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Verfügbare Presseartikel
Die letzten erschienen Einträge in der Lokalpresse
Ab 2011 mehr Vermögen
Gemeinderat Karlskron segnet Etat und Finanzplanung ab
Donaukurier vom 18.08.2010 (mue) |
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Der Gemeinderat
Karlskron hat in seiner
jüngsten Sitzung den Haushalt
für das laufende Jahr sowie die
mittelfristige Finanzplanung genehmigt.
Der Verwaltungshaushalt
muss mit einer Zuführung
aus dem Vermögenshaushalt
ausgeglichen werden.
Nach dem Entwurf des
Haushaltsplans 2010 beläuft
sich der Verwaltungsetat auf
rund 5,1 Millionen Euro, 2,6
Prozent mehr als 2009. Der
Vermögenshaushalt schließt
mit fast exakt derselben Summe
ab (zwölf Prozent weniger
als im Vorjahr). Der Gesamthaushalt
ist mit 10,25 Millionen
Euro um gut fünf Prozent niedriger
als 2009. Verpflichtungsermächtigungen
wurden in
Höhe von 170 000 Euro für den
Bau einer Brücke vom Ortsteil
Grillheim nach Baar-Ebenhausen
festgesetzt.
Steuereinnahmen steigen
Wie im laufenden Haushaltsjahr
kann keine Zuführung
vom Verwaltungshaushalt an
den Vermögenshaushalt erfolgen.
Stattdessen muss der Verwaltungshaushalt
mit einer Zuführung
vom Vermögenshaushalt
in Höhe von rund 450 000
Euro ausgeglichen werden. Bei
den Gewerbesteuereinnahmen
ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen,
die Gemeinde rechnet
mit knapp einer Million
Euro. Die Einnahmen bei der
Einkommenssteuer wurden
vorsichtig geschätzt, der Wert
von gut 2,2 Millionen Euro aus
dem Vorjahr dürfte auch heuer
erreicht werden.
Die Kreisumlage verringerte
sich um 157 000 Euro auf
knapp 1,8 Millionen Euro.
Schlüsselzuweisungen von
rund 440 000 wird es erst im
kommenden Jahr wieder geben.
Dann (und auch in den
Folgejahren) werden auch wieder
ordentliche Zuführungen
an den Vermögenshaushalt
möglich sein, 2011 sind es
680 000 Euro. Die dauernde finanzielle
Leistungsfähigkeit ist
somit ab dem kommenden Jahr
wieder gegeben, auch wenn
Tilgungsleistungen für geplante
Kreditaufnahmen berücksichtigt
werden. Heuer wird ein
Kredit von knapp 900 000 Euro
ins Auge gefasst (soweit er benötigt
wird). Die allgemeine
Rücklage der Gemeinde betrug
zu Beginn des laufenden Haushaltsjahres
knapp 1,8 Millionen
Euro, das sind rund 370 Euro je
Einwohner. Geplant ist heuer
eine Rücklagenentnahme von
1,7 Millionen Euro.
Die durchschnittliche Zuführung
vom Verwaltungs- an den
Vermögenshaushalt beträgt in
den Jahren 2010 bis 2013
334 000 Euro, die durchschnittliche
„freie Finanzspitze“ in
diesem Zeitraum 321 000 Euro.
Dies zeige an, dass die „dauernde
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
der Gemeinde“
gesichert sei. Nicht enthalten
sind Projekte wie die Sanierung
der Bauschuttdeponie, Brückensanierungen,
die Kanalsanierung
Pobenhausen, die Erschließung
der Baugebiete
Karlskron-Süd II und Josephenburg.
Der Stand der Forderung
an den SV Karlskron für
das Zwischenfinanzierungsdarlehen
zur Errichtung des
Sportheims beträgt rund
100 000 Euro. Die Rücklagen
der Gemeinde Karlskron in
Form von Bau- und Gewerbegrundstücken
ergeben etwa
3,47 Millionen Euro.
Gemeinderätin Christa
Froschmeir (CSU) konnte sich
mit dem Zahlenwerk nicht anfreunden,
sie sah darin eine zu
große Diskrepanz. Schon des
öfteren habe sie darauf verwiesen,
den Gürtel enger zu
schnallen, immer bis ins Detail
zu prüfen, was die Gemeinde
schultern könne und was nicht.
