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Frauen fleißig auf Korbjagd

Schrobenhausener Zeitung vom 30.12.2009 (rks)

   

Das Schrobenhausens Herren hervorragend Basketball spielen können, ist ja kein großes Geheimnis. Bereits seit Jahren halten sie sich erfolgreich in der Oberliga Mitte – und das stets ohne teure Legionäre.

Das Einzige, was bei den Mannen um Headcoach Andreas Bernitt seit Saisonbeginn 2009/10 neu ist: ihr Name. So sorgen sie inzwischen als Green Devils für teuflisch guten Sport. Zumindest sehr oft.

Aber Respekt auch vor den Frauen des SSV! Die Zeiten in denen sie ehrfurchtsvoll zu den Männern im Verein hochblicken mussten, scheinen nun der Vergangenheit anzugehören – denn seit rund drei Monaten ist auch die Damenvertretung aus Schrobenhausen in der Oberliga zu finden. Mehr noch: Schon drei Siege feierte sie bislang dort, belegt damit nach der Vorrunde den respektablen siebten Rang unter zehn Klubs.

Cheftrainerin Birgit Ebertz leistet also gute Arbeit. Und das nicht nur hier. Auch bei der Ü50-Weltmeisterschaft 2009 der Frauen in Prag sorgte die Karlskronerin für Furore und landete mit der deutschen Nationalmannschaft auf dem Bronzeplatz. Keine Frage, von solch einer erfolgreichen Basketballerin ist eine ganze Menge zu lernen!

Und genau das tat wohl ihre Tochter Nathalie Ebertz, die inzwischen sogar in der Ersten Bundesliga angekommen ist – als Centerspielerin beim Team von WWK Donau-Ries. Bereits auf elf Einsätze bringt es die 19-Jährige dort in der laufenden Saison, misst sich stets mit den Besten der Republik. Übrigens: Vater Andreas Ebertz aus Schrobenhausen ist Co-Trainer bei WWK Donau-Ries . . .

Baustelle Hauptschule Karlskron

Hackschnitzelheizung soll Energieverbrauch senken

Donaukurier vom 29.12.2009 (DK)

   

In diesem Schuljahr ist die Hauptschule Karlskron eine Baustelle. Handwerker bauen Fenster ein und dämmen das Schulhaus. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Claudia und Helmut Schwalm, die Architekten der Sanierung, in den Unterricht einzuladen und zu befragen: Was ist eine energetische Sanierung?

Claudia Schwalm: Das Karlskroner Schulhaus erhält neue Fenster mit einer wärmedämmenden Verglasung, ein Wärmedammverbundsystem an der Fassade und eine komplett neue Hackschnitzelheizung, um den Energieverbrauch auf lange Sicht zu senken.

Wie funktioniert eine Hackschnitzelheizung?

Helmut Schwalm: Eine Hackschnitzelheizung wird mit kleingehackten Holzstücken befeuert. In unserer Region ist Holz für lange Zeit ausreichend vorhanden, es gehört ja auch zu den erneuerbaren Energien. Die trockenen Hackschnitzel werden aus einem Lagerraum mit einer Förderschnecke zu einem Kessel gebracht und dort verbrannt. Über eine mit warmem Wasser gefüllte Fernleitung gelangt die Wärme ins Schulhaus. Die Baukosten für eine Hackschnitzelanlage dieser Größe belaufen sich auf etwa 500 000 Euro.

Warum heizt man in unserer Zeit wieder mit Holz?

Helmut Schwalm: Der Hauptgrund ist, dass wir in den Industrieländern die CO2- Emission verringern müssen, um die Erderwärmung zu begrenzen. Außerdem verringern wir durch das Heizen mit Holz die Abhängigkeit vom Weltmarkt, wie das zum Beispiel bei Öl oder Gas der Fall ist. Als Biomasse ist Holz also eine günstige und ökologische Energiequelle, die bei der Begrenzung der Erderwärmung hilft.

Ist eine Erderwärmung nicht erstrebenswert, um Heizkosten zu sparen?

Helmut Schwalm: Es ist ein sehr hoher Preis, den wir dafür bezahlen. Die Gletscher am Pol könnten schmelzen, Küstengebiete oder Inselgruppen wie die Malediven werden überflutet, Naturkatastrophen häufen sich. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um den Temperaturanstieg zu begrenzen. Dies ist eine weltweite Aufgabe. Industrieländer wie Deutschland haben dabei eine Vorbildfunktion. 9. Klasse, Hauptschule Karlskron

Baustelle Hauptschule Karlskron

Hackschnitzelheizung soll Energieverbrauch senken

Donaukurier vom 29.12.2009 (DK)

   

In diesem Schuljahr ist die Hauptschule Karlskron eine Baustelle. Handwerker bauen Fenster ein und dämmen das Schulhaus. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Claudia und Helmut Schwalm, die Architekten der Sanierung, in den Unterricht einzuladen und zu befragen: Was ist eine energetische Sanierung?

Claudia Schwalm: Das Karlskroner Schulhaus erhält neue Fenster mit einer wärmedämmenden Verglasung, ein Wärmedammverbundsystem an der Fassade und eine komplett neue Hackschnitzelheizung, um den Energieverbrauch auf lange Sicht zu senken.

Wie funktioniert eine Hackschnitzelheizung?

Helmut Schwalm: Eine Hackschnitzelheizung wird mit kleingehackten Holzstücken befeuert. In unserer Region ist Holz für lange Zeit ausreichend vorhanden, es gehört ja auch zu den erneuerbaren Energien. Die trockenen Hackschnitzel werden aus einem Lagerraum mit einer Förderschnecke zu einem Kessel gebracht und dort verbrannt. Über eine mit warmem Wasser gefüllte Fernleitung gelangt die Wärme ins Schulhaus. Die Baukosten für eine Hackschnitzelanlage dieser Größe belaufen sich auf etwa 500 000 Euro.

Warum heizt man in unserer Zeit wieder mit Holz?

Helmut Schwalm: Der Hauptgrund ist, dass wir in den Industrieländern die CO2- Emission verringern müssen, um die Erderwärmung zu begrenzen. Außerdem verringern wir durch das Heizen mit Holz die Abhängigkeit vom Weltmarkt, wie das zum Beispiel bei Öl oder Gas der Fall ist. Als Biomasse ist Holz also eine günstige und ökologische Energiequelle, die bei der Begrenzung der Erderwärmung hilft.

Ist eine Erderwärmung nicht erstrebenswert, um Heizkosten zu sparen?

Helmut Schwalm: Es ist ein sehr hoher Preis, den wir dafür bezahlen. Die Gletscher am Pol könnten schmelzen, Küstengebiete oder Inselgruppen wie die Malediven werden überflutet, Naturkatastrophen häufen sich. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um den Temperaturanstieg zu begrenzen. Dies ist eine weltweite Aufgabe. Industrieländer wie Deutschland haben dabei eine Vorbildfunktion. 9. Klasse, Hauptschule Karlskron

Karlskron verleiht erstmals wieder Umweltschutzpreis

Der Imkerverein Reichertshofen wurde vom Gemeinderat für seine vielfältigen Verdienste gewürdigt

Donaukurier vom 23.12.2009 (mue)

   

Buergermeister Friedrich Kothmayr ueberreicht dem Vorsitzenden des Imkervereins Reichertshofen und Umgebung Eduard Enders den mit 300 Euro dotierten Umweltschutzpreis der Gemeinde Karlskron als Anerkennung fuer vielfaeltige Verdienste.

In der letzten Gemeinderatsitzung des Jahres 2009 wurde dem Imkerverein Reichertshofen und Umgebung der Umweltschutzpreis der Gemeinde Karlskron überreicht. Bürgermeister Friedrich Kothmayr, auf dessen Vorschlag die Auszeichnung der Imker erfolgte, würdigte bei der Übergabe des Schecks – der Umweltschutzpreis ist mit 300 Euro dotiert – an den Vorsitzenden Eduard Enders die Verdienste der Imker als Naturund Umweltschützer.

Die Imker in der Region leisten mit ihren Bienenvölkern einen wichtigen Beitrag für das Wachstum in der Natur und für den Erhalt des Ökosystems, führte der Rathauschef aus. Enders freute sich riesig über die freundliche Geste der Gemeinde Karlskron: Mit der Preisverleihung werde hohe Wertschätzung und Anerkennung für die Imker ausgedrückt, sagte er.

Weiter ging es in der Sitzung mit dem Verfahren zur Aufhebung des Bebauungsplanes Fruchtheim; der Entwurf der Aufhebungssatzung war öffentlich ausgelegt worden. Die Träger öffentlicher Belange wurden im Rahmen der Behördenbeteiligung am Verfahren beteiligt. Weder seitens der Bürger noch der Behörden wurden Bedenken vorgebracht, so dass der Gemeinderat die Aufhebung des Bebauungsplanes als Satzung beschloss.

Im Rahmen der frühzeitigen Behördenbeteiligung lag dem Gemeinderat die Flächennutzungsplanänderung sowie der Bebauungsplan Solarfeld Mühlbachäcker der Gemeinde Brunnen vor. Die geplante Freiflächen- Fotovoltaikanlage auf einer Fläche von 10,2 Hektar liegt westlich der Gemarkung Pobenhausen. Seitens der Gemeinde Karlskron werden keine Einwände erhoben, da Belange der Gemeinde Karlskron durch diese Planung nicht berührt werden.

