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Die letzten erschienen Einträge in der Lokalpresse

Mit Motorrad in den Tod

Donaukurier vom 26.07.2010 (DK)

   

Tödlich endete für einen 27-jährigen Motorradfahrer eine Fahrt mit seinem Krad am Samstag gegen 2.30 Uhr. Der Mann war von Pobenhausen in Richtung Karlskron unterwegs gewesen. In einer leichten Linkskurve kam er laut Zeugenaussagen ohne fremdes Verschulden nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend raste er noch zirka 65 Meter im rechten Bankett und dem Grünstreifen weiter und konnte sich dann kurz vor Ortsbeginn endgültig nicht mehr auf der Straße halten. Das Motorrad prallte am rechten Straßengraben in eine Buschgruppe, so die Polizei. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Beim Aufprall zog sich der 27-Jährige so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Eine neue Glocke für Karlskron

Neuburger Rundschau vom 24.07.2010 (Ramona Schlittenhelm)

   

Über 700 Kilogramm ist sie schwer und wurde am Donnerstagmittag nach Karlskron überführt. Weihbischof Anton Losinger wird die neue Glocke für den Kirchturm des katholischen Gotteshauses in Karlskron am Sonntag im Rahmen eines Festgottesdienstes weihen. Die Messe beginnt um 10 Uhr auf dem Kirchenvorplatz. Im Anschluss an die Zeremonie findet das jährliche Pfarrfest statt.

Traumhafte Quote

Abschluss 25 Neuntklässler verlassen Hauptschule Karlskron mit „Quali“

Neuburger Rundschau vom 24.07.2010 (scra)

   

Buergermeister Friedrich Kothmayr (links) und Rektor Martin Haas gratulierten dem Schulbesten Tobias Ettl.

Die Quote liegt bei makellosen bei 100 Prozent: 25 Schüler der Hauptschule Karlskron haben ihren Hauptschulabschluss gebaut, 84 Prozent aller Schüler dazu mit dem qualifizierten Hauptschulabschluss abgeschlossen.

Rektor Martin Haas und sein Stellvertreter Theo Porada führten den Erfolg vor allem darauf zurück, dass man vom Schulamt zusätzliche Stunden erhalten habe. Die Schulleitung hatte diese Stunden unmittelbar zum Wohle der Abschlussschüler eingesetzt, erklärte Porada. Dadurch hatte man zum Beispiel in Mathematik und Arbeitslehre nur eine Klassenstärke von etwas über zehn Schüler – traumhafte Bedingungen für die Schulabsolventen, die dies optimal für sich genutzt hätten. Aufgabe der Hauptschule sei es letztlich, die Schüler für den Berufsalltag vorzubereiten, Handwerker für ihre Ausbildung im Betrieb zu qualifizieren. Dies sei in diesem Jahr wieder optimal gelungen, so Haas.

Alle Schüler haben einen Ausbildungsvertrag erhalten. Das Fundament, das man während der Schulzeit erlangt habe, sei für die 25 Absolventen eine gute Basis für die Zukunft, erklärte Friedrich Kothmayr, als Schulverbandsleiter stellvertretend auch für seinen Bürgermeisterkollegen Thomas Mack aus Weichering. Klassenleiterin Ulrike Matusch konnte 25 Zeugnisse übergeben. Das beste Ergebnis erzielte dabei Tobias Ettl mit einem Quali- Notenschnitt von 2,11.

Ein Grill für Karlskron

Schrobenhausener Zeitung vom 23.07.2010 (oh)

   

Die Schuelerinnen und Schueler der Volksschule Karlskron praesentierten stolz das Ergebnis der vertieften Berufsorientierung, das im Rahmen des Werkunterrichts entstand den Grill.

Viel Mühe, Ausdauer und Unterrichtsstunden hat es die Siebt- und Achtklässler der Volksschule Karlskron gekostet, doch das Ergebnis übertraf die Erwartungen bei Weitem. Da stand er nun auf dem Hof der Metallbaufirma Einmüller und glänzte und funkelte nagelneu in der heißen Mittagssonne.