Sie verlange klare Entscheidungen.
Gemeinderat Andreas
Schwinghammer (FW) erwiderte,
man könne nicht zu großen
Sparwillen praktizieren. Die Investitionen
kämen der Gemeinde
zugute, Rücklagen und
Kredite in wohl dosierter Form
seien also keine Verschwendung.
Heuer laufe das energetische
Sanierungsprogramm der
Schule, der Bau einer Hackschnitzelheizung
und die Leichenhaussanierung
an.
SPD: Projekte schieben
Gemeinderat Karl Bährle
(SPD) meinte, man müsse flexibel
sein, aber den Haushalt
weitgehend einhalten. SPDFraktionssprecher
Thoma
Krammer schlug vor, im Rahmen
der mittelfristigen Finanzplanung
neben dem
Grundsockel Prioritäten zu setzen.
Die SPD-Fraktion schlug
vor, Projekte wie die Zweifachturnhalle,
den Bau der Fruchtheimer
Straße, die Instandsetzung
der Eicherstraße, die
Kramerstraße, den Zucheringer
Weg, das Adelshausener Baugebiet
II am Linnerberg und
das Baugebiet Karlskron-Süd II
auf die Jahre 2011 bis 2015 zu
verschieben.
Bürgermeister Friedrich
Kothmayr versprach, die Anregungen
mit aufzunehmen,
wenn der Haushaltsplan 2011
in Angriff genommen werde. Er
wolle schon im November beginnen,
damit dieser im März
2011 stehe. Bei einer Klausurtagung
bestünde Gelegenheit,
Fragen zu erörtern. Der Haushaltsplan
2010 mit der mittelfristigen
Finanzplanung bis
2013 wurden mit einer Gegenstimme
genehmigt. | In Karlskron deutsche Kirchenlieder und bayerisches Essen kennengelernt
Abschied Pater Shizu und Pater Johnson verlassen die Gemeinde. Im September nehmen Pater Georg und Pater Josef ihre Positionen ein
Neuburger Rundschau vom 18.08.2010 (scra) |
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 Der Neue: Pater Georg wird eingerahmt von den scheidenden Patres Shizu (links) und Johnson (rechts). Ein bisschen Wehmut
schwingt schon mit, wenn Pater
Johnson und Pater Shizu Ende des
Monats Karlskron und seine Ortsteile
verlassen werden – sowohl bei
den Gläubigen als auch den Pfarrern.
Denn, so Kaplan Shizu, er
habe sich in Pobenhausen sehr heimisch
und wohl gefühlt.
In seiner ersten Pfarrei in
Deutschland hatte er einiges zu lernen:
die Sprache, das Autofahren,
das bayerische Essen und das Bier,
erzählte Pater Shizu in seiner Abschiedsansprache.
Aber auch das
deutsche Kirchenlied sei ihm im
Laufe der vergangenen vier Jahre
dank Organist Sepp Hartl hier näher
gebracht worden. Diese Zeit mit
und für die Musik habe ihm sehr gut
getan. In der Osternacht 2010 hätte
er sogar erstmals das Osterlob gesungen.
Die Leute hier auf dem Land in
Karlskron hätten es ihm leicht gemacht,
sich wohlzufühlen. Da die
Pfarreiengemeinschaft quasi seine
erste Pfarrstelle in Deutschland gewesen
sei, hätten die Menschen hier
einen besonderen Platz in seinem
Herzen, machte er deutlich. Pater
Shizu wechselt nach seinem Urlaub
in Indien in die Pfarrei Inchenhausen.
Zwei Jahre war Pater Johnson als
Ortsgeistlicher in Karlskron, wo er
schon einmal als Kaplan tätig war.
Von daher sei es ihm anfänglich
leicht gefallen, hier zu sein. Allerdings,
so Johnson, hasse er Verabschiedungen,
„weil dann der Pfarrer
im Mittelpunkt steht und nicht Jesus,
der die eigentliche Hauptperson
im christlichen Glauben ist“. Deshalb
versuchte Pater Johnson in einem
Gebet auszudrücken, was das
wesentliche im Leben der Christen
sei. Der Ortsgeistliche, der seinen
letzten Gottesdienst in der Pfarreiengemeinschaft
am Barthelmarktsonntag
in Karlskron halten wird,
wechselt nach Aitrang, wo er am 16.