Der Gemeinderat stimmte dem von E.On Bayern vorgelegten Netznutzungsvertrag zu. Er gilt ab 1. Januar 2010 und basiert auf dem Energiewirtschaftsgesetz. Der Stromlieferungsvertrag wurde bereits früher abgeschlossen. Der Gemeinderat genehmigte außerdem die vom Abwasserverband Ingolstadt-Süd vorgelegte vorläufige Kostenabrechnung für den Anschluss des Ortsteiles Walding an die Abwasseranlage des Abwasserverbandes Ingolstadt-Süd. Die Gesamtkosten haben sich gegenüber der letzten Kostenabrechnung unwesentlich von 421 400 Euro auf 433 300 Euro erhöht. Erfreulich sei, dass ein Großteil der Zuschussauszahlungen bereits 2010 erwartet und der Restzuschuss für 2011 veranschlagt werden könne. Bürgermeister Kothmayr erläuterte, dass die Mehrkosten in Höhe von circa 10 000 Euro auf die schwierige Wasserhaltung zurückzuführen waren. Der Bauausschuss hatte sich bei seinem letzten Ortstermin mit der Generalsanierung der Volksschule Karlskron, Bauabschnitt II und III, befasst, zu der das Architekturbüro Schwalm einen Sachstandsbericht hinsichtlich der energetischen Modernisierung gab.

Für ein geplantes Hotels im Ortskern von Karlskron bestehen seitens des Gemeinderats keine Bedenken hinsichtlich der Wärmelieferung aus der gemeindlichen Heizanlage. Jedoch müsse dies fördertechnisch berücksichtigt werden und die Heizanlage könne nur anteilig für die angeschlossenen kommunalen Gebäude gefördert werden. Zum Abschluss wurde in Josephenburg eine Doppelcarport genehmigt.

Für fünf Kommunen kein Geld

Schlüsselzuweisungen im Schrobenhausener Land

Schrobenhausener Zeitung vom 22.12.2009 (Bernd Hofmann)

   

Gleich fünf Gemeinden im Schrobenhausener Land gehen im kommenden Jahr bei den Schlüsselzuweisungen völlig leer aus. Für Aresing, Karlskron und die Stadt Schrobenhausen ist das nichts Neues: Sie mussten im vergangenen Jahr schon auf den Scheck aus München verzichten, weil die Steuerkraft so stark war, dass der Freistaat nicht für einen strukturellen Ausgleich sorgen musste.

Denn die Schlüsselzuweisungen sind ein wichtiges Instrument des kommunalen Finanzausgleichs. Sie sind nicht – wie Zuschüssen für Kanäle, Kindergärten oder Straßenbau – an einen bestimmten Zweck gebunden. Der Freistaat Bayern will damit vielmehr Strukturschwächen ausgleichen. Vereinfacht gesagt: Finanzschwache Gemeinden, die kaum über eigene Einnahmemöglichkeiten (zum Beispiel aus der Gewerbesteuer) verfügen, bekommen zusätzliches Geld, wirtschaftlich starke Kommunen gucken in die Röhre. So gesehen wird der Frust über den ausbleibenden Geldsegen für Aresing, Karlskron, Schrobenhausen sowie heuer auch Langenmosen und Hohenwart dadurch gemildert, dass sie die Gewissheit haben, nach dem Berechnungsschema des Freistaats auf gesunden Beinen zu stehen. Der Haken an der Sache ist aber, dass für die Kalkulation der Schlüsselzuweisungen für 2010 die Kennzahlen des Jahres 2008 verwendet werden – damals hatte sich die weltweite Wirtschaftskrise noch kaum ausgewirkt.

Besonders hart trifft es im kommenden Jahr Hohenwart. Durfte sich Bürgermeister Manfred Russer 2009 noch über weit mehr als 400 000 Euro aus den Schlüsselzuweisungen freuen, sinkt der Auszahlungsbetrag diesmal auf Null. Ebenfalls wieder bei Null angelangt ist Langenmosen, das sich ja in den vergangenen Jahren in den landkreisweiten Rankings der Pro-Kopf-Steuerkraft immer ganz oben befunden hatte und auch im vergangenen Jahr aus den Schlüsselzuweisungen lediglich eine Art Trostpreis bekommen hatte. Im Landkreis Pfaffenhofen gehen 2010 zudem Ernsgaden, Münchsmünster, Pfaffenhofen, Schweitenkirchen, Vohburg und Wolnzach leer aus, im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen neben den bereits genannten Gemeinden keine andere.

SCHLÜSSELZUWEISUNGEN 2010

Gemeinde EUR 2009

EUR 2010

+/-

in % Aresing – – – – Berg im Gau 129 520

19 656

–109 864

–84,8% Brunnen 185 472

238 764

+53 292

+28,7% Gachenbach 396 916

371 500

–25 416

–6,4% Gerolsbach 455 548

445 852

–9 696

–2,1% Hohenwart 437 308



–437 308

–100,0% Karlshuld 857 940

852 600

–5 340

–0,6% Karlskron – – – – Königsmoos 832 020

721 984

–110 036

–13,2% Langenmosen 35 268



–35 268

–100,0% Schrobenhausen – – – – Waidhofen 289 688

266 948

–22 740

–7,8%

Kinder zeigen Stallweihnacht

Heustadel festlich geschmückt

Donaukurier vom 21.12.2009 (mue)

   

Stallweihnacht in Karlskron: Die Spenden fliessen auf das Konto der beiden Kindergaerten.

Zum zweiten Mal stimmten die Kinder der beiden Kindergärten in Karlskron jetzt die zahlreich erschienen Eltern, Großeltern und viele Gäste bei einer Stallweihnacht im Freien in einem festlich geschmückten Heustadel auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Kindergartenleiterin Elfriede Hofstetter führte durch das Programm. Die Kinder, als Engel und Hirten verkleidet, sowie Maria und Josef mit dem Kind sangen und spielten mit Instrumenten und trugen adventliche Geschichten vor. Die Adelshausener Musikanten und das Gesangsduo Mühldorfer/ Krems untermalten die Feierstunde.

Letzte Sitzung im alten Jahr

Donaukurier vom 21.12.2009 (oh)

   

Am heutigen Montag findet ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Karlskron eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: die Überreichung des Umweltschutzpreises 2009 an den Imkerverein Reichertshofen und Umgebung; es geht um mehrere Bauanträge; Aufhebung des Bebauungsplans „Fruchtheim“; Aufstellung eines Bebauungsplan „Solarfeld Mühlbachäcker“; Nutzungsvertrag mit E.ON Bayern; Anschluss des Gemeindeteiles Walding an die Abwasseranlage des Abwasserbeseitigungsverbandes Ingolstadt- Süd (vorläufige Kostenabrechnung). Wie gewohnt geht es auch in der letzten Sitzung dieses Jahres um Anfragen und Mitteilungen, außerdem gibt es einen Jahresrückblick.

Warmer Regen für Vereine

Raiffeisenbank Donaumooser Land spendete 15 000 Euro

Schrobenhausener Zeitung vom 19.12.2009 (pre)

   

„Advent, Advent, es freuen sich die Kinder“, sang herzerfrischend der Kinderchor Ludwigsterne Karlshuld. Freude kam bei der Spendenübergabe der Raiffeisenbank Donaumooser Land aber auch bei den Erwachsenen auf. Stolze 15 000 Euro befanden sich insgesamt in den Kuverts, die Bankdirektor Hermann Heigl gemeinsam mit seinen Direktorenkollegen Franz Rein und Andreas Schwinghammer an Führungsleute aus Vereinen, Institutionen und Organisationen überreichte.

Unterstützung erhielten die Vorstände bei der Übergabe von ihren Mitarbeitern der jeweiligen Geschäftsbereiche. Die Liste der Namen war lang. Mit kurzen Dankesworten nahmen die Spende entgegen: Von den Sportvereinen: Hartmut Schier aus Karlshuld; Gerhard Müller aus Karlskron; Raimund Schwab aus Bruck; Helmut Geißler aus Brunnen; Harald Ettenreich aus Bergheim; Kurt Bachhuber aus Pobenhausen; Robert Pfab aus Hohenried; Rudolf Link aus Grasheim; Johann Mayr aus Lichtenau; Gerhard Gaßner aus Weichering und Anton Krammer für die JfG Donaumoos.

Für die Kindergärten: Silvia Grauvogel und Adriane Aman aus Karlshuld; Karin Heise und Elfriede Hofstetter aus Karlskron; Maria Andraschko aus Weichering; Sabine Mayer aus Lichtenau; Lilo Hippert aus Bergheim; Andrea Schweiger aus Brunnen; Gabi Schillinger aus Hohenried.