Ein überdimensionaler „Premium- Grill“, fachmännisch entworfen und Konstruiert, natürlich mit hochwertigen Materialen (sogar Schammottsteine) verarbeitet, ist der sichtbare Beweis, dass es sich lohnt, sich mit Themen wie Berufswahl und Berufsorientierung zu befassen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ingolstadt und der Volksschule Karlskron, der so genannten Vertieften Berufsorientierung, wurden die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen innerhalb des Unterrichts von Werklehrer Josef Walter an metallverarbeitende Berufe herangeführt. Auf dem Gelände der Firma Einmüller Metallbau konnten die künftigen Auszubildenden an Originalwerkzeugen und Maschinen probieren und testen, ob ein späteres berufliches Engagement im Metallbereich für sie in Frage kommt.

Der Grill, der nach Aussage von Konrektor Theo Porada von den Vereinen der Gemeinde Karlskron ausgeliehen werden kann, wurde im Beisein des Bürgermeisters Friedrich Kothmayr und Berufsberaterin Angela Schönach an die Schule übergeben. Rektor Martin Haas dankte insbesondere Firmenchef Andreas Einmüller, dessen Engagement für die Jugendlichen weit über das Normalmaß hinausging. Zum ersten Mal wird das Prachtstück kurz vor den großen Ferien angeheizt.

Kommentar zum Thema Schulverbund

Neuburger Rundschau vom 21.07.2010 (Ramona Schlittehlm)

   

Schwierige Partnersuche Die Würfel sind gefallen. Der Karlskroner Gemeinderat hat ein Machtwort gesprochen. Karlshuld wird der Partner, mit dem man künftig gemeinsam durchs Mittelschulleben schreiten möchte.

Doch beiden Standortenvarianten – Karlshuld und Reichertshofen – fehlen langfristig die Schülerzahlen für einen M-Zug. Hier ist sicher ein Gastschulantrag nach Ingolstadt eine Alternative, weil viele Eltern sich ohnehin ans Oberzentrum orientieren und Karlskroner Schüler dort auch weiterführende Schulen besuchen. Man könnte zudem die Möglichkeit nutzen, die Nahverkehrsverbindung nach Ingolstadt attraktiver zu gestalten.

Bleibt nur eine Frage: was passiert mit dem Schulhaus, das derzeit saniert wird? Bei einem kompletten Wegfall der Hauptschule müsste man sich einen anderen Verwendungszweck überlegen: die Kinderkrippe ist bereits vom Tisch, sie soll neu gebaut werden. Eine andere Altersgruppe gerät da ins Blickfeld: Ein Seniorentreff mit betreuter Kurzzeitunterbringung könnte für ein Zusammenspiel zwischen Generationen sorgen und ein neues Angebot bieten.

Schulverbund mit Karlshuld ist fix

Gemeinderat Karlskron fällt eine Entscheidung pro Landkreis

Neuburger Rundschau vom 21.07.2010 (Ramona Schlittenhelm)

   

Einige Informationsgespräche im Gremium sowie eine Informationsveranstaltung für die Eltern sind der Entscheidung voraus gegangen.In seiner Sitzung am Montagabend hat der Gemeinderat Karlskron nun eine Entscheidung getroffen. Zukünftig wird man im Zusammenhang mit der neu zu schaffenden Mittelschule einen Verbund mit Karlshuld eingehen. Mit 11:6 Stimmen hat sich der Gemeinderat für die Nachbargemeinde aus dem Landkreis und gegen einen Schulverbund mit Hohenwart, Reichertshofen und Baar-Ebenhausen ausgesprochen. Befürworter der Karlshulder Lösung waren die Fraktionen der SPD sowie der Freien Wähler.

Die beiden CSU-Politiker Christa Froschmeier und Bernd Nentwig zeigten vor der Abstimmung noch einmal auf, dass die Synergien mit der Gemeinde Reichertshofen eigentlich ohnehin größer seien, zum Beispiel als Einkaufsstätte für die Karlskroner Bürger, erklärte Nentwig. „Außerdem“, so Froschmeier, „ist im Schulverbund Karlshuld die Gefahr sehr groß, dass man als Schule Karlskron sämtliche Kompetenzen im Hauptschulbereich verliert, beispielsweise auch die Ganztagsbetreuung.“ Gemeinsam mit den Weicheringer Schülern würde man im kommenden Schuljahr gerade einmal 16 Schüler für die fünfte Jahrgangsstufe erreichen.

