Der österreichische P. Hubert Leeb, ein Oblate
des hl. Franz von Sales, gründete im Jahr seiner Priesterweihe 1962 die
Jugendorganisation Kreis Junger Missionare (KIM). Das Ziel dieser Vereinigung war die
Förderung von geistlichen und kirchlichen Berufen außerhalb von Knabenseminaren. 1976
übergab er sein Werk einem Mitbruder als Nachfolger, um in Brasilien für die reifere
KIM-Jugend ein "Übungsfeld der aktiven Nächstenliebe" zu erschließen, damit
von Nächstenliebe nicht nur geredet wird, sondern Taten gesetzt werden.
P. Leeb wußte zwar noch nicht wo und wie dieses
Einsatzgebiet entstehen sollte, aber er hatte schon immer ein fast vermessenes
Gottvertrauen. So lernte er während seines Sprachstudiums in Rio die Samba-Tänzerin
Joana Batista Costa kennen, die ihn für ihre bitterarme Heimat Porto do Mato im Nordosten
Brasiliens gewinnen konnte. Porto do Mato ist eine Halbinsel, die bis dahin kaum über
einen Landweg, sondern nur durch die Mangrovensümpfe erreicht werden konnte, weil es ein
Zufluchtsort für entflohene Sklaven war.