September als Ortspfarrer eingeführt
wird.
Karlskron bekommt zum September
einen neuen Pfarrer, und
zwar Pater Georg, der ebenfalls dem
Orden „Little Flower“ angehört.
Der über 60-Jährige war zuletzt in
Indien tätig und hat bereits einige
Bücher im dogmatischen Bereich
verfasst. Diese befassen sich unter
anderem mit dem Leben im Orden.
Die Karlskroner Bevölkerung
konnte den neuen Pfarrer im Juli
bereits kennenlernen, als er in der
Gemeinde zu Besuch war. Unterstützt
wird Pater Georg von Pater
Josef, der als Kaplan in die Pfarreiengemeinschaft
kommen wird. | Trotz Krise: Karlskron steht gut da
Gemeinderat Kommune verabschiedet den zweitgrößten Haushalt in der Gemeindegeschichte
Neuburger Rundschau vom 18.08.2010 (Ramona Schittenhelm) |
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Das Volumen des Verwaltungs-
und Vermögenshaushalt der
Gemeinde Karlskron beträgt rund
10,2 Millionen Euro bei gleichbleibenden
Steuerhebesätzen. Während
der Verwaltungshaushalt im Vergleich
zum Vorjahr um 2,64 Prozent
anstieg, ist der Vermögenshaushalt
leicht rückläufig. Trotzdem handelt
es sich noch um den zweitgrößten
Haushalt in der Gemeindegeschichte.
Allerdings ist es in diesem Jahr
nicht möglich, eine Zuführung vom
Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt
zu tätigen. Der Grund, so
Bürgermeister Friedrich Kothmayr
in der jüngsten Gemeinderatssitzung,
liege unter anderem an der
Wirtschaftskrise und den damit verbundenen
niedrigeren Gewerbesteuereinnahmen.
Aber auch die höheren
Ausgaben, die auf die Gemeinden
zukommen und die im
Zuge von Investitionspaketen umgesetzt
werden, drücken auf das Gemeindeetat.
Allerdings, so der Bürgermeister,
sei für die kommenden Jahre wieder
eine geregelte Zuführung gesichert.
Dies liege nicht zuletzt auch daran,
dass die Wirtschaft wieder besser
dastehe und man bereits heuer – im
Vergleich zu 2009 – wieder einen
moderaten Anstieg bei den Gewerbesteuereinnahmen
verzeichnen
könnte.
Anfang 2010 betrug die Verschuldung
der 4800-Einwohner-Gemeinde
25 861 Euro. Je Einwohner wären
dies umgerechnet 5,36 Euro. Nach
der notwendigen Kreditaufnahme in
Höhe von etwa 900 000 Euro erhöht
sich die gemeindliche Pro-Kopf-
Verschuldung auf rund 200 Euro.
Die Kreditaufnahme wird notwendig,
da zahlreiche Investitionen
anstehen. Hier handelt es sich vordergründig
um Pflichtaufgaben wie
beispielsweise die Kinderkrippe
oder die Schulhaussanierung.
An Investitionen für 2010 eingeplant sind Ausgaben im Feuerwehrwesen,
Kanal- und Straßenbau sowie
Maßnahmen im Zuge des Hochwasserschutzes,
der Volksschule
mitsamt Turnhalle, einer Kinderkrippe
sowie eines möglichen Jugendtreffs
am Josephenburger Weiher.
Dazu kommen das Bürgerhaus
Pobenhausen, die Fertigstellung des
Karlskroner Friedhofs mit Leichenhaus
sowie die Beteiligung an der
Sanierung der „Grillheimer Brücke“.
Aufgrund der bestehenden Personalsituation
und Personalstruktur
beschloss der Gemeinderat, den
Auszubildenden Daniel Donaubauer
nach erfolgreicher Prüfung in den
Verwaltungsdienst aufzunehmen
und im Bereich Finanzverwaltung
zur Unterstützung einzusetzen.