Für Schulen: Johann Betschart aus Karlshuld; Martin Haas aus Karlskron; Hedwig Voitle aus Weichering; Karl Spies aus Bergheim sowie Beatrice Adler und Josef Voigt aus Brunnen. Gartenbauvereine: Rosina Feigl aus Karlshuld; Rudolf Quass aus Karlskron; Johann Bauer aus Weichering; Renate Fabritius-Glassner aus Lichtenau; Martina Jungwirth aus Bergheim; Marion Muthig aus Bruck; Rosa Brandstetter aus Brunnen; Walburga Wieser aus Pobenhausen und Richard Stark aus Hohenried.

Musikvereine: Ernst Hammer aus Karlshuld; Paul Böhm aus Bergheim, Josef Mack aus Weichering, Erwin Schindler aus Hohenried und Johann Donaubauer aus Adelshausen. Ferner wurden Geldbeträge überreicht: Projekt Elisa an Renate Fabritius-Glaßner; Förderverein Diakonie an Pfarrer Gunther Wiendl, Kinderchor Ludwigsterne an Evelyn Knöferl und Claudia Bachhuber.

Förderung besonderer Art

Erfahrungen mit der Intensivklasse

Donaukurier vom 18.12.2009 (ahl)

   

„In der fünften und sechsten Klasse war ich ein richtiger Schlägertyp”. Ein mutiger Satz, den der Neuntklässler da so sachlich vor rund 20 Zuhörern ausspricht. Heute, erzählt er, er sei gegen Gewalt und spreche sogar diejenigen an, die austeilen, und versuche, mit ihnen zu reden.

Dass es auch gewaltfrei geht, hat er im siebten Schuljahr gelernt. Das verbrachte er jedoch nicht an der Hauptschule seines Heimatortes, sondern in Karlshuld, in der Ganztags-Intensivklasse (GIK), die längst eine feste Größe in der Schullandschaft des Landkreises ist. Schulamtsdirektor Gerhard Preisler lud gestern die Rathauschefs zu einem Besuch in dieser Klasse ein, damit sie sich ein persönliches Bild machen können, wie 65 000 Euro Gesamtkosten investiert werden.

Bereits der fünfte Jahrgang kommt hier in den Genuss einer besonderen Förderung, die es in ganz Oberbayern erst fünfmal gibt. Die meisten Schüler, die zuvor in ihren Regelklassen als unbeschulbar, als notorische Schulschwänzer, Störer oder völlig demotivierte Schüler galten, besuchen die GIK nur ein Jahr lang. Erklärtes Ziel ist die Rückführung in Regel- oder Praxisklassen, manchmal besuchen GIK-Absolventen sogar einen M-Zweig.

Auch der junge Mann, der mit seinen Eltern aus dem nördlichen Landkreis gekommen ist, um von seinem Jahr in der GIK zu berichten, peilt jetzt die mittlere Reife an. Wie der Sohn Freude an der Schule fand, wie begeistert er vom Verstärkersystem der Lehrer und Sozialpädagogen erzählte, das ihn unheimlich motivierte, und wie sich das Familienleben zum Positiven hin veränderte, davon berichtete sein Vater. Oft erst abends gegen 20.30 Uhr hätten sie früher die Schulsachen wegpacken können – dank GIK war für Eltern und Sohn um 16.30 Uhr, wenn er nach Hause kam, Feierabend und Zeit fürs Familienleben.

Jetzt, zurück an der Regelschule, organisiere sich der Neuntklässler selbst und sei voll integriert. So ähnlich hatte es zuvor eine Mutter geschildert, deren Sohn die aktuelle GIK besucht. Auch für sie hat sich in wenigen Schulwochen viel geändert. „Er mochte die Schule noch nie, hielt sich nicht an Regeln und machte das Zusammenleben wirklich schwer”, erzählte sie von ihrem Sohn. Eine große Klasse mit 30 Schülern und einem „zu gutmütigen Lehrer” habe seiner Motivation den Rest gegeben, so dass die GIK der letzte Strohhalm war. Jetzt lebe der hyperaktive Junge auf, habe an Selbstbewusstsein gewonnen.

Beim Besuch im Kunstunterricht von Kerstin Wülfert überraschten die Schüler. „So brav sind sie nicht immer, sie können auch anders“, merkte Klassleiter Franz Stüwe an. Auch die sachbezogenen Unterrichtsbeiträge der Siebtklässler zum Thema Perspektive kamen gut bei den Gästen an.

Stüwe und Sozialpädagoge Thomas Huber erläuterten das Unterrichtskonzept, Emmy Böhm vom Jugendamt die Finanzierung und Schulrat Hans Brummer stellten eine Teilevaluation vor, die allerdings keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebe, wie er betonte. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Knapp 70 Prozent der Absolventen der ersten beiden Jahrgänge sind mittlerweile in Ausbildung. Berufsvorbereitende Maßnahmen und die Jungarbeiterklasse der Berufsschule besuchen andere.

Je ein GIK-Abbrecher war pro Jahrgang allerdings auch zu verzeichnen, manche sind dann verzogen, einer sitzt in der JVA ein. „Wir haben kein Allheilmittel“, bilanzierte Preisler, „aber wir können helfen“. Er betonte den präventiven Charakter des Projektes. Immer mehr Jugendliche seien verhaltensauffällig – „sie sind der Spiegel einer Gesellschaft, die Kinder so werden lässt.“

Lesewettbewerb

Schrobenhausener Zeitung vom 18.12.2009 (mue)

   

Die Vorleserinnen: Alicia Schmidl aus einer sechsten Klasse der Hauptschule Karlskron erreichte den ersten Platz beim lokalen Lesewettbewerb des Deutschen Buchhandels. Linda Eichhorn folgte auf dem zweiten Rang, Melanie Obel belegte Platz drei (v. l.). Rektor Martin Haas sowie Klassenleiter Richard Kloiber überreichten zur Belohnung und als Ansporn zur weiteren Lesefreude Buchpreise und Urkunden.

Kinder sind entlarvende Spiegel

Bildung Ganztagesintensivklasse in Karlshuld wurde Erfolgsmodell

Neuburger Rundschau vom 18.12.2009 (ukü)

   

Seit 1. September 2005 gibt es an der Karlshulder Hauptschule eine Ganztagesintensivklasse (GIK) für Hauptschüler aus dem gesamten Landkreis. Grund genug für Schulamtsleiter Dr. Gerhard Preisler, auf dessen Initiative die Gründung dieser einzigartigen Klasse zurückgeht, Zwischenbilanz zu ziehen.

„Kinder sind entlarvende Spiegel unserer Zeit und die Hauptschule an sich ist eine heterogene Schule mit starken, normalen und schwachen Schülern“, so Preisler. Einige der Schüler brauchen aber wegen Defiziten im Lern- und Leistungsbereich, beim regelmäßigen Schulbesuch, im Selbstwertgefühl und im auffälligen sozialen Verhalten Unterstützung im sozialen und emotionalen Bereich. Das pädagogische Konzept der GIK, das auf schulpädagogische und sozialerzieherische Ziele aufbaut, um die Reintegration der Schüler in die Regelklasse oder eine Praxisklasse zu erreichen, erläuterten Klassenlehrer Franz Stüwe und Sozialpädagoge Thomas Huber. Der personelle Aufwand für die GIK ist hoch: Ein Hauptschullehrer, zwei weitere Lehrkräfte, drei Fachlehrerinnen, ein Förderlehrer, eine Schulpsychologin und zwei Sozialpädagogen kümmern sich um die derzeit zehn Schülerinnen und Schüler.

Die Ganztagesschule dauert von 8 bis 16 Uhr. Der Tagesablauf beginnt mit dem von den Schülern selbst zubereiteten gemeinsamen Frühstück. Danach beginnt der Kernunterricht nach individuellem Förderbedarf in Anlehnung an die Stundentafel der 7. Jahrgangsstufe. Um 13 Uhr gibt es das gemeinsame Mittagessen und um 13.45 Uhr beginnt der Nachmittagsunterricht, in dessen Verlauf auch die Hausaufgaben gemacht werden. Neben dem Kernunterricht gibt es sozialtherapeutische Aktionen, produktionsorientierte handwerkliche Tätigkeiten und spezifische sportliche Aktivitäten.

Von der Arbeit in der GIK konnten sich die Gäste im Rahmen eines Unterrichts von Kerstin Wülfert mit dem Thema „Malen mit Ölkreide“ ein Bild machen. Das alles hat natürlich auch seinen Preis. Wurde die GIK bis 2007 durch Leader+ gefördert, hat seit 2008 der Landkreis die Kosten übernommen, wie Emmi Böhm vom Jugendamt erläuterte. Jährlich entstehen Ausgaben von 60 200 Euro, denen Einnahmen von 35800 Euro (darunter der Elternbeitrag von 49 Euro/Monat für Verpflegung) entgegenstehen. Die Differenz von 24 400 Euro trägt der Landkreis. Die GIK spart letztlich dem Landkreis Kosten, denn müsste man die zehn Schüler in eine stationäre Einrichtung der Jugendhilfe schicken, müsste der Landkreis das Zwanzigfache aufwenden.