Eigenständige fünfte Klasse in Gefahr

Karl Bährle (SPD) erläuterte mögliche Szenarien: Würde Weichering wegfallen, was im Falle eines Schulverbandes mit Reichertshofen der Fall wäre, blieben noch zehn Schüler aus Karlskron übrig. Damit hätte man bereits im kommenden Schuljahr keine eigenständige fünfte Klasse mehr stellen können, die Schüler müssten also bereits von diesem Zeitpunkt an in die Schulverbund- Schule. Ein Ausscheren Weicherings aus dem bisherigen Schulverband kann man sich aufgrund der demografischen Entwicklung also nicht leisten. Die Variante Karlshuld erhält Karlskron dagegen zumindest 2010/2011 noch eine eigene fünfte Jahrgangsstufe. Lediglich die größere räumliche Nähe für die Schüler aus den Ortsteilen Adelshausen, Aschelsried Grillheim oder der östlichen Hälfte Karlskrons spräche für Reichertshofen. Christa Froschmeier gab zu Bedenken, dass Reichertshofen, Hohenwart und Baar-Ebenhausen dagegen Schwierigkeiten haben könnten, überhaupt die erforderlichen Zahlen für eine Mittelschule zu erreichen. Fraglich bleibe allenfalls was passiere, wenn man auch in Karlshuld keinen M-Zweig erreicht. Die Karlskroner Jugendlichen müssten dann vermutlich nach Neuburg oder Schrobenhausen in die Schule gehen. „Daher“, so Gemeinderat Andreas Schwinghammer (FW), „ist es überhaupt keine Frage, mit wem man kooperiert.“ Denn im Verbund mit Karlshuld könne man mit 16 Schülern die fünfte Klasse im Ort aufrechterhalten – knapp aber immerhin.

Mit Reichertshofen geliebäugelt

Karl Bährle (SPD) schwankte in seiner Entscheidung ein wenig, liebäugelte er doch mit Reichertshofen. Den Ausschlag gab für ihn aber die Tatsache, dass man im Landkreis übergreifendem Modell ab dem nächsten Schuljahr keine eigene fünfte Klasse mehr gehabt hätte. Im Übrigen genehmigte der Gemeinderat fünf Bauanfragen, darunter eine Fläche für Kiesabbau mit Fahrzeugwaage und befestigtem Weg im Ortsteil Adelshausen.

Wettbewerb im Internet: Die Königinnen brauchen Hilfe

Spargelkönigin Johanna Schuster kann Südwild-Queen werden

Schrobenhausener Zeitung vom 21.07.2010 (mpy)

   

Sie sind wild, sie sind elegant und sie vertreten ein Produkt aus ihrer Heimat: die Produktköniginnen. Im Jugendprogramm des Bayerischen Fernsehens ist die Wahl der on3-südwild- Queen 2010 angelaufen. Im regionalen Vorentscheid sind auch Königinnen aus der Gegend dabei: Spargelkönigin Johanna Schuster, Kartoffelkönigin Gabriele Hauber aus Neuburg und Volksfestkönigin Sophia Hautmann aus Pfaffenhofen. Das ganze Jahr haben die Woidboyz, die anarchischen Einzelkämpfer von on3-südwild, bayerische Produktköniginnen porträtiert. „Wir haben uns mit den Damen in ihren Disziplinen gemessen. Von Glasblasen über Zuckerwattewettessen bis hin zu Slacklinen haben wir jeden Schmarrn mit den Mädels gemacht“, erklärt Andi Weindl von den Woidboyz die Erlebnisse der letzten Monate.

Noch bis Dienstag, 27. Juli, entscheiden die Zuschauer per Mausklick, wer die Chance auf den Titel „on3-südwild-Queen 2010“ bekommen soll. Die fünf Königinnen mit den meisten Stimmen ziehen ins Finale ein, das am Freitag, 30. Juli, ab 16.30 Uhr an der Wakeboard- Anlage am Steinberger See bei Schwandorf statt und wird live in BR-alpha übertragen. Als Preis winken der on3- südwild-Queen 2010 neben Ruhm und Ehre ein Kurzurlaub im Luxushotel Schloss Elmau und eine Gastrolle in der Boarisch Daily des Bayerischen Rundfunks „Dahoam is Dahoam“.

on3-südwild ist die multimediale Jugendsendung des Bayerischen Rundfunks. Hier bestimmen junge Leute aus Bayern, was in der Sendung läuft: Aktuelles aus Bayern und der Welt, Musik, Sport, Trends und Themen aus 40 verschiedenen Orten in Bayern, aus denen on3-südwild jedes Jahr sendet.