Als problematisch wurde aus
Sicht der Gemeinderäte insbesondere
angesehen, dass man in den vergangenen
acht Monaten zahlreiche
Beschlüsse über Investitionen fassen
musste, ohne genau über die Finanzsituation Bescheid zu wissen.
Die SPD-Fraktion um Thomas
Krammer sowie CSU-Gemeinderätin
Christa Froschmaier kritisierten
dies. Dabei wurde auch der ein oder
andere Vorschlag zur Verbesserung
der Situation vorgeschlagen, die in
zukünftige Planungen mit eingebunden
werden sollen. Ziel sei es, so
Bürgermeister Kothmayr, dass der
Haushalt 2011 im Frühjahr bereits
zur Verabschiedung vorgelegt werden
soll.
Gebühren für Winterdienst
werden teurer
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung
wurde neben dem Haushalt,
der mit einer Gegenstimme von
Christa Froschmaier verabschiedet
wurde, auch der Beschluss über die
Gebühren im Zuge des Winterdienstes
gefasst. Dafür, dass auch
zukünftig die Geh- und Radwege
geräumt werden, fallen zukünftig 52
Euro pro Jahr und Haushalt mehr
an. | Singende Spargelkönigin
Inthronisation im vollen Festzelt: Monja I. kam mit einer schweren Maschine
Schrobenhausener Zeitung vom 12.08.2010 (SZ) |
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Viele
junge Mädchen träumen davon,
einmal im Leben eine strahlende
Prinzessin zu sein oder gar als
Königin auf einem Thron zu sitzen.
Monika Schweiger alias
Monja aus Gachenbach hat es
geschafft – sie hat mittlerweile
gleich drei dieser begehrten Titel
erobert: Christkindl, Faschingsprinzessin
der Schromlachia
und nun Schrobenhausener
Spargelkönigin.
Doch bevor es sich die neue
Spargelkönigin am Dienstag
Abend auf dem Thron gemütlich
machen kann, heißt es viel
Geduld bewahren. Zunächst
wird ihre Vorgängerin, Johanna
Schuster aus Adelshausen mit
allen Ehren verabschiedet.
Schrobenhausens Bürgermeister
Karl-Heinz Stephan bescheinigt
der 24-jährigen Chemiestudentin
„eine besondere
Professionalität bei der Präsentation
des Schrobenhausener
Edelgemüses“ und outet sich
gleich als „großer Fan“. Damit
ist er nicht alleine. Johanna III.
hatte sich während ihrer kurzen
Regentschaft mit ihrer offenen
und sehr natürlichen Art viele
Freunde gemacht.
Aus allen Ecken des Landes
sind sie angereist, die Königinnen
und Prinzessinnen diverser
kulinarischer Spezialitäten – ob
Kartoffel, Hopfen, Gerste oder
Wein, jede Region hat ihre Spezialitäten,
ihre Besonderheiten
und damit ihre Königin. Und
Spargelpapst Josef Plöckl hat bei
der Moderation viel zu tun,
niemanden zu vergessen. Sogar
eine zweite Spargelkönigin
macht Johanna III. zum Abschied
die Aufwartung: Extra bis
aus Südtirol kam Ruth I., um
sich von der Kollegin aus Schrobenhausen
zu verabschieden,
die neue zu begrüßen und natürlich
für das Südtiroler Edelgemüse
zu werben.
Und so schreiten die Königinnen
und Prinzessinnen im Slalom,
begleitet von den Hohenwarter
Musebuam, winkend
durch die gut gefüllten Bankreihen
auf die Bühne, um sich dort
einzeln von der noch amtierenden
Spargelkönigin zu verabschieden.
Abschiedsworte werden
gesprochen, Geschenke
überreicht, Umarmungen und
Bussis verteilt – da wird es dem
Vorsitzenden des Spargelverbandes
gleich zu viel: „Gebt’s
Gas a bisserl“, feuert der Zeremonienmeister
die Hoheiten
an, „auf geht’s, schneller, sonst
hängen wir in der Früh noch
da.“
Geduld bewahren
Trotzdem heißt es Geduld
bewahren. Johanna III. hält eine
letzte Rede, wobei sie von einer
Fotoshow begleitet wird, die
dem Publikum zahlreiche Impressionen
aus ihrer einjährigen
Regentschaft zeigt. Herzlich
bedankt sich die junge Chemiestudentin
bei den Menschen,
die sie im letzten Jahr unterstützt
haben und überreicht all
ihren Amtskolleginnen ein Abschiedsgeschenk.