Messbare Ergebnisse stellte Schulrat Hans Brummer vor. Von den ersten beiden Schülerjahrgängen hat die überwiegende Mehrheit den Hautschulabschluss beziehungsweise „Quali“ geschafft, einer hat sogar den M-Zug erfolgreich abgeschlossen. 65 Prozent befinden sich in Ausbildung, zwölf Prozent in einer berufsvorbereitenden Maßnahme. Zwei Schüler sind weggezogen, zwei noch ohne Ausbildungsverhältnis. Unter dem Strich sei die GIK ein Erfolgsmodell, so Brummer.

Das bestätigten auch zwei betroffene Eltern, die aus ihrer Sicht schilderten, wie erfolgreich die GIK bei ihren Kindern gewirkt hat. Beide hatten Schüler, die nicht gern zur Schule gingen und dort negative Erfahrungen gemacht hatten. Mit Besuch der GIK hat sich der Schüler total geändert, das Familienverhältnis dadurch total gewandelt.

Schulamtsleiter Dr. Gerhard Preisler fasste zusammen: „Die GIK ist kein Allheilmittel, stabilisiert aber die Schüler und vermeidet Heimeinweisungen.“ Eine Zusammenarbeit von Eltern, Schüler und Schule sei unverzichtbar. Allerdings sei die GIK kein Selbstläufer, denn man müsse in den acht Hauptschulen um Schüler werben.

Theater in Adelshausen

Schrobenhausener Zeitung vom 12.12.2009 (Hartl)

   

Theater in Adelshausen: „. . . und wieder schwiegen die Männer“ heißt der Dreiakter, den der Theaterverein Adelshausen-Aschelsried ab dem 16. Januar spielt. Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen startet an diesem Sonntag, 13. Dezember, von 8.30 bis 11 Uhr im Schulhaus in Adelshausen. Ab Montag gibt es auch Karten in der Bäckerei Fall.

Einbrecher erbeuten Schmuck

Schrobenhausener Zeitung vom 11.12.2009 (myr)

   

Auf Bargeld und Schmuck hatten es offensichtlich Einbrecher abgesehen, die am späten Mittwochnachmittag in Adelshausen gewaltsam in ein Wohnhaus eindrangen. Wie die Schrobenhausener Polizei gestern mitteilte, hatten sich die Ganoven ein Haus in der Schlossstraße ausgesucht. Dort versuchten sie zunächst, die Terrassentür aufzuhebeln.

Als das misslang, schlugen sie kurzerhand die Fensterscheibe ein und gelangten so ins Haus. Die Einbrecher durchsuchten sämtliche Zimmer nach Bargeld und Schmuck und wurden fündig.

Der Gesamtschaden bei diesem laut Polizei typischen Dämmerungseinbruch wurde auf 1500 Euro geschätzt. Hinweise zur Aufklärung der Tat nimmt die Polizeiinspektion Schrobenhausen, Telefon (0 82 52) 8 97 50, entgegen.

Kommunale Verdienstmedaille in Silber

Schrobenhausener Zeitung vom 11.12.2009 (mue)

   

Die Kommunale Verdienstmedaille in Silber erhielt der Karlskroner Altbürgermeister Benno Walter (2.v.l.) von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2.v.r.) Zu den Gratulanten zählte auch stellvertretender Landrat Alois Rauscher (r.).

Schafkopfturnier der SPD

Schrobenhausener Zeitung vom 11.12.2009 (oh)

   

Im neuen Jahr stehen keine Wahlen an. Grund genug für die Karlskroner SPD, die Karten neu zu mischen: Das Schafkopfturnier findet am Sonntag, 3. Januar, um 14 Uhr im Gasthof Haas in Karlskron statt. Der Einsatz pro Teilnehmer beträgt zehn Euro. Darin enthalten ist eine Brotzeit, gespielt wird mit der kurzen Karte. Der Sieger erhält 100 Euro.

Wisent bleibt die Nummer eins

Herde bekommt mehr Weidefläche

Schrobenhausener Zeitung vom 10.12.2009 (Bernd Hofmann)

   

Mehr Platz für die Wisentherde: Nachdem der Donaumoos-Zweckverband durch das Pobenhausener Neuordnungsverfahren zusätzliche Flächen beim Haus im Moos bekommen hat, kann die Größe des Geheges nun verdoppelt werden. 21 Tiere umfasst die Herde inzwischen, und Michael Hafner vom Zweckverband geht davon aus, dass sich der neue Zuchtstier Egner so gut eingelebt hat, dass er bis zum kommenden Jahr das eine oder andere weitere Jungtier „auf den Weg bringt“. Pro Tier sollte, so ein Anhaltswert, ein Hektar Weidefläche zur Verfügung stehen. Das 9,5 Hektar große Gehege am Haus im Moos ist somit inzwischen am Rande seiner Belastbarkeit angekommen, auch wenn bei Bedarf zugefüttert wird.

Im Neuordnungsverfahren Pobenhausen habe der Zweckverband heuer rund 40 Hektar zugeteilt bekommen, sagte Hafner – die Ackerflächen seien inzwischen zu Grünland eingesät worden. Dass nicht die gesamte Fläche für die Wisente bereitgestellt werden soll, sondern lediglich ein 9,2 Hektar großer Bereich direkt südlich des alten Geheges und des Haus im Moos, hat mehrere Gründe. Hafner sprach das Handling der Herde, für die der bestehende Wisentstall weiterhin der Bezugspunkt sein soll, als auch die Einsehbarkeit für Besucher an. In den weitläufigen Flächen Richtung Bahndamm würden sich die Tiere verlaufen, für die Wisentfans müsste das Gelände dann mit neuen Wegen erschlossen werden.

Im Haus im Moos stehen derzeit zudem Elche und Rotwild zur Debatte. Da man sich beim Zweckverband Gedanken machen müsse, was mit all den neu erhaltenen Flächen geschehen soll, schlug Geschäftsführer Willi Riß vor, sich als Anregung ein Rotwildprojekt in Oberfranken anzusehen, das der Karlshulder Bürgermeister Karl Seitle als mögliches Vorbild für das Haus im Moos ins Spiel gebracht hatte.

Doch die Nummer eins soll natürlich der Wisent bleiben: „Das Projekt ist ein Meilenstein im Donaumoos“, meinte Michael Hafner, und Landrat Roland Weigert, einer der Initiatoren der Wisentzucht beim Haus im Moos, stimmte ihm da vorbehaltlos zu. Er sei der festen Überzeugung, man brauche ein lebendiges Angebot, wenn man Familien zum Besuch im Donaumoos bewegen wolle, und lebendig werde das Angebot vor allem mit etwas Lebendigem. Der Wisent habe ein hohes touristisches Potenzial (siehe auch nebenstehenden Bericht), was schon daran ersichtlich sei, dass die Hinweistafeln auf das Haus im Moos, die an der Autobahn stehen, mit einem Wisent bebildert seien.

In Ranis im Saale- Orla-Kreis, wo es ebenfalls ein kleines Wisentgehege gibt, werde derzeit über den Bau einer Brücke mit transparentem Boden nachgedacht, um die Tiere besser beobachten zu können. Weigert warb nachdrücklich dafür, das so erfolgreich angelaufene Wisentprojekt im Donaumoos weiterzuentwickeln: „Das Thema ist richtig, das Thema ist wichtig.“ Als ersten Schritt beschloss der Zweckverband, das Gehege um 9,2 Hektar zu erweitern. An Kosten fallen lediglich rund 25 000 Euro für einen neuen Zaun an.

Unschätzbarer Gewinn an Renommee

Schrobenhausener Zeitung vom 10.12.2009 (bdh)

   

Mit den großen Wisent-Nachzuchteinrichtungen in Norddeutschland kann das Haus im Moos zwar nicht mithalten, doch im süddeutschen Raum hat sich das Wisentprojektteam um den Veterinär Johannes Riedl inzwischen ein hohes Renommee erarbeitet. Deswegen soll das Donaumoos zum Regionalzentrum Süd ernannt werden.

Drei solcher Regionalzentren gebe es bereits in Deutschland, berichtete Riedl am Dienstag bei der Sitzung des Donaumoos- Zweckverbands, dem Träger des Wisentprojekts: das Zentrum Nord in Springe, das Zentrum Mitte in Hardehausen (der Geburtsort des Donaumooser Zuchtstiers Egner) sowie das Zentrum Ost im Damerower Werder (die mit 300 Hektar und 35 Tieren größte Zucht in Deutschland).

All diese Wisentherden gibt es bereits seit mehreren Jahrzehnten. Die Besucherzahlen liegen bei 90 000 bis 150 000 pro Jahr. Die Zuchtstation im Donaumoos ist mit 15 000 Besuchern deutlich kleiner. Das Gehege am Haus im Moos wurde 2003 bezogen. Dennoch sei die Herde inzwischen die viertgrößte in Deutschland, sagte Riedl.

Zudem besitze, wie Weigert ergänzte, das Projektteam hohes Ansehen, vor allem wegen Riedls wissenschaftlicher Arbeit. Insgesamt, so Riedl, gebe es in Deutschland rund 500 Wisente in rund 80 Haltungen. Die Tiere waren in freier Wildbahn ausgestorben und werden seitdem in Gehegen nachgezüchtet – alles unter internationaler Aufsicht. Und hier kommen nun die Regionalzentren ins Spiel, die die Nachzucht überwachen sollen.

