Geschichte II

Startseite Aktuelles 2001 Geschichte I Geschichte II

    ab 1982 bis heute

    3. Phase

    Ab 1982 beginnt man eine einfache Infrastruktur aufzubauen. Mit provisorischen Werkstätten wie Schreinerei, Schlosserei und Elektrikerwerkstätte deckt man zunächst den Eigenbedarf. Eine Bäckerei stellt die Versorgung der Bevölkerung sicher. Auf beständige Bittgesuche von P. Leeb unterstützt der brasilianische Staat seine private Hilfsmaßnahme und baut Brücken und eine Straße um Porto do Mato an die Zivilisation anzubinden. Das hat zur Folge, daß nun der ganze Küstenstreifen von der Landeshauptstadt Aracaù bis zur Bundeslandgrenze nach Bahia zum Tourismusgebiet erklärt wird. Ein Gästezentrum mit Ausbildungscharakter soll den beginnenden regionalen Tourismus nutzen und neue Arbeitsplätze schaffen. Das gesamte Zentrum sowie alle umliegenden Häuser werden an eine zentrale Wasser- und Elektrizitätsversorgung angeschlossen.

    Schulbeginn4. Phase

    In den Jahren 1990 bis 1995 wird das Zentrum in den wesentlichen Elementen vollendet. Im Jahr 1994 werden mit Hilfe des Bundesstaates Sergipe eine weiterführende Schule, durch einen Zuschuß des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit eine Zementziegelfabrikation, durch eine weiter Kofinanzierung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften ein Internat und auf Kosten der Österreichischen Bundesregierung ein zusätzlicher Kindergarten errichtet

    5. Phase

Schon vor der Einweihung des Ausbildungszentrums im März 1994 wird der Kindergarten und die Vorschule bezogen. Am 5. März 1995 wird nach einem halbjährigen Einführungskurs die weiterführende Schule in Betrieb genommen. Die Chance zur Weiterbildung wird besonders von jungen Erwachsenen wahrgenommen. Im Schuljahr 1996 wird für alle höheren Schulen des Bundeslandes Sergipe ein Umweltprogramm angeboten "Freunde des Ökosystems". In der Berufsaus- und weiterbildung werden verstärkt Kurse für die Touristik Branche angeboten.

Wie wird das Zentrum finanziert?

In den ersten Jahren des Aufbaus war fast zu 100% der deutsche und österreichische Förderkreis "Brasilienhilfe P. Leeb" gefordert. Seit 1990 beteiligt sich die EU sowohl bei Baumaßnahmen als auch beim Bildungsprogramm. Außerdem gibt die österreichische Bundesregierung Zuschüsse. Auch halbstaatliche, brasilianische Institutionen wie SENAI, SENAC etc. tragen zum Ausbau und Unterhalt des Zentrums bei. Für den laufenden Unterhalt sorgt seit 1990 bereits zu etwa 60% das Zentrum mit seinen produktiven Sektoren wie Gästezentrum, Werkstätten und Schüler durch einen "Anerkennungspfennig". Der soziale Bereich wie Krankenstation, Kindergarten, Schule und sozialer Wohnungsbau werden noch auf unabsehbare Zeiten am europäischen Tropf hängen.

Die Zukunft hat schon begonnen!

In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unterrichtsministerium soll in den nächsten Jahren eine Hotelfachschule neben dem Zentrum entstehen. Da der Einzelkämpfer Leeb keinen Nachfolger hat, werden mit der franziskanischen Familie in Brasilien Verhandlungen für eine Kooperation geführt.

Und wo bleibt die Pastoral?

Nachdem vor der Ankunft von P. Leeb nur ganz selten ein Priester in Porto do Mato vorbeigekommen ist, war nun wenigstens zuerst der Sonntagsgottesdienst gewährleistet. In unregelmäßigen Abständen wurden bisher in den Schulorten der Region am Abend gut besuchte Katechesen für Erwachsene gegeben. Inzwischen arbeiten mit dem Pater auch zwei Pastoralassistenten in der Seelsorge mit. Die Zusammenarbeit mit der franziskanischen Familie läßt hoffen, daß für die Zukunft ein intensives Gemeindeleben möglich sein wird.