Dann ist es soweit. Jedenfalls
fast. Johanna III. verlässt die
Bühne, nimmt traurig aber auch
erleichtert Platz im Publikum,
die Goaßlschnoitzer zeigen
noch einmal ihr ganzes Können
und dann wird sie auf die Bühne
geführt. Allerdings nicht die
neue Schrobenhausener Spargelkönigin,
sondern die Gachenbacher
Schönheitskönigin.
Auf dem Kopf ein Strohhut, Gesundheitssandalen
an den Füßen
gibt sich die Schönheitskönigin
die Ehre und ein Lied zum
besten. Sie oder besser: Er wird
damit übrigens nicht alleine
bleiben, wie sich bereits kurze
Zeit später zeigt. Es gab schon
Auftritte, die mit noch mehr Applaus
bedacht worden sind als
dieser.
Benzinschwaden
Mittlerweile warten die Besucher
spürbar ungeduldig auf die
neue Spargelkönigin und –
ebenso wichtig – auf ihren ersten
Auftritt. Johanna III. war im
vergangenen Jahr mit einem
spektakulären Fallschirmsprung
in ihrer Regentschaft gelandet,
eine andere Spargelkönigin
wurde einmal hoch zu Roß
in das Festzelt getragen – da
stellt sich jeder die Frage, was
nun folgen könnte. Eine Frage,
die schnell und vor allem laut
und unüberhörbar beantwortet
wird.
Kaum hat die Gachenbacher
Schönheitskönigin die Bühne
verlassen, ruft der Vorsitzende
des Spargelverbandes wild gestikulierend
nach „Johanna!“
Und: „Ich brauche Dich!“ Die
gesellt sich wieder zu ihm auf
die Bühne und gemeinsam geben
sie das Startsignal für 14
schwere Motorräder, die laut
aufjaulend das Zelt entern. Auf
jedem Sozius ein hübsches
Mädchen sitzend, drehen die
Fahrer eine Ehrenrunde durch
das Festzelt, lassen ihre Motoren
heulen und verbreiten mit
ihren Maschinen einen Geruch
von Benzin und Öl, der sämtlichen
Brathendl- und Würschtlschwaden
in Windeseile vertreibt.
Vor der Bühne angekommen,
stellen sich die modernen
Ritter mit ihren Maschinen
auf und Josef Plöckl schreitet
durch ihre Reihen, um unter
den anwesenden jungen Mädchen
auf den Soziussitzen die
richtige, die neue Spargelkönigin
zu suchen.
Nach wenigen Augenblicken
ist das Geheimnis gelüftet. Die
21-jährige Monika Schweiger
aus Gachenbach ist die neue
Spargelkönigin, die von sich
selbst sagt, dass sie nicht nur
„eine tolle Stimme“ habe, sondern
auch „unglaublich viel
Freude“ an ihrer neuen Aufgabe
und „den festen Willen, es richtig
gut zu machen.“
Eigener Song
Die junge Lehramtsstudentin
war vor neun Jahren bereits als
Schrobenhausener Christkindl
aktiv und wurde 2008 in den
Stand der Faschingsprinzessin
erhoben. Darüber hinaus erreichte
Monika Schweiger unter
dem Künstlernamen Monja als
Schlagersängerin einen gewissen
Bekanntheitsgrad. Und so
ist es keine große Überraschung,
dass sich die frisch gekrönte
Königin gleich nach ihrer
Amtseinführung – der Gachenbacher
Bürgermeister Alfred
Lengler gratulierte lieb zurecht
gemacht im roten Schnupfer TShirt
– ein Mikrofon schnappt
und den „Spargelsong“ aus der
Feder von Heiner Graf singt – allerdings
schon zu deutlich vorgerückter
Stunde. Selbstbewusst,
von rhythmischem Klatschen
begleitet singt sie vom
Spargel und der allerschönsten
Spargelzeit und tut damit gleich
ihr Wissen kund: über das Gemüse,
das „so seine Flausen“
hat und nicht „wächst überall,
doch rund um Schrobenhausen,
da ist das schon der Fall.“
Monika I., die kurz zuvor von
Josef Plöckl in „Martina I.“ umgetauft
wurde, bedankt sich bei
all den Leuten, die sie unterstützen
und freut sich schon
jetzt auf eine gute Spargelsaison
2011, denn – wie es in Schrobenhausens
neuer Spargelhymne
heißt: „Gesund wie
Spargel, so gut wie Spargel, ist
kein Gemüse weit und breit,
drum ist das Schönste, das Allerschönste
von dieser Welt die
Spargelzeit.“
| Inventur der Natur im Landkreis
Zweite Naturschutz-Fachkartierung
Neuburger Rundschau vom 12.08.2010 (nr) |
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Nach etwa
24 Jahren werden die Arten und Lebensräume
im Landkreis Neuburg-
Schrobenhausen erneut unter die
Lupe genommen: Im Auftrag des
Bayerischen Landesamtes für Umwelt
(LfU) und in Zusammenarbeit
mit dem Landratsamt haben Fachleute
mit der sogenannten Naturschutzfachkartierung
begonnen.