Die Aufgaben seien dennoch überschaubar – Koordination und Beratung der angeschlossenen Nachzuchteinrichtungen in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, Informationsaustausch mit den anderen Regionalzentren –, doch der Imagegewinn könne enorm sein. Bisher, so Geschäftsführer Willi Riß, sei das Gehege im Donaumoos „sehr, sehr, sehr sparsam“ betrieben worden. Tierpfleger Georg Vilsmeier beschäftige sich eine Stunde pro Tag mit den Wisenten; eine Vertretung für ihn gebe es nicht. Es sei also nötig, eine 400-Euro-Kraft zusätzlich einzustellen. Das sah auch Riedl so: „Wir brauchen vor Ort Leute, die die Tiere erkennen, die die Tiere führen können.“

Denn als Regionalzentrum müsse das Donaumoos ein „Mustergehege“ bieten können – was natürlich auch im Hinblick auf die Attraktivität für Besucher interessant ist. „Jährlich 100 000 Besucher in einem Wisentgehege sind möglich“, steckte Riedl schon mal ein mögliches Ziel für die Zukunft ab.

Im Zweckverband gab es keinen Zweifel daran, dass das Donaumoos die Aufgabe des Wisent-Regionalzentrums Süd übernehmen soll. „Die Gelegenheit sollten wir uns nicht entgehen lassen“, meinte nicht nur Karlshulds Bürgermeister Karl Seitle: Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Mittelschule: Verbund mit Karlshuld empfohlen

Kontroverse Debatte im Karlskroner Gemeinderat / Umstrukturierung nach der Devise „Geben und Nehmen“

Donaukurier vom 10.12.2009 (mue)

   

Schulamtsdirektor Gerhard Preisler vom Staatlichen Schulamt Neuburg- Schrobenhausen referierte im Karlskroner Gemeinderat zum Thema Hauptschulreform. Zahlreiche Zuhörer, darunter Bürgermeister Ludwig Wayand aus der Nachbargemeinde Baar-Ebenhausen, verfolgten aufmerksam die Sitzung, an deren Ende noch keine Entscheidung stand.

Die Hauptschule steht vor großen strukturellen Herausforderungen, sagte Preisler. Gerade viele der kleinen Hauptschulen – die Karlskroner Hauptschule zählt derzeit 140 Schülerinnen und Schüler – könnten nur ein begrenztes Bildungsangebot bereitstellen.

Ziel der Reform sei der Erhalt eines wohnortnahen, differenzierten und gerechten Bildungsangebotes von hoher Qualität. Allen Schülern solle flächendeckend der Zugang zum gesamten Bildungsangebot der Mittelschule eröffnet werden – Ganztagsangebot, Angebot das zum mittleren Schulabschluss führt, differenzierte Förderung bereits ab der Jahrgangsstufe 5. Gleichzeitig sollen möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange erhalten werden.

Das Kernprofil der Mittelschule sei die Berufsorientierung und das Klassenlehrerprinzip. Die bayerische Wirtschaft und gerade das bayerische Handwerk erkennen diese Leistungsstärke der Hauptschule an und fordern gerade im Hinblick auf den drohenden Fachkräftemangel nachdrücklich ein gezieltes berufsorientiertes Bildungsangebot.

Preisler betonte, mit der Weiterentwicklung der Hauptschule im Verbund müsse ein Nehmen und Geben verbunden sein. Er empfahl, wie der Rektor der Grund- und Hauptschule Karlskron Martin Haas, einen Verbund mit Karlshuld.

Dass dann der M-Zug 7/8 zum Beispiel nach Karlskron verlagert werde, ein Förderkurs für die FOS (Fachoberschule) in der Karlskroner Schule eingerichtet werde, sei ein fairer Ausgleich im Verbund und würde beide Hauptschulen enorm aufwerten. Doch dies ist nun Aufgabe der Dialogforen, die Reform der Hauptschule umzusetzen.

SPD-Fraktionssprecher Thomas Krammer bezweifelte eine positive Wirkung der Hauptschulreform, es sei keine Verbesserung zu sehen, nur der Name würde sich ändern. Die Gruppen sollten geringere Teilnehmerzahlen aufweisen, merkte er an, um mehr Lerneffektivität zu erzielen. Wenn die Karlskroner Hauptschule so gesund sei wie geschildert, „warum ändert man dann wieder daran herum?“ Der Schulamtsdirektor verwies auf die möglichen Abschlüsse in der Mittelschule, die die Schüler zu größerer Anstrengung anspornen – das sei notwendig – und zu höherer Qualifikation führen.

Hinsichtlich der Gruppenstärken entgegnete Rektor Martin Haas seien auch bisher immer Gruppen unter der Richtzahl von zwölf genehmigt worden. Gemeinderat Andreas Schwinghammer (FW) ging davon aus, dass der vermehrte Schülertransport von den beteiligten Verbundgemeinden gemeinsam getragen werde.

CSU-Fraktionssprecher Bernd Nentwig sprach die Errichtung einer Realschule in Karlshuld an, die eine Schwächung der Mittelschulen in einem möglichen Verbund Karlskron-Karlshuld bedeuten könnte. Preisler meinte, erstens sei der Antrag auf Errichtung einer Realschule in Karlshuld noch nicht genehmigt, zum anderen tangiere sie kaum die Hauptschulreform. Wenn es auch nicht pressiert, soll doch bis zum Frühjahr ein Verbund für Karlskron sich abzeichnen.

Preisler erwähnte in diesem Zusammenhang dass in anderen Regierungsbezirken schon große Fortschritte in der Umsetzung der Pläne zur Mittelschule zu beobachten seien. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung der Mittelschule ab dem Schuljahr 2010/2011 werden zurzeit geschaffen.

Eine Zeitvorgabe für die Einführung der Mittelschule gebe es aber nicht. Die Entscheidung, ob und wann der Dialogprozess beginne, sei Sache der Verantwortlichen vor Ort, ergänzte Bürgermeister Friedrich Kothmayr.

Zweckverband geht beim Dachsholz auf Nummer sicher

Nach dem Widerstand einiger Landwirte soll Retentionsraum nun über Planfeststellungsverfahren realisiert werden

Schrobenhausener Zeitung vom 10.12.2009 (bdh)

   

Auf eine billige Möglichkeit, Obermaxfeld vor Überflutungen zu bewahren, hatte man beim Donaumooszweckverband gehofft, als man vor vier Jahren von dem im Entwicklungskonzept vorgesehenen, 100 Hektar großen Flutpolder am Dachsholz zwischen Stengelheim und Altmannstetten Abstand nahm und an selber Stelle mit einfachen Mitteln einen kleineren Retentionsraum herrichten wollte. Lediglich 40 000 Euro hätte das gekostet. Doch die Landwirte ziehen nicht mit. Deshalb beschloss der Donaumoos- Zweckverband am Dienstag, für das Becken am Dachsholz ins Planfeststellungsverfahren zu gehen.

Damit wird die ganze Maßnahme deutlich teurer. Mit mindestens 100 000 Euro rechnet man beim Zweckverband. Denn nun wird das Wasserwirtschaftsamt, das auch die kleine Lösung beratend begleitet hätte, auf die Regeln der Technik pochen müssen, was Aspekte wie Standsicherheit der Dämme oder Notüberlauf angeht. „Das wird eine Maßnahme wie in Sandizell, nur etwas kleiner“, erklärte Walter Hoferer vom Wasserwirtschaftsamt. Ob es sich dann überhaupt noch lohnt, hier ein Rückhaltebecken zu bauen, müssten Berechnungen zeigen. Der Standort jedoch sei optimal, meinte Hoferer, der ebenfalls das Scheitern der einfachen Lösung bedauerte.

Vor vier Jahren war in zwei jeweils nur wenige Tage dauernden Versuchen der Durchlass des Grabens 242 unter der Staatsstraße zwischen Stengelheim und Altmannstetten mit dicken Holzbohlen abgesperrt worden. Das Wasser des Grabens überflutete plangemäß einige Flächen, die im Besitz des Landkreises, des Donaumoos- Zweckverbands und des Landesbunds für Vogelschutz sind, und lieferte wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Polder. Geschäftsführer Willi Riß hoffte damals, das Becken ohne große Bauarbeiten bereits 2007 realisieren zu können.

Doch dann verfestigte sich der Widerstand. Ursprünglich gab es, wie Riß vermutete, vor allem Bedenken, dass der Zweckverband bei Überflutungsschäden an landwirtschaftlichen Flächen im Oberlauf des Grabens nicht bezahlen würde. Doch natürlich würden Schäden an privaten Flächen ersetzt, stellte Riß klar, ganz unabhängig davon, ob das Becken in der einfachen Lösung oder über ein Planfeststellungsverfahren realisiert werde. Mit dem Bayerischen Bauernverband sei sogar eine detaillierte Entschädigungsregelung ausgehandelt worden.