Pfarrfest heuer mit Glockenweihe

Karlskroner Musikanten spielen zünftig auf

Schrobenhausener Zeitung vom 21.07.2010 (mue)

   

Am Sonntag, 25. Juli, findet in der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Karlskron das Pfarrfest statt. Ein besonderes Ereignis ist heuer die damit verbundenen Glockenweihe, die von Weihbischof Anton Losinger, der den Festgottesdienst ab 10 Uhr am Kirchplatz zelebrieren wird, vollzogen wird. Ab 11.30 Uhr wird zum Mittagessen eingeladen, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen und abends eine Brotzeit. Zur Unterhaltung spielen wieder zünftig die Karlkroner Musikanten auf. Auch für Kinder gibt es viele Angebote.

Votum für Karlshuld

Karlskroner Rat mehrheitlich für neuen Schulverbund

Schrobenhausener Zeitung vom 21.07.2010 (mue)

   

Die Karlskroner Volksschule wird jetzt doch in einen Mittelschulverbund mit der Karlshulder Hauptschule eintreten. Der Gemeinderat hat hierzu am Montag einen Mehrheitsbeschluss gefasst.

Die Würfel sind gefallen: Der Karlskroner Gemeinderat hat am Montagabend mehrheitlich für einen Realschulverbund mit Karlshuld gestimmt. Die FW- und SPD-Fraktionen votieren geschlossen für diese Lösung. Gemeinderat Andreas Schwinghammer (FW) betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen in Karlskron und Karlshuld. Der Besuch des M-Zuges in Karlshuld funktioniere bestens, so die Äußerung verschiedener Eltern.

Tenor: „Das Bewährte wollen wir beibehalten mit Karlshuld und keine anderen Experimente wagen, sie wären nicht zum Vorteil unserer Kinder.“ Auch bei einer Informationsveranstaltung, an der 24 Eltern teilgenommen hatten und bei der Bürgermeister Friedrich Kothmayr und Rektor Martin Haas die Thematik erläutert hatten, war die Orientierung nach Karlshuld zum Ausdruck gekommen. SPDFraktionssprecher Thomas Krammer kritisierte allerdings das Desinteresse mancher Eltern, die sich kaum um so wichtige Schulentscheidungen kümmerten. Ihnen gehe es wohl nur darum, ihre Kinder möglichst in weiterführende Schulen zu schicken. Bürgermeister Friedrich Kothmayr bezeichnete es als traurig, dass die Übertrittsbedingungen immer mehr erleichtert werden, so dass es auch eine Mittelschule schwer haben werde, langfristig zu überleben. Gemeinderat Karl Bährle (SPD) meinte, wenn man auch für eine Angliederung an Reichertshofen und Hohenwart nicht abgeneigt wäre, spreche die numerische Komponente für Karlshuld.

Weichering, das dem Schulverband Karlskron angehört, hatte sich ausschließlich für einen Schulverband mit Karlshuld ausgesprochen. Laut Schülerstatistik ist die Hauptschule Karlskron auf die Schüler aus Weichering und Lichtenau angewiesen, damit beispielsweise die Jahrgangsstufen fünf und sechs noch gebildet werden können. Also dürfe man den bestehenden Schulverband Karlskron-Weichering- Lichtenau in keiner Weise gefährden, brachten es Karl Bährle sowie zweite Bürgermeisterin Hedwig Brüderle auf den Punkt. Die CSU-Fraktion sieht das anders. CSU-Fraktionsvorsitzender Bernd Nentwig hob den Kontakt Karlskrons zu Reichertshofen hervor, das Geschäftsleben spielte sich dort ab. Er befürchtete bei der Lösung mit Karlshuld, dass die Karlskroner Hauptschule auch als Mittelschule immer mehr an Bedeutung verliere. Er forderte die Eltern auf, mehr Initiative zu ergreifen. Gemeinderätin Christa Froschmeir appellierte an alle, neue Wege zu gehen. Mit Bequemlichkeit verliere man immer mehr an Boden: „Wir müssen für unsere neue Mittelschule kämpfen, koste es was es wolle. Wir richten unsere Schule aufs Modernste her, bekommen eine neue Zweifachturnhalle, eine Hackschnitzelheizung – das muss sich doch auf ein gediegenes Schulleben mit hoher Bildung und Erziehung unserer Kinder auswirken.“

