische Unterhaltung. Im Publikum gab es neben etlichen „Zivilisten“ auch rosa Prinzessinnen, grimmige Piraten, stolze Häuptlinge, geheimnisvolle Zauberer und grellbunte Clowns. Auch süße Häschen und allerliebste Kätzchen, Fliegenpilze, Hühner und Bienen wurden gesichtet. Traditionsgemäss endete der Gaudiwurm vor der Spitzauerhalle, bei der das bunte Faschingstreiben weiterging.

Eine Büchersendung für Papst Benedikt

Vatikan erhält Karlskroner Chronik

Donaukurier vom 05.03.2011 (DK)

   

Wenn Papst Benedikt XVI. an einem der nächsten Tage seine Post durchsieht, wird er sich mit einer etwas gewichtigeren Sendung womöglich länger beschäftigen: Heimatpfleger Hans Perlinger hat seine im vergangenen Herbst erschienene Chronik von Karlskron diese Woche über die Freisinger Bistumsverwaltung an den Vatikan schicken lassen. Hintergrund: Der Papst hat viele Erinnerungen an die Gemeinde im Donaumoos, weil er hier in Kindheitstagen häufiger seine Tante Theogena Ratzinger besucht hatte, die einst als Ordensschwester im früheren Kloster Karlskron lebte.

In den 30er Jahren hatte Josef Ratzinger, was auch schon länger bekannt ist, als Kind immer wieder einige Tage und sogar Wochen bei seiner Tante verbracht. Hans Perlinger: „Der Papst kennt Karlskron und die nicht mehr vorhandene Mädchenschule sehr gut.“

Ob es aus dem Vatikan eine Reaktion auf die Büchersendung geben wird, steht dahin. Hans Perlinger würde es aber allein schon freuen und mit Stolz erfüllen, wenn seine Chronik in einem Winkel der päpstlichen Bücherregale einen Platz finden würde.

Karlkroner Gartler haben vielseitige Interessen

Verein zählt inzwischen fast 250 Mitglieder

Donaukurier vom 05.03.2011 (mue)

   

247 Mitglieder zählt der Obst- und Gartenbauverein Karlskron, so der Vorsitzende Rudolf Quass in seinem Rechenschaftsbericht in der Jahresversammlung. Stolz betonte er die steigende Tendenz; immer wieder treten ambitionierte Gartler dem Verein bei.

Das Treffen im Landgasthof Haas war mit 50 Mitgliedern, unter ihnen Bürgermeister Friedrich Kothmayr und Altbürgermeister Benno Walter, recht gut besucht. Die Vereinsaktivitäten wecken die Lust vieler Gartler zum Mitmachen. Dazu gehören die jährliche Winterwanderung, die Beteiligung an der Aktion „Saubere Landschaft“, Nachwuchsarbeit beim Ferienpass“, Oster- und Adventsbasteln, oder das Binden von Kräuterbuschen. Auch der Kinderwettbewerb „Mein Erntedankkorb“ und das Radifest komme immer gut an.

Gartenpfleger Erwin Motzet hält Baumschneidekurse, pflegt die Bäume im Pfarrgarten und vor der Kirche. Das Schulschwesterngrab im Karlskroner Friedhof pflegt der Verein, ebenso verschiedene Feldkreuze. Ein Ausflug nach Abensberg zum Hundertwasserturm mit Brauereibesichtigung erfreute die Mitglieder. Der monatliche Stammtisch im Landgasthof Haas ist stets gut besucht. Ein Fachvortrag „Musik liegt in der Luft“ von Rudi Wittmann zum Zauber der Vogelstimmen faszinierte besonders.

Der Verein kümmert sich um die Grüngutentsorgung. Reisen wurden mehrere unternommen, mit dem Kreisverband ging es nach Wales, dann nach Hessen und zur Landesgartenschau nach Rosenheim. Für die neue Kirchenglocke sowie die Kirchenrenovierung gab der Verein sein Scherflein. Zu den Aktivitäten heuer kommt die Bestellung von 1000 Blumenzwiebeln hinzu, die im Herbst gesteckt werden und die dann als Frühlingsboten die Spaziergänger erfreuen werden.

Für 25-jährige Vereinstreue wurden schon etwas früher Anna Bauch, Katharina Felber, Josef Weichesmüller, Doris Kothmayr, Michael Weiß, Ernst Rau, Walburga Kloiber, Andreas Einmüller, Alois Frankenberger und Heinz Königer geehrt.

Keine Alkoholsünder

Donaukurier vom 05.03.2011 (DK)

   

Über 200 Autofahrer sind in der Nacht zum Freitag von der Schrobenhausener Polizei im Raum Karlskron und im Schrobenhausener Stadtgebiet Alkoholkontrollen unterzogen worden. Die Ordnungshüter machten den betroffenen Fahrern im gestrigen Polizeibericht ein dickes Kompliment: Kein einziger der angehaltenen Fahrzeuglenker gab einen Grund zur Beanstandung. Die Beamten hoffen auch für die weiteren tollen Tage auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer.

Umzug mit Leithammel

Donaukurier vom 05.03.2011 (tur)

   

Kaum wiederzuerkennen: Karlskrons Gemeindechef Fritz Kothmayr als Leithammel in einer aparten Schafherde. Diese Kosttmierung vom Unsinnigen Donnerstag will der Buergermeister auch beim grooen Umzug von Aschelsried nach Adelshausen tragen.

Am heutigen Samstag erreicht der Karlskroner Fasching mit dem Gaudiwurm und dem anschließenden Faschingsball in der Spitzauerhalle seinen Höhepunkt. Der Umzug startet um 13.30 Uhr in Aschelsried und endet um ca. 14.15 Uhr bei der Spitzauerhalle in Adelshausen.

Am Umzug beteiligen sich über 20 Wagen und Gruppen mit originellen Mottos. Für garantiert tolle Stimmung sorgen die über die Region hinaus bekannte Partyband „Let’s fetz“ sowie die Eggspatzen aus Egweil. Weil der Zug bereits heute stattfindet, ist die Konkurrenz im Gegensatz zum Sonntag nicht so groß.

Und eines steht auch fest: Karlskrons Bürgermeister Friedrich Kothmayr ist am Unsinnigen Donnerstag beim Weibsenball im Schützenheim zum Leithammel ernannt worden. Heute will er mit seiner Schäfchenherde gemeinsam mit dem Spargelkönig Florian Raba den Faschingsumzug bereichern. Dis Kostümprobe vor den ausgelassenen Damen beim Weiberfasching ließ für den heutigen Auftritt vor einer breiteren Öffentlichkeit hoffen . . .

Auftritt Prinzenpaar

DOnaukurier vom 04.03.2011 (mue)

   

Eine willkommene Abwechslung erlebten rund 350 Kindergarten- und Schulkinder am Unsinnigen Donnerstag in der Karlkroner Schulturnhalle, als Garde und Prinzenpaare der REB Reichertshofen auftraten. Hier drehen sich gerade Kinderprinzessin Anna-Lena I. und Kinderprinz Lukas II. vor den begeisterten Zuschauern. Die REB lädt übrigens am heutigen Freitag abends zur großen Piratenparty in die Reichertshofener Paarhalle ein.


© BD am 18.5.2008