Zehn Jahre lang sollte das Becken – auf die einfache Art – quasi als langfristiger Versuch laufen, erklärte Projektbetreuerin Monika Brunnhuber. Dafür wäre das Einverständnis aller Anlieger nötig gewesen. Doch das sei nicht zu bekommen. „Wenn wir da jetzt einknicken, können wir jegliche Wasserrückhaltungsmaßnahme im Donaumoos künftig vergessen“, stellte Landrat Roland Weigert klar. Er verstehe den Widerstand der Landwirte nicht, die Argumente seien nicht stichhaltig. Offensichtlich seien einzelne Bauern einfach „aus Prinzip“ gegen das Becken, vermutete Weigert. Auch er betonte: „Es wird ja keiner über den Tisch gezogen“, der Zweckverband bezahle selbstverständlich Entschädigungen für eventuelle, durch den Hochwasserrückhalt entstandene Schäden an landwirtschaftlichen Flächen.

Im Zweckverband war man sich einig, den Polder Dachsholz nun über ein Planfeststellungsverfahren zu realisieren. Einwendungen während des Verfahrens seien sicherlich zu erwarten, könnten dann aber entkräftet werden, war sich Willi Riß sicher. Ein staatlicher Zuschuss zur Finanzierung sei möglich, sagte Walter Hoferer. Auch, wenn das Becken nun teurer wird, sei es sinnvoll, es zu bauen, meinte Roland Weigert, denn: „Hochwasser kostet noch viel, viel mehr Geld.“

Aus meiner Sicht

Die Voraussetzungen wären traumhaft gewesen: Die Staatsstraße als Damm, der Durchlass darunter als Auslass mit einer drosselbaren Klappe – ein fast schon natürliches Rückhaltebecken, das den Obermaxfeldern bei starken Regenereignissen vollgelaufene Keller erspart hätte. Und das Ganze für wenig Geld, weil die im Hochwasserfall überfluteten Flächen bereits in öffentlicher Hand sind. Dass es funktioniert hätte, zeigten bereits zwei Aufstauversuche.

Wegen des Widerstands Einzelner wird daraus nichts, muss ein bürokratisches Ungetüm namens Planfeststellungsverfahren aus der Schublade geholt werden. Ist es wirklich nur die Angst, auf eventuellen Schäden durch kurzfristige Überflutung oder Vernässung von Feldern sitzen zu bleiben? Die hat der Zweckverband allen Anliegern zu nehmen versucht, als er sie frühzeitig, bereits beim ersten Aufstauversuch, in die Planung mit eingebunden hatte.

Eine ausgestreckte Hand. Diese ausgestreckte Hand wurde weggeschlagen, schon im Mai bei der Anliegerversammlung in Wagenhofen. Der Zweckverband kann gar nicht anders reagieren, als zu versuchen, das Becken nun auf dem Rechtsweg durchzubringen. Denn man darf nicht vergessen: Hier geht es nicht nur um ein paar feuchte Wiesen, nicht einmal nur um Obermaxfeld, dem der Bach 242 immer wieder Probleme macht, sondern um den Schutz der rund 15 000 Menschen im Donaumoos vor immer häufiger wiederkehrenden Hochwassern. Würde sich der Zweckverband dem Widerstand beugen, wäre ein gefährlicher Präzedenzfall entstanden, auf den sich künftig jeder beziehen könnte, dem eine Hochwasserschutzmaßnahme nicht passt.

Am Rande bemerkt: Ausgerechnet die, die sich jetzt der einfachen Lösung am Dachsholz widersetzen, sind dann wohl später auch die, die sich darüber beklagen, dass der Hochwasserschutz so teuer ist. Bernd Hofmann

Karlskron fördert Sonnenenergie

Donaukurier vom 10.12.2009 (mue)

   

Einem Antrag auf Vorbescheid für den Umbau eines ehemaligen Fernmeldegebäudes bei Aschelsried zu einem Wohngebäude wurde im Karskroner Gemeinderat nicht zugestimmt, da das Objekt im Außenbereich liegt und die beabsichtigte Wohnnutzung nicht privilegiert ist. Das 1985 errichtete Gebäude war ausschließlich für den damaligen Zweck (Fernmeldewesen) als privilegiertes Vorhaben genehmigt worden.

Die 1999 eingeführte gemeindliche Förderung der Nutzung der Sonnenenergie im Zuge der Landkreisaktion „Zapf die Sonne an“ soll fortgesetzt werden. Gefördert wird die Vorplanung, Planung und die Beratung mit Fachleuten und Fachbüros für die Errichtung von Solarkollektoranlagen zur Brauchwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung mit einer Kollektorfläche von mindestens drei Quadratmetern, mit einem einmaligen pauschalen Zuschuss in Höhe von 250 Euro je Anwesen. Seit 1999 wurden in den elf Jahren ohne Unterbrechung 240 Anträge mit einer Sonnenkollektorfläche von 1682,56 Quadratmetern bezuschusst.

Alte Christbäume werden verbrannt

Neuburger Rundschau vom 09.12.2009 (tala)

   

Kurz und bündig handelte der Karlskroner Gemeinderat nach einer ausführlichen Diskussion über die Zukunft der Schulen weitere Tagsordnungspunkte ab. Einstimmig begrüßt wurde ein Antrag des CSU-Ortsverbandes. Dieser will am 9. Januar am Josephenburger Weiher ein Christbaumfeuer entzünden. Dazu seien alle Bürger eingeladen. Ihre ausgedienten Bäume können sie mitbringen. Alternativ können Christbäume natürlich auch wie bisher am Wertstoffhof entsorgt werden, stellte Kothmayr klar.

Fernmeldegebäude Der Antrag auf Änderung des bestehenden Telefon- und Fernmeldegebäudes bei Aschelsried wurde abgelehnt. Das Vorhaben war bereits in einer früheren Sitzung sehr kontrovers diskutiert worden. Hans Pichler stellte aus Sicht der Verwaltung dar, dass es sich bei dem Vorhaben um ein Grundstück im Außenbereich handle. Es sei keine Privilegierung für eine Nutzung als Wohnhaus gegeben.

Sonnenenergie Die Nutzung für Sonnenenergie will man dagegen einstimmig weiter fördern. Auch für 2010 sollen 30 Vorhaben mit einer Gesamtsumme von 7.500 Euro bedacht werden. Für 2009 waren 16 Anträge eingegangen.

„ . . . und wieder schweigen die Männer“

Theaterverein Adelshausen-Aschelsried hat neue Stücke einstudiert

Schrobenhausener Zeitung vom 09.12.2009 (haj)

   

„ . . . und wieder schweigen die Männer“ heißt der Dreiakter, den der Theaterverein Adelshausen- Aschelsried vom 16. Januar an aufführt. Jedes Jahr bringt der Verein einen Einakter, bei dem hauptsächlich die jungen aktiven Theaterspieler ihr Können beweisen, und einen Dreiakter auf die Bühne. Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen beginnt am kommenden Sonntag, 13. Dezember im Schulhaus in Adelshausen, vormittags von 8.30 Uhr bis 11 Uhr.

Einen Tag später können Interessenten die Karten bei der Bäckerei Fall in Karlskron zu den üblichen Geschäftszeiten erwerben. Die Vorstellungen im Landgasthof Haas in Karlskron beginnen jeweils um 19.30 Uhr am Samstag, 16. Januar, Sonntag, 17. Januar, Freitag, 22. Januar, Samstag, 23. Januar, und am Freitag, 29. Januar, in Hohenried im Pfarrsaal. Am Sonntag, 17. Januar, ist um 13.30 Uhr im Landgasthof Haas in Karlskron eine weitere Vorstellung speziell für Kinder und Senioren geplant. Der Vorverkauf für die Vorstellung in Hohenried beginnt bei der Raiffeisenbank in Hohenried am 4. Januar. Karten für diese Vorstellung gibt es auch an der Abendkasse.

„Ene mene meck – der Zucker der muss weg“

Projekt an der Karlskroner Schule zur gesunden Lebensführung von Kindheit an

Schrobenhausener Zeitung vom 09.12.2009 (mue)

   

Gebannt hoeren Eltern zu beim Vortrag des Pfaffenhofener Mediziners Matthias Kunth. Der Professor sprach an der Karlskroner Schule ueber zunehmende Zivilisationskrankheiten bei Kindern und wie sie vermieden werden koennten.

Bereits im Kindesalter nähmen so genannte Zivilisationserkrankungen in Besorgnis erregender Weise zu. Allergische Hautund Atemwegserkrankungen seien ungebremst auf dem Vormarsch, so der Pfaffenhofener Arzt Matthias Kunth, Gast- und Ehrenprofessor der Fudan Universität Shanghai, bei einem Vortrag in Karlskron.

Kunth beleuchtete in seinem Vortrag die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten von Kindern kritisch und gab Anregungen für eine kindgerechte, gesunde Lebensführung. Der Dozent nahm auch zu ganzheitlichen Therapiemethoden im Kindesalter Stellung und stellte die praktische Anwendung einiger bewährter Hausmittel speziell für Kinder vor.

