Geschichte I

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Der österreichische P. Hubert Leeb, ein Oblate des hl. Franz von Sales, gründete im Jahr seiner Priesterweihe 1962 die Jugendorganisation Kreis Junger Missionare (KIM). Das Ziel dieser Vereinigung war die Förderung von geistlichen und kirchlichen Berufen außerhalb von Knabenseminaren. 1976 übergab er sein Werk einem Mitbruder als Nachfolger, um in Brasilien für die reifere KIM-Jugend ein "Übungsfeld der aktiven Nächstenliebe" zu erschließen, damit von Nächstenliebe nicht nur geredet wird, sondern Taten gesetzt werden.

P. Leeb wußte zwar noch nicht wo und wie dieses Einsatzgebiet entstehen sollte, aber er hatte schon immer ein fast vermessenes Gottvertrauen. So lernte er während seines Sprachstudiums in Rio die Samba-Tänzerin Joana Batista Costa kennen, die ihn für ihre bitterarme Heimat Porto do Mato im Nordosten Brasiliens gewinnen konnte. Porto do Mato ist eine Halbinsel, die bis dahin kaum über einen Landweg, sondern nur durch die Mangrovensümpfe erreicht werden konnte, weil es ein Zufluchtsort für entflohene Sklaven war.

Unsere kleine Stadt

    1. Phase

    1977 begann P. Leeb durch Rundbriefe und Bücher besonders in Deutschland und Österreich über die Not im Nordosten Brasiliens zu informieren. Auch Regierungsstellen in Brasilien und Europa wurden angegangen, selbst die UNO blieb nicht verschont.

    2. Phase

    1980 wurde dann für die Region Porto do Mato mit einem Hilfsplan begonnen, welcher ein soziales und pastorales Zentrum vorsieht. Ein geeignetes Gelände wurde gekauft und erste lebensnotwendige Schritte wurden getan:

    bulletZisternen werden gegraben und ein erster Wasserturm wird errichtet, um von den verseuchten Wassertümpeln loszukommen.
    bulletEs wird begonnen die Buschhütten, die voller Krankheitserreger sind, in Steinhäuser umzuwandeln um hauptsächlich der Schlafkrankheit Herr zu werden.
    bulletEine Erste-Hilfe-Station, ein Versammlungsraum und eine Kirche mit dazugehörigem Pfarrhaus werden errichtet.
    bulletEin Kindergarten und eine Nähschule sind erste Versuche gegen den Bildungsnotstand.
    bulletDer Kanuhafen "Porto da Nagola" wird erweitert.