Die CSU-Fraktion stellte sich geschlossen auf einen Schulverbund mit Reichertshofen und Hohenwart ein. Die Abstimmung ergab dann, dass elf Gemeinderäte (FW und SPD) für Karlshuld als Schulverbund votieren, sechs (CSU) waren dagegen. Bürgermeister Friedrich Kothmayr atmete auf, als diese Entscheidung gefallen war, wollte er doch noch vor der Sommerpause das Schulproblem gelöst haben. Nun gelte es, die weiteren Schritte einzuleiten. Wie bei allen Entscheidungsprozessen sollen auch weiterhin Gemeinde, Schule, Elternbeirat und Elternschaft gemeinsam beraten und entscheiden. Fünf Bauanträge wurden noch in der Sitzung behandelt; u. a. der Bau einer mobilen Rundhalle im Bereich der Tierarztpraxis Dr. Strack. Einem Antrag auf Abbau von Sand und Kies mit Wiederauffüllung und Rekultivierung in der Gemarkung Adelshausen wurde entsprochen.

Ewige Partnersuche

Schulverbund-Diskussion geht weiter

Donaukurier vom 21.07.2010 (hl)

   

Für die Paartalgemeinden Reichertshofen und Baar-Ebenhausen geht die Suche nach einem Mittelschulverbund weiter. Nachdem die bislang umworbene Nachbargemeinde Karlskron sich am Montag für eine „Mittelschulehe“ mit Karlshuld ausgesprochen hat (Bericht folgt), muss ein Plan B auf den Tisch.

Reichertshofens Bürgermeister Michael Franken (JWU) erklärte gestern auf Anfrage, dass für ihn jetzt noch zwei Optionen bestehen: Einmal der Anschluss an den großen Nordverbund mit Manching, Vohburg, Ernsgaden, Geisenfeld und Münchsmünster, zum anderen aber eventuell auch noch eine kleine Lösung mit Hohenwart. Die etwas wahrscheinlichere Variante sei jedoch die „Nordallianz“, wagte Franken eine Prognose.

Franken ist Vorsitzender des bisherigen Schulverbandes Reichertshofen/Baar-Ebenhausen. Hauptschüler aus beiden Kommunen besuchen die Reichertshofener Volksschule. Es ist davon auszugehen, dass beide Kommunen auch weiterhin auf der Suche nach einem Mittelschulverbund gemeinsam marschieren werden. Die Bürgermeister von Reichertshofen, Baar-Ebenhausen und Hohenwart hatten in Karlskron intensiv für eine landkreisübergreifende Lösung geworben – letztlich vergeblich. Allein die Karlskroner CSU hatte sich den Argumenten der östlichen und südlichen Nachbarn aus dem Landkreis Pfaffenhofen gegenüber geöffnet – zu wenig für eine entsprechende Abstimmung im Karlskroner Gemeinderat, wo SPD und FW für Karlshuld stimmten. Für den Plan B haben sich Franken und Wayand auch bereits beim Nordverbund rückversichert. Dort würde eine Aufnahme der beiden Paartalgemeinden offenbar nicht scheitern. Allerdings müssten Schüler, die die Eignung für den mittleren Schulabschluss auf der Hauptschule haben, dann weiterhin bis nach Vohburg fahren, wo ein M-Zug bereits etabliert ist – nicht eben die Ideallösung.

Baar-Ebenhausens Bürgermeister Ludwig Wayand (CSU) ging gestern mit seinem Kollegen Franken konform, nun auf jeden Fall noch eine kleine Lösung allein mit Hohenwart auszuloten. Dies sei im Sinne der Kinder angesichts zumutbarer Wege die beste Option. Da auch Hohenwart einen Schulverband mit Nachbarorten hat, käme ein solcher Realschulverbund auf einen Einzugsbereich von über 20 000 Einwohnern – wohl genug für eine bestandsfähige Lösung.

Er habe die Schritte im Landkreis Eichstätt zu tragfähigen kleineren Lösungen genau verfolgt, erklärte Ludwig Wayand. Sein Kommentar: „Dort sind die Leute wohl gescheiter.“ Wayand geht wie Michael Franken davon aus, dass eine Entscheidung nun im Herbst fallen wird. Übermäßigen Druck sieht er noch nicht: „Zwingen kann uns keiner zu gar nichts.“ Nur eines dürfe nicht passieren: „Wir dürfen nicht übrig bleiben.“


© BD am 18.5.2008