ADS oder ADHS seien heutzutage keine seltenen Einzelfälle, sondern weit verbreitete Störungsbilder, so Kunth. Die Ursachen von Zivilisationserkrankungen im Kindesalter müssten im Kontext veränderter Umweltbedingungen sowie moderner Lebens- und Ernährungsgewohnheiten gesucht werden. Die industriellen Nahrungsmittel für Kinder seien zum großen Teil mit Zucker, Aroma- und Farbstoffen überfrachtet und trotzdem versuchten geschickte Wertepsychologen diese Produkte als optimale und kindgerechte Ernährung zu vermarkten. Die Tatsache, dass heute bereits zehnjährige Kinder an einem insulinpflichtigem Altersdiabetes erkrankten, mache betroffen, so Kunth weiter.

„Professor Kunth war eine wirkliche Bereicherung für unser Gesundheitsprojekt an der Schule“, resümierte Rektor Martin Haas von der Grundund Hauptschule Karlskron nach der Vortragsreihe des Mediziners. Kunth stellte Eltern, Erziehern und Kindern an zwei aufeinander folgenden Tagen zahlreiche Möglichkeiten vor, wie durch entsprechende Verhaltensweisen und Ernährungsgrundlagen von Kindheit an Krankheiten erst gar nicht erst entstehen oder aber bekämpft werden können.

Spielerisch brachte Kunth den Kindern die Geschichte des Zuckers nahe und erklärte, dass der vor 100 Jahren noch apothekenpflichtig gewesen sei. Mit dem Reim „ene mene meck – der Zucker der muss weg“ befassten sich die Schüler auch nachhaltig mit dem Thema.

Sehr erstaunt waren viele Schüler über die Tatsache, dass bereits zwei Pausenmahlzeiten aus je einem Softgetränk und einer süßen Schnitte rund 100 Zuckerstücke enthielten. Kunth habe durch seine unterhaltsame und informative Redekunst Eltern wie Kinder gleichermaßen erreicht, freute sich Haas.

Nachbarschaftshilfe bald im Ziel

Projekt kurz vor Antragstellung zur Leaderförderung / Start zum Jahresanfang

Donaukurier vom 09.12.2009 (kx)

   

Gut 30 Interessierte aus der Leader-Region Altbayerisches Donaumoos trafen sich zum zweiten Workshop, um das Projekt „Nachbarschaftshilfe – Wir füreinander“ weiter zu entwickeln. Geplant wurde dabei auch die Auftaktveranstaltung in Schrobenhausen. Regionaldekan Werner Dippel bezeichnete das Projekt „als ein gutes Ziel, um das Lebensumfeld für die Mitbürgerinnen und Mitbürger, für die wir, Kirchen und politische Gemeinden, da sind, zu optimieren“.

Aus den beteiligten zehn Kommunen – von Aresing bis Rennertshofen und von Burgheim bis Karlskron – waren Teilnehmer gekommen, um unter der Moderation von Leader-Geschäftsführer Harald Müller und Johanna Knöferl vom Caritasverband Neuburg- Schrobenhausen den Projektstart Anfang kommenden Jahres vorzubereiten.

Zunächst berichtete Müller über den Stand. Dabei wurde deutlich, dass es Durchhaltevermögen und einen langen Atem brauche, um Kooperationsprojekte zu realisieren. Erst vor drei Wochen sei man noch in den Gemeinden gewesen, um letzte Fragen zu klären. Mitte Dezember solle der Antrag auf Förderung gestellt werden.

Mini Forster-Hüttlinger brachte die Umsetzung in der Praxis zur Sprache und informierte über das Pilotprojekt Seniorenbüro in Oberhausen, sowie über die Arbeit in den Lebensräumen für Jung und Alt. Eine Software zum Abgleich von Angebot und Nachfrage sei von einer Oberhauserin selbst entwickelt worden. Sogar die Großstadt Nürnberg habe sich dieses Programm bereits als Grundlage für ihre Arbeit in der Nachbarschaftshilfe gesichert.

Ein weiterer Punkt des Workshops war die Organisation des Projektstarts. Dabei waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass die Auftaktveranstaltung in Schrobenhausen stattfinden werde, danach soll es in allen anderen Mitgliedskommunen Eröffnungsveranstaltungen geben. Das Thema Versicherung nahm breiten Raum in der Diskussion ein. Für die Caritas als Projektträger erklärte Knöferl, dass alle ehrenamtlichen Tätigkeiten durch den Verband versichert seien.

Müller meinte abschließend, dass diese in der Region Altbayerisches Donaumoos einmalige Bündelung ehrenamtlicher Selbsthilfepotenziale zur Sicherung der dezentralen Versorgungsstruktur einen großen Beitrag leisten werde und damit die demografischen Veränderungen zumindest ein klein wenig abgefedert würden. Das nächste Treffen wurde für Ende Januar vereinbart.

Eine Mittelschule bald auch in Karlskron?

Gemeinderat Diskussion über mögliche Partner für Schulverband. Kooperation mit Karlshuld wäre eine denkbare Lösung

Neuburger Rundschau vom 09.12.2009 (Tanja Ladenberger)

   

Die Zukunft der Hauptschule ist auch in Karlskron ein Thema, das den Verantwortlichen auf den Nägeln brennt. Nun befasste sich der Karlskroner Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend ausführlich mit dem Thema. Zurzeit investiert die Gemeinde in umfangreichen Sanierungsarbeiten und plant den Neubau der Turnhalle. Doch welche Möglichkeiten hat die Hauptschule überhaupt, um bei sinkenden Schülerzahlen attraktiv zu bleiben?

Schulamtsdirektor Dr. Gerhard Preisler vermittelte zunächst allgemeine Informationen. Dass sich die Hauptschulen an einem Scheideweg befänden, sei allgemein bekannt. Die sinkenden Schülerzahlen seien durch den demografischen Wandel und die steigenden Übertrittszahlen an Realschulen und Gymnasien zu erklären. Um die Hauptschulen zu stärken, habe die Regierung schon ein großes zusätzliches Stundenkontingent für Förderunterricht genehmigt. Zusätzlich wurde nun eine Reform ins Leben gerufen, Hauptschulen zu sog. Mittelschulen aufzuwerten, mit dem Ziel, die Unterrichtsqualität zu steigern und wohnortnahe Schulorte zu erhalten.

Mittelschule mit drei berufsorientierten Zweigen

Um als Mittelschule zu gelten, so Preisler, müsse die Schule ein gewisses Angebot zwingend vorhalten. Dazu zählen die drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales ab der 8. Klasse, ein Ganztagsangebot und die Möglichkeit einen Abschluss im mittleren Bildungsniveau zu machen, was dem heutigen M-Zug entspricht.

Wie viele Schulen im Landkreis sei auch die Hauptschule von Karlskron mit einer Schülerzahl von 142 Schülern durchaus eine gesunde Hauptschule. Für das in der Mittelschule geforderte Angebot seien die Schülerzahlen aber zu gering, denn um eine Gruppe für die Berufsorientierung zu bilden, müssten sich je 12 Schüler finden. Ein Ausweg sei hier der Schulverbund mit anderen Hauptschulen. Es handle sich dann um ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Als weiteren Anreiz stellte Preisler dabei für Karlskron die Einrichtung eines Förderkurses für Schüler, die den Übertritt an die Fachoberschule anstreben, in den Raum.

Preisler betonte in seinen Ausführungen, dass die Entscheidung für diesen Schritt allein beim Gemeinderat läge. Keine Gemeinde ist gezwungen, eine Mittelschule einzurichten. Auch die Entscheidung, mit welcher anderen Gemeinde ein Verbund angestrebt würde, liege alleine bei den Gemeinden, auch über Landkreisgrenzen hinaus. Für Karlskron böte sich aus seiner Sicht aber die Kooperation mit Karlshuld an, so Preisler. Einen allgemeinen Start in die Mittelschule datierte er für das Schuljahr 2010/11.

In der folgenden Diskussion betonte Bürgermeister Friedrich Kothmayr, dass die Gemeinde die Grund- und Hauptschule so lange wie irgend möglich vor Ort erhalten werde. Allerdings müsse man nicht zwangsläufig eine Mittelschule bilden, wenn dies für die Karlskroner Schüler keine Verbesserung bringe.

Geplante Realschule in Karlshuld könnte Probleme aufwerfen

Eine der Unabwägbarkeiten bei einem Zusammenschluss mit Karlshuld sahen die meisten Gemeinderäte in der Frage nach der dort geplanten Realschule. Wird sie kommen, und welche Auswirkungen hat dies auf die Hauptschulen?

Preisler bestätigte, dass gerade im Falle einer Realschule, über die noch nicht entschieden sei, die Hauptschulen in Zukunft noch stärker auf eine Kooperation angewiesen sein könnten. Die Kosten für die Schülerbeförderung müssten die Gemeinden tragen, bestätigte Preisler auf Hedwig Brüderles Frage, und der finanzielle Ausgleich zwischen den Schulen würde weiterhin so gehandhabt wie derzeit zwischen den Schulverbänden, erfuhr Andreas Schwinghammer. Allerdings, so gab der Schulamtsdirektor zu bedenken, würden die Schulsprengel durch die Mittelschule aufgehoben werden. Die Schüler hätten also die Wahl, welche Mittelschule sie besuchen wollten.

Thomas Krammer kritisierte das gesamte Vorgehen. Er sehe in der Reform keine Neuerungen oder Verbesserungen für die Schüler. Schulleiter Martin Haas plädierte im Gremium für die Bildung einer Mittelschule, um langfristig zukunftsfähig zu bleiben.