Dazu untersuchen sie detailliert
die wertvollen Biotope und Lebensräume.
LfU-Präsident Albert Göttle
appellierte zu Beginn der Arbeiten
an die Grundstücksbesitzer, den
Kartierern Zutritt zu den Grundstücken
zu geben.
Die Geländearbeiten werden von
einem Fachbüro aus Hohenlinden
durchgeführt und bis Ende Juli 2012
abgeschlossen. Die Ergebnisse der
Kartierung stehen voraussichtlich
im Frühjahr 2013 zur Verfügung.
Rund 80000 Euro stellt der Freistaat
für die neue Natur-Inventur
im Landkreis zur Verfügung. In der
letzten Kartierung wurden 689 Biotope
mit einer Fläche von über 3500
Hektar erfasst. Dies entspricht einem
Biotopanteil von über vier Prozent.
Das LfU betreut die Kartierung
bayernweit.
Die Ergebnisse sind wichtige
Grundlagen für die Naturschutzbehörden
und für die Kommunen,
zum Beispiel bei der Erarbeitung
von Landschafts- und Grünordnungsplänen
oder im Vertragsnaturschutz.
Auch Planungsbüros und
wissenschaftliche Einrichtungen
nutzen die Ergebnisse der Kartierung.
Zudem werden auf Basis der
neuen Daten die Bände der Artenund
Biotopschutzprogramme aktualisiert.
Die Kartierung der FFHFlächen
ist außerdem eine wichtige
Grundlage für die Managementplanung
in den FFH-Gebieten und für
die Berichte an die EU.
Wortweiser
Die Naturschutzfachkartierung
ist eine Weiterentwicklung der
Biotopkartierung und der Artenschutzkartierung.
Sie liefert eine
Bestandsaufnahme der wertvollen
Flächen und der Tier- und Pflanzenarten,
die dort leben. Wiederholungskartierungen
dienen dazu,
die Daten auf den neuesten Stand zu
bringen. Das LfU koordiniert die
Arbeiten und stellt die Ergebnisse den
Gemeinden und der Öffentlichkeit
zur Verfügung.
1. Schritt Im ersten Schritt der
Naturschutzfachkartierung werden
die Biotope im Maßstab 1:5000
kartiert. Dabei erfassen und beschreiben
speziell ausgebildete Kartierer
die für den Naturschutz
wichtigen Flächen und die dort wachsenden
Pflanzen. Seit 2006 werden
zusätzlich die Lebensraumtypen
des europäischen Biotopverbundsystems
Natura 2000 erfasst. Rund
vier Prozent der Landesfläche sind
seit Beginn der Biotopkartierung als
ökologisch wertvolle Lebensräume
erfasst und beschrieben worden.
2. Schritt Der zweite Schritt ist die
Artenschutzkartierung. Dabei werden
gefährdete Tiergruppen wie
Amphibien, Libellen und Tagfalter
erfasst, um die aktuelle Verbreitung
und Bestandssituation zu ermitteln.
Die Ergebnisse werden in der
landesweiten Datenbank der Artenschutzkartierung
zentral gespeichert. |
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