Austausch mit dem Elternbeirat geplant

Bernd Nentwig fasste zusammen, dass man wohl nicht viele Möglichkeiten habe. Ein Verbund sei wohl nur mit Karlshuld sinnvoll, da man bei einer Orientierung beispielsweise nach Reichertshofen den bestehenden Verband mit Weichering verliere.

Kothmayr schloss die Diskussion: Nun müsse man den Austausch mit dem Elternbeirat suchen und sehen, was weitere Gespräche ergäben. Auch sei abzuwarten, ob die Realschule kommt.

Lebende Krippe und schwedische Fackeln

Unerwartet großer Ansturm auf den Karlskroner Nikolausmarkt / Glimpflicher Unfall

Schrobenhausener Zeitung vom 09.12.2009 (tur)

   

Leuchtende Kinderaugen: Der Nikolaus und sein Krampus wurden von den Kindern des Karlskroner Adventsmarktes regelrecht bestuermt. Natuerlich hatte der Nikolaus suesse Kleinigkeiten dabei.

Bei Sonnenschein auf Entdeckungstour zu gehen, Bekannte zu treffen oder einfach das Ambiente genießen – das ließen sich die Besucher des Nikolausmarkts in Karlskron nicht nehmen. Ein Unfall zwischen einem Kind und einem Fahrzeug verlief glimpflich.

Bereits vor 14 Uhr waren die meisten Parkplätze rund um den Kirchplatz besetzt – der Weihnachtsmarkt lockte in großen Mengen Besucher aus der Einheitsgemeinde Adelshausen, Aschelsried, Pobenhausen, Grillheim und Mändlfeld an. Steht der Markt – organisiert vom Burschenverein Karlskron – doch für viele Einheimische als Familien- und Vereinstreff fest im Jahresprogramm.

Leuchtende Kinderaugen bestaunten die lebende Krippe gleich neben der Kirche. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreute reitbegeisterte Kinder, die auf Ponys um den Markt ihre Runden reiten durften. Das, während sich der eine oder andere ältere Marktbesucher lieber einen Glühwein, einen Punsch oder Kaffe gönnte. Außerdem luden Stände mit Spielwaren und allerlei origineller Weihnachtsdekorationen zum Stehenbleiben, Stöbern und Staunen ein.

Ein Weihnachtsmarkt ohne Nikolausbesuch wäre wie Ostern ohne Eier und Hasen. Eigentlicher Höhepunkt des Nikolausmarktes war der Besuch des Nikolauses und seines Krampus, die den wartenden Kindern Schokolade, Mandarinen und andere Köstlichkeiten überbrachte.

Überschattet wurde der Weihnachtsmarkt durch einen Unfall. Ein siebenjähriger Junge aus Karlskron rannte versehentlich in die Straße und prallte gegen ein vorbeifahrendes Auto. Die Polizei Schrobenhausen: „Die auf den Plan gerufene Ambulanz fuhr den Knaben in die Kinderklinik Neuburg, wo er nach kurzer ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnte.“ Besinnlich war denn auch der Ausklang des Weihnachtsmarktes an den drei schwedischen Fackeln, die vor und neben der lebenden Krippe brannten.

Verdienstkreuz am Bande für Benno Walter

Gestern Abend fand Auszeichnung in München statt

Neuburger Rundschau vom 08.12.2009 (nr)

   

Benno Walter (links) mit Innenminister Joachim Herrmann.

Gestern hat Benno Walter aus Karlskron das Verdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Die Auszeichnung wurde von Innenminister Joachim Herrmann überreicht.

Benno Walter hat sich in 30-jähriger kommunalpolitischer Tätigkeit um die Gemeinde Karlskron und um den Landkreis Neuburg- Schrobenhausen in hohem Maße verdient gemacht. Während seiner Amtszeit als erster Bürgermeister der Gemeinde Karlskron von 1978 bis 2002 zählten die Sanierung des Ortskerns und die Renovierung des Rathauses zu den Schwerpunkten seines Wirkens. Er setzte sich mit hohem persönlichen Engagement dafür ein, dass wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur realisiert werden konnten, hieß es in der Laudatio.

Als Verbandsrat des Zweckverbandes Donaumoos war es außerdem sein Ziel, das Donaumoos als ländlichen Siedlungs-, Wirtschafts- und Kulturraum zu erhalten. Durch seine Mitarbeit im Zweckverband Freilichtmuseum Donaumoos hat Walter zudem besonders dazu beigetragen, der Nachwelt aufzuzeigen, mit welchen enormen Schwierigkeiten die Besiedelung des Donaumooses verbunden war. Über den Gemeindebereich hinaus hat sich Benno Walter als Vorsitzender des Kreisverbands Neuburg-Schrobenhausen im Bayerischen Gemeindetag und als Mitglied des Kreistags Neuburg- Schrobenhausen Respekt und Anerkennung erworben.

Kind von Auto erfasst: Nichts passiert

Neuburger Rundschau vom 08.12.2009 (nr)

   

Unglaubliches Glück hatte Sonntagnachmittag ein siebenjähriger Bub in Karlskron. Der Junge lief laut Polizeibericht gegen 16.40 Uhr in der Kirchstraße zwischen geparkten Autos auf die Fahrbahn und wurde dabei vom vorbeifahrenden Auto einer Karlskronerin erfasst. Das Kind wurde zwar vorsorglich in die Neuburger Kinderklinik gebracht, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause entlassen werden. Am Auto entstand bei dem Unfall kein Schaden.

Cupverteidiger holen sich Trophäen erneut

Helmut Neuner und Peter Heinzelmeier bleiben die treffsichersten Oldies im Gau

Schrobenhausener Zeitung vom 01.12.2009 (kne)

   

Die im Vorjahr siegreichen Sportschützen Helmut Neuner (Waidhofen) und Peter Heinzelmeier (Lindach) gewannen auch heuer die beiden Oldiecup- Trophäen des Gaus Schrobenhausen. Dabei siegte Neuner mit dem Luftgewehr souverän mit dem Bestergebnis von 272 Ringen, während Heinzelmeier mit der Luftpistole bis zum Schluss bangen musste. Ihn trennte mit 274 lediglich ein Punkt vom zweitplatzierten Klaus Schneider, der es auf 273 Zähler brachte.

Bei der Siegerehrung im Schützenheim von Hubertus Pobenhausen galten die ersten Worte dem Ehrengauschützenmeister Adolf Pecha, dem Gauschützenmeister Hans Kneißl für seine mit persönlichen Erlebnissen gespickten Reiseleitung beim diesjährigen Gau-Ausflug dankte. Adolf Pecha war im Böhmerwald aufgewachsen und hatte das erste Lebensjahrzehnt in der nun besuchten Gegend um Budweis und Krummau verbracht. Als kleines Präsent übergab ihm Hans Kneißl nun im Auftrage des Gauvorstandes einen Essensgutschein und ein Fotobuch vom Ausflug im vergangenen September.

Die Auswertung durch zweiten Gauschützenmeister Markus Schuh und Gaudamenleiterin Stephanie Höpp brachte dann die Ergebnisse des Oldiecup- Wettbewerbs 2009 zu Tage. Bei den neun angetretenen LP-Schützen siegte, wie schon 2008 beim ersten Wettbewerb in dieser Disziplin, Peter Heinzelmeier: Er schoss 272 Ringe und hatte mit dem altersbedingten Bonus von zwei Punkten insgesamt 274 Zähler aufzuweisen.

Klaus Schneider (Schrobenhausen) mit 237 Ringen und einem Altersbonus von 36 kam auf 273 Zähler. Für jedes Jahr, das ein Sportschütze älter ist als der jüngste Starter, erhält er ja zwei Punkte zum Ergebnis addiert.

Unter den 21 LG-Schützen zeigte Helmut Neuner erneut seine sportlichen Qualitäten. Der mit 79 Jahren älteste aller Teilnehmer erhielt dazu noch 46 Alterspunkte. Dies ergab uneinholbare 318 Zähler. Der auf Platz zwei folgende Sigmund Prummer (Tegernbach 64) hatte bei 233 geschossen Ringen und einem Bonus von 40 Punkten bereits einen erheblichen Rückstand.

Die besten „Blattl“-Schützen bekamen wie immer Sachpreise in Form von Naturalien. Mit der Luftpistole waren dies: Josef Galli (Lindach) mit einem 49,4-Teiler (sein bester Schuss lag also lediglich 494 Tausendstel Millimeter außerhalb des Zentrums), Klaus Schneider mit einem auf 122,8- und Peter Heinzelmeier mit einem 131,0-Teiler.

Die Luftgewehrschützen sahen mit einem 8,6-Teiler Siegmund Prummer in Front. Platz zwei ging hier an Georg Thurner (Paartal Waidhofen) mit 24,2 vor Helmut Neuner mit 28,2. Auf Rang vier sahen die Oldies schließlich Georg Schwertfirm (Alberzell) mit 41,7 – vor Max Wagner (Pobenhausen) mit 66,2, Karl Riepold (Langenmosen) mit 71,1 und Georg Huster (Autenzell) mit 71,3.


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